Erfahrungsbericht DSL Telefonie bei 1&1
|
Ende August 2005 haben wir bei 1&1 in Montabaur über deren Webportal einen DSL-Anschluss 2.000 kbit/s mit Internet-Flat im Deutschland-Tarif für 9,99 Euro und DSL Telefonie, wie Internet Telefonie bei 1&1 genannt wird, beantragt. Nun beginnt der Monat Mai 2006 und wir verfügen über ca. 8 Monate Erfahrung im Umgang. Bereits am Folgetag nach Beauftragung hatten wir vom Kundenberater einen Rückruf, ob wir nicht auch die Telefonie-Flat für 9,99 Euro im Monat zusätzlich haben möchten. Wir hatten uns nämlich ausgesucht pauschal für 1 Cent/Minute ins Festnetz zu telefonieren. Der Breakeven liegt bei ca. 16,5 Stunden Telefonie im Monat. Er würde uns den ersten Monat gratis quasi zum Testen schenken in dem er das Porto für den bestellten DSL-Router in gleicher Höhe erlässt. Wir haben dies dann getan.
Anzeige:
Bereits nach 5 Tagen kam dann auch das Paket per Post mit der FRITZ!Box Fon WLAN 7050. WLAN-USB-Adapter von Siemens hatten wir bereits. Zu diesem Zeitpunkt gab es das neueste Flagschiff von AVM mit der FRITZ!Box Fon WLAN 7170 noch nicht, was derzeit von 1&1 angeboten wird. Eine Woche später wurde dann auch der DSL-Anschluss geschaltet, so dass wir nach insgesamt ca. 2 Wochen Wartezeit starten konnten. Der Informationsfluss seitens 1&1 bis zum Installationstermin war per Email, Kunden-Center und Post recht gut.
Der Aufbau und die Installation der FRITZ!Box Fon WLAN 7050 war intuitiv und recht einfach und ging daher schnell. Gesteuert wurde das über den sehr einfachen Installations-Wizard der FRITZ!Box auf CD. Im Kunden-Center von 1&1 auf deren Portal haben wir noch 4 neue Ortsnetzrufnummern für DSL Telefonie registriert, was im Handumdrehen ging und unsere Festnetznummer auch für Internet Telefonie angemeldet. Somit konnten wir recht schnell telefonieren. An die FRITZ!Box schalteten wir zwei analoge DECT-Telefone.
Die Wahlregeln der FRITZ!Box Fon sind auch ganz gut voreingestellt: Notrufe über 110 und 112 sowie 0180-Rufnummern und 0190/0900-Rufnummern gehen sofort über das Festnetz raus. Auch Call-by-Call Vorwahlen, wie z.B. 01081, werden über das Festnetz geroutet, so dass wir bei Mobilfunkgesprächen Kosten sparen können. Diese sind nämlich über 1&1 recht teuer mit 23,9 bzw. 24,9 Cent/Minute und kosten z.B. bei 01081 und 20 Cent/Minute. Wählen wir ganz normale Ortsnetzrufnummern, werden wir über DSL und damit das Internet geroutet und telefonieren auf unserer Flatrate.
1&1 hat für das Telefonie-Routing bekanntlich den Carrier Telefonica Deutschland gewählt. Das konnten wir auch mit unserem Protokollanalysator Ethereal nachvollziehen, als wir mal in die Protokollabläufe unseres Softphone, das 1&1 kostenlos im Kunden-Center zum Download anbietet, mit einem Trace geschaut hatten.
Im Großen und Ganzen sind wir eigentlich sehr zufrieden. Die Qualität der Sprachverbindungen gibt bei einem DSL 2000 mit 192 kbit/s Upsteam keinen Grund zur Beanstandung. Die Gesprächsteilnehmer der Gegenseite merken gar nicht, dass wir über DSL Telefonie von 1&1 telefonieren. Verbindungsabbrüche, wie es noch 2004 bei 1&1 bemängelt wurde, haben wir in den letzten 8 Monaten kaum gehabt, so dass dieser Punkt ebenfalls zufrieden stellend geklärt ist. Einzig der DSL-Anschluss selbst war öfters schon ausgefallen, ist aber der Deutschen Telekom zuzuordnen. Hier zeigt sich eine Schwäche. Hätten wir keinen zusätzlichen Festnetzanschluss, könnten wir nicht mal eine Störung bei der Hotline von 1&1 melden. Die Störungsmeldung geschieht zum Leidwesen der Kunden über eine teure 0900-Rufnummer und machen kann 1&1 auch nichts, da das nur an Telekom weitergeleitet wird. Das heißt, Sie müssen Geld dafür bezahlen, um 1&1 darauf aufmerksam zu machen. In einem Fall fiel der DSL-Anschluss über einen Tag aus, der Service war also nicht nutzbar. Anschließende Beschwerden bei 1&1 per Email an den Support wurden einfach ignoriert, also nicht beantwortet. Das ist etwas ärgerlich.
Wir haben aber noch ein anderes Problem entdeckt: das Faxen. Schließen Sie Ihr analoges Faxgerät an die FRITZ!Box an und wollen über das Internet faxen, so funktionierte das bisher nicht. Die Verbindung bricht seitens des Faxgerätes mangels Verbindungsqualität zusammen. Mittels Call-by-Call-Rufnummern müssen wir also über das Festnetz faxen und eine Gebühr bezahlen. Aber dieses Leistungsmerkmal funktioniert bei Voice over IP grundsätzlich schwieriger und hängt von der Kodierung der Sprachsignale im Netzwerk des Providers ab.
Alles in allem ist die Qualität aber ordentlich. Wir telefonierten zwischen 16 und 20 Stunden im Monat und waren zufrieden. Die sich im Programm befindende FRITZ!Box Fon WLAN von AVM ist auch ein sehr gutes Gerät, außer das die Sendeleistung der Antenne etwas stärker sein könnte.
> Android
> Skype
> WiMax
> VoIP für den Mittelstand
> VPN
> Triple Play
> iPhone
> Instant Messenger
> GPRS
> HSUPA
> GSM
> Webhosting
> Fernsehkauf
> Online Bezahlsysteme
> Handy Browser
> Speicherkarten Vergleich
> Spielekonsolen
> IPTV
> Vergleich TV-Geräte
> Windows Vista
> Musik Flatrates
> IPv6
> TFT Displays
> Notebooks
> Sicherheit und Co.