Im 3-Länder-Eck
Bevor Appels iPhone überhaupt auf den amerikanischen Markt lanciert worden war, brodelten schon die Gerüchte um den Verkaufsstart in Europa. Mittlerweile steht November 2007 als offizieller Verkaufsbeginn zumindest für Deutschland fest. Weitere eruopäische Absatzmärkte werden Frankreich und Großbritannien sein. Für Österreich ist die Markteinführung wohl erst für 2008 vorgesehen.
Während in den USA der Mobilfunkkonzern AT&T als Exklusivpartner von Apple firmiert und damit praktisch den gesamten nordamerikanischen iPhone-Kontinent abdeckt, sind für den deutschen, britischen und französischen Markt die Anbieter T-Mobile, Vodafone, O2 bzw. Orange im Gespräch. Doch gibt es diesbezüglich momentan weder von den Apple-Verhandlungsführern noch von jenen der Netzbetreiber eindeutige Bestätigungen und/oder Dementi.
Was den europäischen Markt wohl schwierig für das Smart-Phon macht, ist die fehlende Homogenität, was einen gesamteuropäischen Anbieter bzw. ein gesamteuropäisches Netz angeht, was ähnlich AT&T in den USA durch einen einzigen Anbieter den ganzen europäischen Markt abdecken würde. Daher scheint die Einführung mit Priorität für die drei größten europäischen Mobilfunkmärkte aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll.
Genauso unklar und von Spekulationen umrankt wie der vermeintliche Exklusivpartner von Apple in Europa bzw. in den jeweiligen Ländern heißen soll, steht auch noch die Frage im Raum, ob das iPhone UMTS-Unterstützung inkorporiert oder nicht. Gerade diese Frage bzw. der Verzicht auf UMTS beim iPhone schließt einige Netzbetreiber aus, also jene, die vorrangig auf UMTS bauen, andere jedoch geraten dadurch in die engere Wahl. In den Wogen der heißen Verhandlungsphase besteht die Gefahr, interessierte Kunden jenseits Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zu verprellen, fühlen diese sich doch zurückgesetzt, was die Attraktivität ihrer Märkte und natürlich auch ihr Interesse an dem Wunder-Telefon angeht.
Doch nicht nur Neid und Unverständnis, sondern vielmehr sogar handfeste Unmutsbekundungen bereiten Steve Jobbs und seinem Team große Sorgen: Hacker stellen bereits kurz nach Einführung gravierende Sicherheitslücken in der iPhone-Software, vor allem in der Verschlüsselung der Daten, fest. Weiterhin probieren sich einige Technikbegeisterte an der Umleitung der AT&T-Aktivierung, was das iPhone als eigentliches Telefon wohl unbrauchbar macht, seine weiteren zahlreichen Multimedia-Features jedoch bleiben erhalten.
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