Liquipel: Smartphones auch ohne Hülle wasserfest machen

Auf der CES präsentierte das Unternehmen Liquipel eine Technik, um beliebige Smartphones und auch andere technische Geräte mittels einer Nanobeschichtung wasserdicht zu machen. Für kleine Geräte wie Smartphones war die Technik auf der Messe bereits zu begutachten.

Liquipel: Smartphones auch ohne Hülle wasserfest machen

Liquipel: Smartphones auch ohne Hülle wasserfest machen

Ein nicht unerheblicher Teil aktueller Smartphones ertrinkt vor dem Ende seiner Garantiezeit – in Pfützen, der Badewanne, Waschbecken oder der Toilette endet das Leben zahlreicher teurer Technik-Gadgets. Abhilfe schaffen hier wasserdichte Smartphone-Hüllen. Diese sind allerdings eher unpraktisch in der Handhabung und nicht unbedingt hübsch im Alltag. Eine vollkommen neuartige Lösung bietet jetzt das noch junge Unternehmen Liquipel. Das Smartphones wird hier nicht komplett vom Wasser abgeschirmt sondern per Nanobeschichtung abgedichtet. Dabei werden alle Oberflächen der Geräte mit einer Nanobeschichtung versehen. In einer Vakuumkammer wird dabei das zu versiegelnde Gerät von allen darin vorhandenen Gasen befreit. Anschließend wird Dampf mit dem Beschichtungsmittel in das Gerät geleitet – dieser verteilt sich komplett im Smartphone und legt sich über jedes Bauteil. Interessant an der neuen Technik ist, dass Kontaktflächen wie beispielsweise vom Akku ihre Leitfähigkeit weiterhin behalten. Auch Membranen von Mikrofon und Lautsprechern werden versiegelt, auf die klanglichen Eigenschaften soll diese Beschichtung allerdings keine negativen Auswirkungen haben.

Laut Liquipel sollen sich mit der Nanobeschichtung sogar Digitalkameras wasserdicht beschichten lassen. Auch in diese Geräte kann nach der Beschichtung zwar weiterhin Flüssigkeit eindringen, dieses schadet der Elektronik allerdings nicht mehr. Einschränkungen gibt es dennoch: Für Taucher und generell längere Aufenthalte im Wasser eignet sich die Beschichtung nicht. Die Nanobeschichtung lässt ein derart beschichtetes Smartphone allerdings bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe überstehen. Und für die gängigen Haushaltsunfälle reicht die Technik auch aus – nach dem unfreiwilligen Bad sollte das Geräte allerdings dennoch getrocknet werden.

Bislang bietet Liquipel seine Dienste nur in den USA an. Dort können zu beschichtende Smartphones an das Unternehmen geschickt werden, wo das Gerät für 59 US-Dollar wasserfest gemacht wird. In Zukunft soll der Dienst eventuell auch außerhalb der USA angeboten werden. Liquipel arbeitet aber an einer Zusammenarbeit mit Geräteherstellern, so dass neue Smartphones, Kameras und MP3-Player eventuell bald serienmäßig und mit einem nur geringen Aufpreis wasserfest angeboten werden könnten.

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