Foxconn erhöht Gehälter

Immer wieder gibt es negative Berichte über Arbeitsbedingungen und Bezahlungen des Auftragsherstellers Foxconn. Nun hebt Foxconn die Lohne der Mitarbeiter seiner chinesischen Produktionsstätten erneut an.

Foxconn erhöht Gehälter

Foxconn erhöht Gehälter

Für die Mitarbeiter der chinesischen Werke des taiwanischen Vertragsfertigers Foxconn gibt es bereits zum dritten Mal seit 2010 mehr Geld. In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte das Unternehmen, dass neue Mitarbeiter des Werkes Shenzhen ab sofort 1800 Yuan (etwa 220 Euro) pro Monat erhalten. Absolviert der Mitarbeiter eine technische Schulung, soll der Lohn auf 2200 Yuan (etwa 265 Euro) monatlich steigen. Vor drei Jahren noch soll das Einstiegsgehalt neuer Mitarbeiter bei 900 Yuan, also umgerechnet etwa 110 Euro, gelegen haben. Mittlerweile liegen laut Foxconn die Basislöhne junger Mitarbeiter weit über den behördlich festgelegten Mindestlöhnen. Der Mindestlohn in China unterschiedet sich zwar von Region zu Region, liegt in wichtigen Produktionsgegenden allerdings bei etwa 1100 Yuan im Monat. Ob allerdings auch bereits angestellte Mitarbeiter von höheren Löhnen profitieren, teilt das Unternehmen nicht mit.

Foxconn erwähnt zudem, dass den Mitarbeitern zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten und vor allem auch mehr Zeit für entsprechende Trainingsmaßnahmen einräumen wird. Zudem soll die Effizienz der in den Werken genutzten Technologien verbessert werden um im Gegenzug die Löhne weiter anheben zu können. Damit wolle Foxconn ein Vorbild für die chinesische Fertigungsindustrie abgeben.

Ob die Ankündigung höherer Löhne mit den zunehmenden negativen Medienberichten über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn zu tun haben oder ob wichtige Kunden wie Apple oder Sony den Verantwortlichen ins Gewissen geredet haben ist nicht bekannt. Für Apple zumindest wäre es ein leichtes, für die Produktion von iPad und iPhones ein wenig mehr an Foxconn zu zahlen, die Gewinnspanne der äußerst erfolgreichen Produkte liegt bei immerhin guten 50 Prozent.

Bei Foxconn handelt es sich um den weltgrößten Vertragsproduzenten von Elektronikzubehör. In den vorwiegend chinesischen Fertigungswerken stellt das Unternehmen nicht nur zahlreiche Apple-Produkte her sondern fertigt auch für Amazon, Dell, Hewlett-Packard, Nintendo, Samsung, IBM, Motorola, Nokia, Lenovo, Sony und Toshiba. Bei Foxconn handelt es sich um Chinas größtes Exportunternehmen mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Rund 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik wird bei Foxconn gefertigt, gibt die New York Times in einem ausführlichen Bericht über Foxconn an.

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