Mit dem X51 bietet Alienware einen wohnzimmertauglichen PC an, der das Potential hätte, den etablierten Spielekonsolen den Platz unter dem Fernseher streitig zu machen. Einige Einschränkungen gegenüber ausgewachsenen Spiele-PCs gibt es allerdings.
Filme abspielen, Musik verwalten und wiedergeben, Internet und natürlich Spiele auf den Bildschirm zaubern – was lange die Domäne der PCs war, wird mittlerweile von den Spielekonsolen Xbox 360 und Playstation 3 übernommen. Dabei sind die Zeiten hässlicher PC-Tower, lauter Komponenten und überhöhter Preise lange vorbei. Von Alienware soll nun ein wohnzimmertauglicher PC mit leisen Lüftern, guter Leistung und schmalen Ausmaßen erscheinen, der sogar mit seinem Preis punkten kann.

Alienware X51 - Gaming-PC mit Konsolencharme
Bei den verbauten Komponenten hat der Käufer die Wahl. Alienware bietet den X51 mit Intels Sandy-Bridge-Prozessoren Core i3-2120 (3,30 Gigahertz, 2 Kerne), Core i5-2320 (3,00 Gigahertz, 4 Kerne) sowie Core i7-2600 (3,40 Gigahertz, 4 Kerne / 8 Threads per Hyperthreading) an. Für die Grafikausgabe lässt sich zwischen den Modellen Nvidia Geforce GT 545 und GTX 555 mit je 1 Gigabyte Speicher wählen – ob die langsamere GT 545 mit schnellem GDDR5 oder mit langsamen GDDR3 bestückt ist, gibt Alienware indes nicht preis. Soll der Rechner für Spiele genutzt werden, ist maßgeblich die Grafikkarte für flüssige Bildraten verantwortlich, so dass die Wahl besser auf das schnellere Modell fallen sollte. Allerdings handelt es sich auch bei der GTX 555 nur um ein Modell der Mittelklasse, das zudem ausschließlich für OEM-Händler produziert wird. Mit einem 192 Bit breitem Speicherinterface und 288 Shadereinheiten reißt die Karte keine Pixel-Bäume aus.
Die Speichermenge des X51 kann der Käufer ebenfalls beeinflussen: Wahlweise kommt das Gerät mit 4, 6 oder 8 Gigabyte DDR3-RAM. Weniger Auswahlmöglichkeiten gibt es dafür bei der Festplatte, hier kommt auf jeden Fall ein Modell mit 1 Terabyte Speicherkapazität und 7200 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Auf eine leistungsbeschleunigende SSD verzichtet Alienware. Das optische Laufwerk kann je nach Modell als DVD-Brenner oder als Blu-ray-Laufwerk (mit DVD-Brenn-Funkion) gewählt werden. Auf jeden Fall vorhanden ist schnelles WLAN nach 802.11 a/b/g/n mit maximal 300 Megabit pro Sekunde sowie 7.1 Sound.
Alienware wirbt damit, dass sich alle leistungsrelevanten Komponenten vom Käufer ausbauen und gegen schnellere ersetzen lassen sollen. Das dürfte zumindest im Falle der Grafikkarte aber ein recht schwieriges Unterfangen werden – da das Gehäuse mit nur 95 x 318 x 343 ,, recht schmal ausfällt, werden sich nur wenige leistungsfähigere Grafikkarten einbauen lassen. Zudem liefert Alienware den Rechner nur mit einem 240-Watt-Netzteil oder mit einem Modell mit 330 Watt, was Highend-Grafikkarten ausschließen dürfte.
Ab dem 02. Februar 2012 soll das Alienware X51 in Deutschland bei MediaMarkt erhältlich sein. Die günstigste Kombination soll in den USA 700 US-Dollar kosten, Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest.
Um als Heimkino-System den etablierten Konsolen Konkurrenz machen zu können, hätte Alienware aber nicht nur leise Hardware verbauen müssen sondern auch für eine TV-taugliche Benutzeroberfläche sorgen sollen. Einen Windows7-PC an einem Fernsehgerät zu bedienen ist wenig Wohnzimmer-tauglich, zumal auch die Grafikleistung des X51 eher durchschnittlich ausfällt und einige moderne Spiele in hohen Details nicht flüssig laufen dürften.