Eines der großen Traditionsunternehmen aus den USA ist insolvent. Kodak Eastman musste am vergangenen Mittwoch Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechtes beantragen. Davon sollen die Geschäfte in Deutschland allerdings vorerst nicht betroffen sein.

Kodak USA ist insolvent – Deutsche Standorte sind vorerst nicht betroffen
Allerdings ist noch unklar, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Durch die Insolvenz der Konzernmutter wird das Unternehmen neu organisiert werden müssen, so dass sich kurzfristig auch für Kodak Deutschland Änderungen einstellen können. „Wirtschaftlich weiß man nicht, was in zwölf Monaten entschieden wird“, sagte ein Sprecher des Unternehmens dazu. Die Belegschaft macht sich Sorgen wie der Konzernbetriebsratsvorsitzende von Kodak Deutschland, Wolfgang Eisele, mitteilt.
Langfristig könnte die Insolvenz des Stammhauses in den USA auch das Aus für die deutschen Standorte bedeuten. Betroffen wäre davon hauptsächlich der Hauptsitz in Stuttgart, wo sich Verwaltung, Vertrieb und Kundendienst befinden und 220 Angestellte um ihre Arbeit bangen. Zudem werden in Osterode Druckplatten hergestellt, in dem niedersächsischen Werk sind 560 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere 30 Mitarbeiter sind jeweils in kleineren Niederlassungen in Kiel und München beschäftigt, zudem arbeiten zahlreiche weitere Personen im Außendienst.
Kodak Eastman versucht in den USA mit einem Darlehen der Citigroup über 950 Millionen US-Dollar und dem Verkauf von geistigem Eigentum den eigenen Fortbestand zu sichern. So könnte der Konzern einige der mehr als 1000 Patente aus dem Bereich der Fotografie anbieten. Aktuell geht Kodak zudem aggressiv gegen Mitbewerber wie Apple, HTC oder Samsung vor, da diese unerlaubt Kameratechniken von Kodak in ihren Geräten einsetzen sollen.