Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gibt es zwei eindeutige Gewinner: Ultrabooks und Tablets. Die wirklichen Neuigkeiten gibt es aber von der Ultrabook-Front, wo Intel mit neuen Prozessoren für längere Laufzeiten und mehr Leistung sorgen will.

CES 2012: Ultrabooks sind der Trend des Jahres
Über lange Zeit wurden Notebooks zwar immer schneller und größer, ihr Hauptmerkmal, die Mobilität, vernachlässigten viele Hersteller aber sträflich. Erst die Entwicklung der recht langsamen aber dafür leichten und mobilen Netbooks wies den Herstellern wieder den Weg zum mobilen Alleskönner. Doch mögen Netbooks ausreichend schnell für gelegentliche Office-Arbeiten und ein wenig Surfen im Internet sein, fehlt es den kleinen Minicomputern doch stark an Rechenleistung für anspruchsvollere Aufgaben. An diesem Punkt setzt Intel an: Ultrabooks sollen mit schnellen Sandy-Bridge-Prozessoren und ab April sogar mit deren Nachfolgern namens Ivy Bridge auf den Markt kommen und somit deutlich mehr Rechenleistung bereitstellen als Netbooks. Dennoch bleiben Ultrabooks leicht und transportabel – ein Gewicht von maximal 1,4 Kilogramm bei einer Dicke von nicht mehr als 21 Millimetern sind fest vorgegeben. Ebenfalls ein Intel-Prozessor und eine Laufzeit mindestens 5 – 8 Stunden. Auf der CES werden aktuell mehr als 30 neue Ultrabooks präsentiert, viele davon setzen bereits auf Intels Ivy Bridge, auf noch längere Laufzeiten bei gleichzeitig etwas gesteigerter Leistung optimierten Core-i-Prozessoren.
Von Notebook-Platzhirsch Acer kommt mit dem Aspire S5 ein besonders flaches Modell mit nur 15 mm Dicke sowie modernen Schnittstellen wie Thunderbolt. Etwas dicker fällt Lenovos ThinkPad T430u aus – 20 Millimeter sind es an der dicksten Stelle. Dafür will der chinesische Hersteller auch Modelle mit dediziertem Grafikchip vorstellen und setzt auf ein 14-Zoll-Display.
Ein luxuriös anmutendes Gerät präsentiert HP mit dem Envy 14 Spectre. Die Envy-Serie steht bei HP generell für hochwertig verarbeitete und gut ausgestattete Notebooks, das Spectre setzt allerdings nicht auf das bisher übliche Aluminium sondern auf stabiles und kratzfestes Gorilla-Glas. Damit ist allerdings nicht nur wie bei Apples MacBook die Displayfront beschichtet sondern auch der Decker und die Handballenablage. Zudem verfügt das Envy 14 Spectre über eine Tastaturbeleuchtung, die auf die Nähe des Nutzers reagiert und die Helligkeit entsprechend anpasst. Preislich soll das Spectre allerdings ebenfalls im oberen Segment angesiedelt sein – 1399 US-Dollar soll die kleinste Version des Notebooks kosten. Dafür gibt es aber auch bei der kleinsten Variante eine SSD und Akkulaufzeiten von bis zu neun Stunden.
Ultrabooks haben das Potential, den schwächelnden Notebookmarkt aus der Krise zu führen und werden trotz deutlich höheren Preisen den schmalen Netbooks schnell das Wasser abgraben.