IPTV -Die zum Empfang nötige Technik

Zuerst ein paar Worte zum Anzeigegerät - üblicherweise dem Breitbildfernseher oder dem Beamer. Er sollte für Ihren Raum genügend groß dimensioniert sein, das HDTV-Format komplett unterstützen (also das "HD ready 1080p"- oder das "Full HD"-Logo tragen) und idealerweise einen DVI- oder besser noch HDMI-Anschluss besitzen, um HDTV-Inhalte korrekt und in bester Qualität darstellen zu können.

Beim echten IPTV wird in aller Regel eine Set-Top-Box benötigt, ein Zusatzgerät, das üblicherweise vom IPTV-Anbieter bei Vertragsabschluß geliefert wird. Es gibt dabei aber keinen einheitlichen Standard der Anbieter. Diese Set-Top-Boxen bilden das Zwischenstück zwischen dem Breitbandanschluss in der Wohnung und dem Fernsehgerät. Sie bieten darüber hinaus meistens noch einige Zusatzfunktionen, z.B. eine eingebaute Festplatte für das einfache Aufzeichnen, eine WLAN-Funktion für kabellose Übertragung, eine einfach bedienbare Programmübersicht, einen Internetbrowser, ein sogenanntes "Mediencenter", um beispielsweise auf die Musik- und Filmsammlung des eigenen PCs zuzugreifen oder um Streams anderer Rechner im Haushalt darstellen zu können, Email- und Chatfunktionen und vieles mehr.

Wie schon beschrieben, liegt der große Vorteil des Internet-TV und des Web-TV darin, dass es auf faktisch allen internettauglichen Geräten empfangen werden kann: Computer, Handy, Smartphone, Spielkonsole… Für HDTV-Angebote wie die von Joost werden aber natürlich gewisse Hardwareanforderungen an das Endgerät gestellt, denn die verwendete H.264-Videodatenkompression braucht viel Prozessorleistung, Speicher und natürlich ein geeignetes Ausgabegerät. Bei PCs ist man mit einem Rechner der 2GHz-Klasse und 1GB RAM sowie einer halbwegs modernen Grafikkarte auf der sicheren Seite, als Betriebsystem wird von den Anbietern mit eigener Abspielsoftware natürlich vorrangig Windows unterstützt, teils aber auch MacOS X und Linux. Als Anzeigegerät bieten sich die großen Widescreen-TFT-Displays mit DVI-/HDMI-Anschluss an.

Bei den Spielkonsolen eignen sich Microsofts XBox 360 und die Sony Playstation 3 ebenso uneingeschränkt. Beide bieten neben ihren "Mediencenter"-Fähigkeiten auch einen HDMI-Port für den Anschluss an entsprechend ausgestattete Fernseher- oder Heimkino-Systeme.

Auf Smartphones und UMTS-Handys macht die Anzeige von HDTV-Inhalt natürlich wenig Sinn, insofern sind dort die Anforderungen auch niedriger. Das flüssige Abspielen von Videos in der Auflösung von 320x240 ist aber in aller Regel kein Problem mehr, eher das korrekte Erkennen des Inhalts…