Der IPv6 Header

Im IPv4 Header musste immer die Länge des Headers mit angegeben werden, damit die Programme wussten, wo dieser endet. Bei IPv6 ist dies nun nicht mehr nötig, weil alle Header die feste Länge von 40 Bytes haben. Zusätzliche Informationen werden in so genannten Extension Headers verarbeitet. Der neue Header ist ein Minimalist: zusätzliche Informationen werden nur eingefügt, wenn diese auch wirklich benötigt werden. Dies erlaubt eine schnellere Abarbeitung der Daten und damit eine höhere Qualität der Datenübertragung.

Ein IPv6 Header ist relativ einfach aufgebaut. Es existieren zwei Adressen, die jeweils 16 Bytes Speicher einnehmen. Hierbei handelt es sich um die Adresse des Senders sowie die Adresse des Empfängers. Die restlichen 8 Bytes enthalten verschiedene Verwaltungsdaten, wie zum Beispiel die Traffic Class, die Auskunft über die Priorität des Datenpakets gibt.

Eine weitere und gleichzeitig besondere Neuerung sind die Extension Header, die zusätzliche Funktionalitäten beinhalten, wie zum Beispiel Routing oder Security. Die Vorteile dieser Auslagerung liegen auf der Hand. Die eigentlichen Header von IPv6 können viel schneller verarbeitet werden. Heute werden sechs zusätzliche Header angeboten, die in einer vollständigen Implementierung enthalten sein müssen. In Zukunft können so auch neue Header hinzugefügt werden, die es uns erlauben, neue Features schnell und kostengünstig einzufügen. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Entwicklung von Mobile IPv6, welches auf diese Weise ohne größere Probleme integriert werden konnte.