CES: Unterhaltungselektronik – Der Billionen-Dollar-Markt

Im Rahmen der aktuell in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) prognostiziert der Branchenverband CEA, dass der Umsatz mit Unterhaltungselektronik in diesem Jahr weltweit auf über eine Billion Dollar steigen wird.

CES: Unterhaltungselektronik - Der Billionen-Dollar-Markt

CES: Unterhaltungselektronik - Der Billionen-Dollar-Markt

In Las Vegas findet aktuell die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, die Consumer Electronics Show (CES) statt. Im Rahmen solcher Veranstaltungen stellt der Markt gerne Vermutungen zu Umsatzsteigerungen und Wachstumschancen auf – so auch in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr setzte der Handel weltweit Unterhaltungselektronik für 993 Milliarden US-Dollar um. In diesem Jahr soll der Markt um fünf Prozent auf 1,038 Billionen US-Dollar wachsen. Wichtige Impulse sollen dabei aus den Schwellenländern kommen.

Alleine die Umsätze in Indien, Lateinamerika und China sollen um bis zu 11 Prozent steigen, in den Entwicklungsländern soll der Markt sogar um bis zu 18 Prozent wachsen. Gesättigt scheinen indes die Industriestaaten. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den USA sind die Verbraucher bereits gut mit aktueller Elektronik versorgt und erwerben oft nur zur Modernisierung ihrer Unterhaltungselektronik neue Produkte. Für die USA sehen Analysten einen stagnierenden Umsatz, in Westeuropa sollen die Einnahmen mit Unterhaltungselektronik sogar sinken. Dabei sind die Umsätze nicht zum ersten Mal rückläufig, bereits im vergangenen Jahr entwickelte sich der Markt in den Industriestaaten nicht unbedingt nach den Wünschen der Industrie.

Dabei gibt es vor allem auf der CES viele Anreize um das hart verdiente Geld in neue Elektronik zu investieren. Größter Trend der Messe sind neben den allgegenwärtigen Smartphones – die zugleich auch für den größten Umsatzwachstum der Branche verantwortlich sind – die noch recht junge Produktgruppe der Tablet-PCs. Hier ist der Markt noch nicht übersättigt, allerdings fällt es den Herstellern schwer, mit dem schier übermächtigen iPad von Apple zu konkurrieren. Mehr als 50 Prozent Marktanteil hält Apple mit dem iPad, im Bereich der teuren Luxus-Tablets gibt es nur wenig Spielraum für Hersteller wie Samsung oder Asus.

Besser schaut es da bei den Smartphones aus. Zwar hat Apple auch hier mit dem iPhone eine sehr gute Marktposition inne, Modelle mit Android-Betriebssystem verbreiten sich aber immer mehr und gewinnen dank guter technischer Ausstattung und vergleichsweise niedrigen Preisen zahlreiche Kunden. Zudem existiert bei Smartphones noch ein Modernisierungsreflex bei den Anwendern – nach kurzer Zeit wirkt das alte Gerät veraltet und wird oft in Jahresfrist gegen ein moderneres Modell getauscht. Die Industrie arbeitet nicht unbedingt gegen diesen für den Handel sehr erfreulichen Trend und veröffentlicht in steter Regelmäßigkeit neue Produkte wie Quadcore-Mobilprozessoren, Sprachsteuerungen oder 3D-Fähigkeiten.

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