Mozilla Minimo
Der Mozilla Minimo, der oft auch liebevoll Mini Mozilla genannt wird, ist ein Projekt der Mozilla Foundation, die unter anderem auch die Entwicklung des Mozilla Firefox vorangetrieben hat. Mozilla wurde Ende der 90er Jahre gegründet und wollte das Erbe des Netscape Navigators weiterführen. Man verschrieb sich der Idee der freien Software und gründete eine Non-Profit-Organisation. Im Umfeld von Mozilla sind schon viele verschiedene Softwareprojekte entstanden, die zunehmend Marktanteile hinzugewinnen konnten. Am eindrucksvollsten dürfte jedoch der Erfolg des Mozilla Firefox Browsers sein, der den einstigen Monopolisten Internet Explorer langsam von seinem Podest zu stoßen beginnt. Auch im Bereich der Email Verwaltung konnte Mozilla mit dem Programm Thunderbird der Microsoft Software Outlook Konkurrenz machen. Dies sind allerdings nur die prominentesten Beispiele, die Mozilla zu bieten hat. Viele weitere innovative Projekte stehen in den Startlöchern. Dazu zählen zum Beispiel Chatsoftware, Kalendersoftware, Softwareentwicklungswerkzeuge und viele weitere kleinere Projekte. Eines der interessantesten Browserprojekte dürfte der Mozilla Minimo sein. Dieser Browser ist für den Einsatz auf mobilen Geräten gedacht und verfügt über einige Besonderheiten.
Das Mozilla Minimo Projekt verfolgt zwei große Ziele: zum einen soll eine Software geschaffen werden, die es den Handys gestattet, auf das Internet zuzugreifen. Zum anderen sollen Technologien entwickelt werden, die es Programmierern erlaubt, sehr effiziente Software für mobile Geräte zu entwickeln. So sollen zum Beispiel die Prozessorauslastung und die Speicherverwaltung optimiert werden, da diese Ressourcen in einem Handy nur sehr beschränkt vorhanden sind. Bei der Softwareentwicklung dieses Produkts hat man sich entschieden, diverse Komponenten eines normalen Browsers beiseite zu lassen, um Ressourcen zu sparen. Aus diesem Grund wird zum Beispiel das File Transfer Protocol nicht unterstützt. Um Webseiten richtig anzeigen zu können verfügt dieser Browser über eine small-screen-rendering Technologie, die es ihm erlaubt, die Inhalte auf einem kleinen Display richtig anzuzeigen. Die Benutzeroberfläche kann intuitiv bedient werden und wurde extra so gestaltet, dass wenig Platz für derartige Funktionen gebraucht wird.
Zurzeit unterstützt Minimo moderne Webstandards wie Java Script und AJAX. Auch Neuerungen wie das Social Bookmarking, die uns das Web 2.0 bietet, haben Einzug in diesen Handy-Browser gehalten. Der Vorteil dieser Art der Linkspeicherung liegt auf der Hand: so sind die gespeicherten Verweise von jedem Rechner weltweit verfügbar. Interessant für Nutzer ist zudem auch das Tab Browsing, welches erlaubt, auf mehreren Webseiten parallel zu surfen. Das Nachrichtenformat RSS wird ebenfalls unterstützt, was es dem Internetnutzer ermöglicht, auf die wichtigsten Nachrichten schnell und unkompliziert zugreifen zu können. Für Menschen, die mit ihrem Handy sensible Daten über das Internet versenden möchten, zum Beispiel Kreditkartennummern oder Passwörter, bietet dieser Browser genügend Sicherheit. Es werden die Standards TSL und SSL unterstützt, welche einen sehr umfangreichen Schutz bieten können.
Die derzeitigen Versionen sind zwar noch nicht anwendungsreif, aber in den letzten Monaten hat das Projekt deutlich an Fahrt gewonnen. Es sollen die verschiedenen Windows Betriebssysteme für mobile Geräte unterstützt werden. Desweiteren wird das Minimo Projekt seit 2004 von Nokia unterstützt.
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