Vorteile der "Android"-Plattform gegenüber existierenden Smartphones

Die Plattform bietet aus heutiger Sicht betrachtet jede Menge Vorteile gegenüber den bisher existierenden Smartphones.

Schon allein durch den eingesparten Entwicklungsaufwand für ein neues Gerätemodell und fehlende Lizenzabgaben für das Betriebssystem können "Android"-Handsets wesentlich günstiger hergestellt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Einsparungen auch bis zum Kunden weitergereicht werden, denn ein großer Markterfolg findet natürlich hauptsächlich über den Preis seinen Durchbruch.

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Es ist durch die große Flexibilität der Plattform, der breiten Hardwareunterstützung und dem relativ geringen Anspruch an die Hardwareressourcen aber auch eine sehr breite Modellpalette möglich. Einerseits kleine und recht günstige Geräte mit nur wenigen Features, die hauptsächlich auf Käufer abzielen, die damit nur Telefonieren, SMS-Verschicken und ab und an eine Email verschicken wollen. Dann vielleicht eine Mittelklasse mit einem großen Display, einer menschenwürdigen Tastatur, einem schnellen Prozessor mit viel Speicher und einem Speicherkartenanschluss. Oder robuste Geräte, die spezielle Funktionen im Outdoor-Freizeitbereich oder für Bau-/Vermessungsingenieure aufweisen.
Andererseits sind auch mit Technik nur so vollgestopfte und entsprechend teure Multimediamaschinen denkbar, die neben einem großen Breitbilddisplay mit DVB-H-Fernsehempfang, schnellem WiFi- und UMTS-Anschluß eine digitale Videokamera und ein Satellitentelefon integrieren, um damit Reporter mit einem leistungsfähigen Live-Reportage-Gerät auszustatten. Wir erinnern uns vielleicht noch an die grob verpixelten Bilder, die während des Irakkriegs 2003 von den "embedded journalists" mit Hilfe von Vorgängern solcher Geräte an die Nachrichtenstationen der ganzen Welt gesendet wurden.

Diese beschriebene Vielfalt bietet der derzeitige Markt einfach nicht.

Für den Anwender eines Handsets entfällt mit der Offenheit von "Android" auch der Zwang, sich mit dem immer noch üblichen "Branding" der Mobilfunkanbieter herumzuärgern. Einfach das Programmpaket deinstallieren - fertig.

Ebenso muss er nicht mehr überlegen, auf welchem Mobiltelefon ein Programm überhaupt lauffähig ist, denn prinzipiell wird jedes Android-Programm auf jedem Handset laufen. Die Programmoberfläche wird vom Handset selbst entsprechend angepasst. Natürlich gesetzt dem Fall, sie haben die gleiche Hardwareausstattung. Ein GPS-Vermessungsprogramm macht nur Sinn, wenn im Gerät auch ein hochpräzise arbeitender GPS-Chip verbaut ist. Die Funktionalität des Programms, das ein direkt-zu-YouTube-Senden einer Videoaufzeichnung erlaubt, wird ohne integrierte Videokamera auch nicht allzu sinnvoll sein, auch wird sich die ein 3D-Actionspiel auf einem nicht mit einem 3D-Grafikchip ausgerüsteten Handsets recht erbärmlich spielen.

Gefällt dem Anwender das Emailprogramm beispielsweise nicht, kann er es problemlos gegen ein anderes austauschen, aber trotzdem weiterhin auf seine gefüllte Kontaktliste im Telefon zugreifen.

Die Netzanbieter haben mit der Android-Plattform endlich die Chance, auch dem Privatkunden das Internet "unterwegs" richtig schmackhaft zu machen. Durch die mit der weiten Verbreitung der Android-Handsets entstehenden Möglichkeiten der Onlinenutzung und den kurze Zeit später dafür garantiert folgenden Angeboten der Diensteanbieter können sie beispielsweise ihre in den vergangenen Jahren teuer aufgebaute mobile Breitband-Infrastruktur (UMTS, WiMAX, WiFi-Hotspots, EDGE) durch zahlende Kundschaft benutzen lassen.

Die Kunden werden einfach ihren Netzprovider wechseln können, ihnen können im Gegensatz zu Apples iPhone keine wirksamen technischen Maßnahmen vom Wechsel abhalten.

Anbieter von unterwegs abrufbaren Diensten im Internet (bspw. Die Deutsche Bahn mit ihrer Auskunft) im Internet ziehen auch einen Vorteil daraus, dass sie - neben der Vielzahl neuer potentieller Kunden - ihre Webseiten nicht mehr für die kleinen Smartphone-Displays gestalten müssen. Der Android-Webbrowser, der wie schon erwähnt, mit demselben Unterbau wie Apples Safari-Browser ausgestattet ist, zeigt die Webseiten so wie ein richtiger PC an, man kann sich natürlich Ausschnitte vergrößern lassen und sich frei auf der Webseitenoberfläche bewegen.

Es wird sich wahrscheinlich ein umsatzstarker Markt für Programme entwickeln, die für Android-Handsets geschrieben wurden.

Handsets veralten nicht mehr so schnell, denn man kann die Software immer aktuell halten.

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