Android Anwendungsentwicklung

Normalerweise benutzt man einfach die auf dem Handset installierten Anwendungen, lädt sich ab und an neue Software über das Internet über eine Bedienoberfläche und schaut nicht selbst in die Interna seines "Android"-Handsets. Auch werden nur wenige Besitzer eines "Android"-Handsets selbst jemals eine Anwendung schreiben. Die Möglichkeiten bestehen aber für jeden - mit dem kostenlosen, frei verfügbaren "Android Software Development Kit" (SDK). Nach der Installation des SDK auf einem Windows-, Linux- oder MacOS-PC können damit die "Android"-Handset-Anwendungen in der Programmiersprache Java mit einer modernen Entwicklungsumgebung wie Eclipse geschrieben werden. Anhand eines sogenannten "Android"-Emulators lassen sich diese Programme gleich auf dem PC austesten und fehlerbereinigen. Ist das dann geschehen, kann man das so erstellte "Package", eine komprimierte Datei mit der Endung apk, die alle benötigten Programmdateien beinhaltet, auf das Handset kopieren und dort vom sogenannten "Package-Manager" installieren lassen.

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Fertige Packages oder gar den Quelltext der Anwendungen kann man natürlich auch auf seine Webseite stellen oder direkt an andere Handsets schicken und so anderen Anwendern und Entwicklern zur Verfügung stellen. Vielleicht haben die ja noch eine Idee für eine Funktion, die dem Programm hinzugefügt werden könnte? Google wird den Entwicklern eine zentrale Webseite zur Verfügung stellen, die ähnlich wie beim der Webseite sourceforge.net eine Übersicht über die verfügbaren Programme und deren Versionen gibt, die Anwendungen und/oder deren Quelltext gleich downloadbar macht.

Da die ganze "Android"-Softwareplattform oberhalb des Betriebssystems inklusive des SDKs unter dem Lizenzmodell der sogenannten "Apache Software License" (ASL) veröffentlicht wurde, haben Softwareentwickler volle Kontrolle über die Rechte an ihrer selbst entwickelte Software. Die ASL sagt aus, dass die Anwendungsentwickler prinzipiell Einblick in ihren geschriebenen Quelltext geben können, das aber nicht müssen. Sie können ihr Programm kostenlos und an jedermann verteilen, können aber natürlich auch Geld dafür verlangen.
Das kommt kommerziellen Entwicklern wie beispielsweise Softwarefirmen natürlich zugute. Sie sind nicht wie bei einem anderen verbreiteten Lizenzmodell, der Gnu Public License (GPL), gezwungen, Programme, die mit einem unter der GPL stehenden SDK entwickelt wurden, kostenlos abzugeben und im vollen Quelltext zu veröffentlichen.

Das Betriebssystem eines "Android"-Handsets steht nämlich genau unter dem Lizenzmodell der GPL, Änderungen und Ergänzungen an diesem Teil müssen von den Entwicklern wieder unter der GPL veröffentlicht werden, egal ob es sich um private oder kommerzielle Softwareentwickler handelt. Google will den Herstellern und Interessierten hierfür eine ähnliche Versionsverwaltung bieten wie sie für den Linux-Kernel bereits existiert.

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