Apple zahlt Dividende und kauft Aktien zurück

Erstmals seit 1995 zahlt Apple seinen Aktionären eine Dividende aus. 2,65 US-Dollar werden so pro Aktie und Quartal an die Aktionäre ausgezahlt, zudem kauft Apple Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurück. Insgesamt 45 Milliarden Dollar gibt Apple so in den kommenden drei Jahren aus.

Apple zahlt Dividende und kauft Aktien zurück

Apple zahlt Dividende und kauft Aktien zurück

Steve Jobs lehnte Dividendenzahlungen an Aktionäre von Apple strikt ab. Zuletzt zahlte Apple daher im Jahr 1995, zu Beginn einer großen Unternehmenskrise, eine Dividende aus. Mit Tim Cook an der Spitze von Apple ändern sich allerdings einige Dinge – so auch die Politik in Bezug auf Aktionäre und Dividenden. Im Rahmen einer Telefonkonferenz kündigte Apples CEO Tim Cook daher Montag Nachmittag an, ab dem vierten Quartal des Fiskaljahres 2012 (beginnt am 1. Juli) eine Dividende in Höhe von 2,65 Dollar pro Aktie und Quartal auszuzahlen. Zusätzlich startet Apple ein umfangreiches Rückkaufprogramm für Apple-Aktien, was am 30. September mit dem Fiskaljahr 2013 starten soll. In drei Jahren sollen so Aktien für 10 Milliarden US-Dollar zurückgekauft werden.

Insgesamt investiert Apple so 45 Milliarden US-Dollar in den kommenden Jahren alleine in Aktien und Aktionäre. Selbst angesichts der auf 100 Milliarden US-Dollar geschätzten Bar- und Werpapierreserven des Unternehmens keine kleine Summe. Zusätzlich will Apple in Zukunft verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren sowie Geld für Firmenzukäufe, neue Apple-Shops und den Ausbau der Infrastruktur investieren.

Für die umfangreichen Bar-Reserven bei Apple sorgte unter anderem der überwältigende Erfolg des iPhones und des iPads. Auch die Gewinnspanne ist bei diesen recht teuer angebotenen Produkten extrem hoch – das neue iPad kostet laut einer Analyse von iSupply nur etwas mehr als 300 Dollar in der Fertigung, inklusive Servicepauschale. Bei einem Verkaufspreis zwischen 499 und 799 Dollar bleibt selbst angesichts der gegenüber dem Vorgänger gestiegenen Kosten ein satter Gewinn für Apple. Spürbar höhere Löhne für die Arbeiter bei Auftragsfertigern bei Foxconn scheinen allerdings dennoch nicht eingeplant zu sein, was zahlreiche Apple-Skeptiker kritisieren.

Die Zeit der Knausrigkeit scheint bei Apple mittlerweile beendet zu sein. Bislang und unter der Führung des Askten Jobs galt eine strenge Zurückhaltung beim Umgang mit den Geldreserven. Tim Cook hingegen sieht Apple in der Schuld der Aktionäre und möchte nun zumindest ein wenig des Firmenvermögens zurückgeben.

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