DSL (ADSL, ADSL2+, VDSL)
Das DSL (kurz für "Digital Subscriber Line") hat sich wegen der einfachen Bereitstellung im nicht-ländlichen Bereich sehr schnell als Standard für Breitbandzugänge durchgesetzt. Die meisten Provider bieten DSL derzeit in den Geschwindigkeitsstufen 2Mbit/s, 6Mbit/s, 16Mbit/s und einige wenig auch mit 25Mbit/s und mehr an.
Diese Angaben beziehen sich bei ADSL (asynchrones DSL) immer auf die Download-Geschwindigkeiten. Die entgegengesetzte Richtung, die sogenannte Upload-Geschwindigkeit des Rückkanals, ist dabei wesentlich geringer und liegt meistens im Bereich von 512 bis 2000kbit/s.
Dabei kommen, je nachdem wie die örtliche Telekommunikationsinfrastruktur ausgebaut ist, verschiedene DSL-Verfahren zum Einsatz. Je länger die benötigte Kabellänge von der Verteilerstation zur Telefondose in der Wohnung ist, umso niedriger ist die schaltbare Geschwindigkeit.
In den größeren Städten mit einem dicht ausgebauten Kupferkabelnetz ist eine hohe Geschwindigkeit meist problemlos zu bekommen, in ländlichen Gegenden dagegen ist die Versorgung selbst mit einem Behelfs-DSL ("DSL light" mit ggf. nur 384kbit/s) nicht immer sichergestellt.
Die derzeit schnellste DSL-Variante, VDSL ("very high speed DSL"), ist, Stand Januar 2008, in den ungefähr 30 größten deutschen Städten mit Bandbreiten von 25 bis 50MBit/s über die Deutsche Telekom mit ihren TriplePlay-Produkten "T-Home Entertain Comfort (Plus) VDSL 25" bzw. "T-Home Entertain Comfort (Plus) VDSL 50" erhältlich. Die damit verfügbare Bandbreite reicht für die IPTV-Übertragung in bester HDTV-Qualität sowie für mehrere Zusatzdienste aus.
Alternativ wird in den übrigen Gebieten der Ausbau der bisherigen DSL-Technik (ADSL2+) weiter fortgesetzt. Dies ermöglicht Bandbreiten bis 16MBit/s, auch damit ist IPTV problemlos möglich.
Allen DSL-Varianten gemeinsam ist der prinzipielle Anschluss in der Wohnung. Dabei wird an die Telefondose zuerst eine Frequenzweiche, der "Splitter", angeschlossen, an deren einen Ausgang das bisherige Telefon bzw. das Fax gesteckt wird, an den anderen Ausgang dann das DSL-Modem. Dieses Modem wandelt den Datenstrom zwischen Rechner und Telefonnetz ineinander und ist meistens in einen sogenannten Router integriert. An diesen Router, der gleichzeitig eine Absicherung gegenüber Eindringlingen aus dem Internet bietet, schließt man dann seine PCs, die Set-Top-Box des IPTV-Providers und die weiteren Endgeräte an.
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