SanDisk investiert in SSD-Caching

SSDs gelten schon lange nicht mehr als Geheimtipp, wenn es darum geht, den Computer zu beschleunigen. Dank SSD-Caching lässt sich auch die Kapazität einer Festplatte in Verbindung mit einer SSD nutzen. Der Speicherspezialist SanDisk setzt große Hoffnungen in SSD-Caching und hat aus diesem Grund den Hersteller Flashsoft übernommen.

SanDisk investiert in SSD-Caching

SanDisk investiert in SSD-Caching

Bislang galt SanDisk als eher unauffälliger Hersteller im SSD-Bereich. Mit der Übernahme des kalifornischen Software-Herstellers Flashsoft möchte SanDisk nun aber seine Kompetenzen in den Bereich SSD-Caching verlagern.

Bei SSD-Caching wird eine schnelle SSD zusammen mit einer herkömmlichen Festplatte eingesetzt. Eine Software sorgt nun dafür, dass oft benötigte Daten bevorzugt auf der SSD gespeichert werden. Nach einiger „Übungszeit“ für die Software, in der das Programm erkennt, welche Dateien besonders oft genutzt werden, fühlt sich ein so ausgestatteter Rechner fast so schnell an, als würde er ausschließlich von SSD starten. SSD-Caching umgeht dabei Probleme, die viele Anwender aufgrund des vergleichsweise geringen Speicherplatzes einer SSD haben – angezeigt wird immer die Kapazität der meist deutlich größeren Festplatte, von der SSD bemerkt der Anwender nichts mehr. Außer der gesteigerten Geschwindigkeit selbstverständlich. Intel nutzt SSD-Caching beispielsweise auf aktuellen Mainboards mit dem Z68-Chipsatz.

Die von Flashsoft produzierte Software Flashsoft SE arbeitet nicht nur mit den im Privatbereich gängigen SATA-SSDs sondern auch mit SAS-(Serial-Attached-SCSI) und PCI-Express-Laufwerken sowie mit mSATA-SSDs, die sich allerdings auch wie klassische SATA-Laufwerke verhalten, aber in einer deutlich schmaleren Bauform produziert werden. Die Caching-Lösung möchte SanDisk nun vorerst mit der hauseigenen SAS-SSD Lightning verkaufen – dabei handelt es sich allerdings um Server-Modelle für professionelle Anwender.

Für Privatanwender interessant ist die Software ExpressCache, die SanDisk sowohl einzeln als auch zusammen mit mSATA-SSDs für Ultrabooks ausliefern möchte. Die X100-SSDs sollen dabei sowohl für die SATA-Schnittstelle als auch für die kleine mSATA-Schnittstelle produziert und in Kapazitäten von 32 bis 512 Gigabyte angeboten werden. Allerdings sollen die X100 primär für OEM-Hersteller zum Einbau in neue Ultrabooks vorgesehen sein.

Endkunden sollen laut SanDisk SSDs der Extreme-Serie erwerben. Diese Laufwerke kommen im klassischen 2,5-Zoll-Format und werden mit 120 und 240 Gigabyte angeboten. Die Extreme setzt auf den beliebten Controllerchips Sandforce SF-2281 und überträgt bis zu 550 Megabyte pro Sekunde (lesend) respektive 520 Megabyte pro Sekunde (schreibend). Die 120-Gigabyte-SSD soll für 190 US-Dollar, das Modell mit 240 Gigabyte für 400 US-Dollar angeboten werden.

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