Anlässlich des am Dienstag stattfindenden europäischen Tag der Internet-Sicherheit hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zahlreiche Ratschläge zum Umgang mit der PC-Technik herausgegeben.

Bundesamt für Sicherheit gibt Ratschläge zum Umgang mit PC-Technik
So soll laut BSI beim Kauf des Computers darauf geachtet werden, dass aktuelle Hardware und ein modernes Betriebssystem wie Windows 7 vorhanden ist. Zudem wird die 64-Bit-Version des Betriebssystems empfohlen, um alle von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsmechanismen nutzen zu können. Auch ein Virenschutzprogramm soll zur Grundausstattung des Computers gehören. Hier reicht laut BSI eine kostenlose Antivirenlösung aus, allerdings bieten kostenpflichtige Versionen den Vorteil regelmäßigerer Aktualisierungen und zusätzlicher Funktionen wie Kinderschutzfiltern. Dafür besteht bei diesen die Gefahr, nach Ablauf der Lizenzierungszeit den Schutz einzubüßen.
Als Browser rät das BSI zu Googles Chrome, primär wegen der umfangreichen Sandbox-Funktionen, die vor zahlreichen Angriffen schützen können. Andere Browser bieten keine oder nur rudimentäre Sandbox-Funktionen. Sowohl bei Chrome als auch bei Firefox, Opera oder dem Internet Explorer soll der Phishing- und Malwareschutz aktiviert sein.
Backups sollen laut BSI mindestens einmal in der Woche angefertigt werden, die im Betriebssystem integrierten Funktionen von Windows 7 reichen den Experten vom BSI aber aus, so dass es hier keine Empfehlung für Fremdsoftware gibt. Dazu gibt es allerdings zu beachten, dass nur die Professional-Version von Windows 7 Backups auch auf Netzwerklaufwerken einrichten kann während die preiswerte Home Premium nur auf lokale oder per USB angebundene Festplatte sowie DVDs sichern kann. Auch wenn das BSI hier keine Empfehlung gibt: beim Kauf von DVD-Rohlingen sollte auf die Qualität der Medien geachtet werden, nicht jeder preiswerte Rohling ist nach einigen Monaten noch in der Lage, korrekt ausgelesen zu werden.
Empfehlungen gibt es auch zur Wahl des Internetanbieters. Laut BSI sollte dieser sich nach Möglichkeit der Anti-Botnetz-Initiative angeschlossen haben und aktiv gegen Cyber-Kriminalität vorgehen. Auch der eMail-Anbieter sollte sorgsam ausgewählt werden und aktiv vor Viren und Spam schützen. Auch die Sicherheitsaktualisierungen des Betriebssystems und der Anwendungsprogramme sollten selbstverständlich immer aktiv sein und durchgeführt werden.
Nach Ende der Nutzungszeit eines Computers sollen die Anwender laut BSI darauf achten, dass auf den Festplatten noch immer Daten vorhanden sein können. Daher sollten Festplatten entweder mit einem speziellen Shredder-Tool gelöscht oder besser gleich vor dem Verkauf des Computers endgültig vernichtet werden.