Auch wenn die technische Entwicklung stetig voranschreitet, änderte sich bei den Bildschirm-Auflösungen in der jüngeren Vergangenheit nur wenig. Das soll sich mit den neuen 4K-Bildschirmen ändern.

CES-Trend: Ultra-Hochauflösende Bildschirme mit 4K-Auflösung
Werden größere Bildschirme genutzt, versprechen sich die Anwender in erster Linie mehr nutzbare Arbeitsfläche. Da aber mittlerweile sowohl bei 21-Zoll-Bildschirmen als auch bei vielen 27-Zoll-Monitoren einheitlich FullHD mit 1920 x 1080 Bildpunkten genutzt wird, bringt der größere Monitor nicht mehr Arbeitsfläche sondern einzig mehr Bildfläche. Erst sehr teure Monitore mit 27 Zoll und mehr kommen mit höheren Auflösungen daher. Grund: Die Panels der PC-Monitore werden heutzutage in der Massenfertigung mit den Panels von TV-Bildschirmen gefertigt – bevozugt und aus kostengründen eben in FullHD
Doch bei den Fernsehbildschirmen deutete sich auf der CES in Las Vegas eine Änderung an. Statt auf maximal FullHD setzten zahlreiche dort ausgestellte Prototypen auf Ultra-Definition mit 4096 x 2160 Bildpunkten. Diese hohe Auflösung macht sich vor allem bei Videoprojektoren und besonders großen Bildflächen positiv bemerkbar – aber auch bei PC-Monitoren und vor allem beim Einsatz mit 3D-Techniken auf Polfilter-Basis. Vor allem der koreanische Hersteller LG präferiert die Polfilter-Technik für seine 3D-Fernseher. Bei Polfilter-Fernsehern sind keine schweren und teuren Shutter-Brillen nötig sondern nur die leichten Brillen wie sie oft auch im Kino eingesetzt werden. Zudem sind alle Polfiltergeräte mit allen auf dem Markt befindlichen Brillen kompatibel – und diese gibt es bereits für wenige Euro zu kaufen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber den oft bis zu 100 Euro teuren Shutterbrillen.
Doch Polfilter-3D hat auch Nachteile. So halbiert sich die (vertikale) Auflösung der Bildschirme im 3D-Modus, was bei FullHD für unschöne Bildeffekte sorgt. Mit 4K-Bildschirmen fällt diese Halbierung aufgrund der hohen Basisauflösung nicht mehr negativ auf. Allerdings gibt es mehrere Ultra-Definition-Auflösungen, je nach Hersteller und Modell liegt diese zwischen 3.840 × 2.160 und 4096 x 2160 Bildpunkten. Samsung zeigte sogar ein Modell für Ultra High Definition mit 7680 x 4320 Bildpunkten. Für diese hohen Auflösungen werden allerdings auch neue Kabelverbindungen nötig – mit UHD dürfte sich DisplayPort nicht nur am PC sondern auch im TV-Bereich durchsetzen, da hier die Bandbreite gegenüber HDMI deutlich höher liegt. Nur an einem fehlt es den hochauflösenden Fernsehern bis auf weiteres: Inhalte in Form von Filmen gibt es bislang keine.