Razer Carcharias Headset mit 3,5mm klinke Stecker

Das Anfang des Jahres 2009 in den Handel gekommene Razer Carcharias Headset ist mittlerweile bereits durch einige Tests unabhängiger Magazine gewandert und hat dort mit beachtlichem Erfolg abgeschnitten. Exemplarisch erwähnt sei an dieser Stelle lediglich, dass die “ComputerBild Spiele” das Modell mit keiner geringeren Ehrung als derjenigen des “Testsiegers” gekürt hat. Ob dies zu Recht erfolgt ist, soll die folgende Beschreibung der Features des Headsets zu klären versuchen.

Das Tragegefühl
Setzt man sich das Razer Carcharias Headset auf den Kopf, so fühlt man seine Ohren nahezu umschmeichelt. Die stattliche und sehr weiche Polsterung der Hörmuscheln kann nur als absolut vorbildlich bezeichnet werden; hier spannt nichts, hier kneift nichts, hier gibt es keinen unnötigen Druck. Dies maßgeblich aus dem Grund, weil das Carcharias Headset mit kommodem Velours ausgepolstert ist und die großen Muscheln das Ohr in seiner Gänze umfassen, anstatt etwa auf den Ohrmuscheln direkt aufzuliegen. Ein wenig ambivalent ist der Kopfbügel des Hörers zu betrachten. Denn er sitzt, mutmaßlich um seinen Teil zum hohen Tragekomfort beizusteuern, sehr locker. Gehalten wird er nur über den Bügel, nicht aber von den Ohren des Spielers selbst. Deshalb kann es geschehen, dass im Eifer des Gefechtes, beispielsweise bei einer erschreckten Regung angesichts einer plötzlichen Feindattacke, der Hörer ein wenig von seiner Stelle rutscht. Dies jedoch vor allem dann, wenn die Kopfform des Gamers eher schmal beschaffen ist; wessen Oberstübchen eher in die Breite tendiert, wird insoweit keinerlei Malheur vermelden.

Razer Carcharias Headset

Razer Carcharias Headset

Die Akustik
Eingefleischte Bass-Puristen werden mit dem Razer Carcharias Headset nicht den Zenit ihrer Traumvorstellungen erreicht haben. Dies ist jedoch kein Indiz für einen negativen Sound der Hörer, ganz im Gegenteil. Durch die etwas moderater ausgeprägten Bässe entsteht insgesamt ein ausgewogenes Klangbild, in dem die Höhen und ebenso die mittleren Töne zu einer adäquaten Geltung gelangen und nicht das gesamte akustische Spektrum durch den Bass übermäßig dominiert wird. Im Übrigen klingen die Bässe durchaus sauber strukturiert und nicht indifferent verwaschen; hier galt insoweit in der Tat eher das Motto “Klasse statt Masse”. Bei den hohen Tönen gilt einerseits zu verzeichnen, dass Verzerrungen und Quietschen erfreulicherweise weitestgehend ausbleiben; andererseits ist das Darstellungsspektrum hier – ebenso wie bei den Bässen – nicht restlos ausgebildet. Somit werden sowohl die tiefsten Bässe auch auch die höchsten Höhen nach den Maßstäben eines Perfektionisten nicht gänzlich ausgereift sein.

Die Fernbedienung
Die integrierte Fernbedienung befindet sich weit unten am Kabel des Razer Carcharias Headset, was sie mitunter nicht allzu flink zur Hand sein lässt. Erfreulicherweise hat der Hersteller dieses Problem offenbar bedacht und auf indirekte Weise zu lösen versucht. Denn es befindet sich ein Clip an der Bedienung, die eine Montage an der Kleidung (z.B. auf Bauchhöhe) erlaubt und die beiden zentralen Schaltelemente stets zugänglich halten. Bei diesen handelt es sich zum einen um einen Schieberegler, mit dem sich das Mikrofon ausschalten lässt. In diesem Zusammenhang sei übrigens erwähnt, dass dessen Sprachübermittlung klar und deutlich ausfällt und keine Ansatzpunkte für Kritik bietet. Zum anderen ist ein praktischer Drehregler an der Fernbedienung angebracht, über den sich die Lautstärke in feinen Abstufungen bis auf den gewünschten Level regulieren lässt.

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