Thunderbolt-Schnittstelle: Schnelle Schnittstellen für iOS-Geräte

Eventuell plant Apple den Einsatz der schnellen Thunderbolt-Schnittstelle auch an iOS-Geräten wie dem iPad und dem iPhone. Damit wäre eine deutlich schnellere Datenübertragung als mit USB-Schnittstellen möglich.

Thunderbolt-Schnittstelle: Schnelle Schnittstellen für iOS-Geräte

Thunderbolt-Schnittstelle: Schnelle Schnittstellen für iOS-Geräte

Bislang ist Apple der einzige nennenswerte Hersteller, der serienmäßig Thunderbolt-Schnittstellen an vielen neuen Geräten einsetzt. Dabei eignet sich die von Intel entwickelte Schnittstelle ideal zur Übertragung größerer Datenmengen und sogar zum Anschluss von Bildschirmen. Um die Verbreitung von Thunderbolt voranzutreiben, könnte Apple laut Patently Apple auch bei iOS-Geräten zu Thunderbolt greifen.

Patently Apple ist ein von Apple eingereichtes Patent aufgefallen, bei des um die Datenübertragung mittles Thunderbolt zwischen einem tragbaren Medienplayer und einem Computer geht. Tragbare Medienplayer von Apple – dabei dürfte es sich um iPod Touch, iPhone und iPad handeln. Bislang sorgt die USB-2.0-Schnittstelle für Datenübertragungen zum PC oder iMac und dient auch zum Aufladen der Akkus.

Doch USB 2.0 hat einige Nachteile gegenüber Thunderbolt. So liegt die Übertragungsrate von USB 2.0 bei theoretischen 480 Megabit pro Sekunde – Thunderbolt überträgt bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Und auch das Aufladen der Akkus könnte mit Thunderbolt schneller vonstatten gehen als per USB. Apple hat zudem eine Mini-Displayport-Buchse als Thunderbolt-Stecker etabliert, die Schnittstelle liefert neben den reinen Daten auch gleich den Videostrom zum Monitor oder zum Fernseher.

Allerdings sind eben diese Stecker noch recht groß, Apple müsste zumindest eine Anschlussseite massiv verkleinern um Thunderbolt erfolgreich auch in extrem flachen Geräten einsetzen zu können. Problematisch dabei ist allerdings, dass im Thunderbolt-Kabel einiges an Elektronik steckt, ohne die die Schnittstelle nicht funktionsfähig ist – einfach verkleinern lässt sich der Thunderbolt-Stecker daher nur schwer. Zudem sind entsprechende Anschlusskabel noch relativ teuer – und werden es aufgrund der im Kabel verbauten Elektronik vorerst auch bleiben. Der aktuelle Mangel an Peripheriegeräten für Thunderbolt dürfte hingegen der Vergangenheit angehören, wenn ein iPhone oder ein iPad serienmäßig mit Thunderbolt ausgestattet wird.

Auch in der Windows-Welt soll Thunderbird in diesem Jahr durchstarten. Asus und Acer haben bereits angekündigt, Notebooks mit einer entsprechenden Schnittstelle zu produzieren. Sony ist bereits seit einem halben Jahr mit einem Notebook auf dem Markt, das die Thunderbold-Schnittstelle zum Anschluss einer Dockingstation mit integrierter Grafikeinheit nutzt. Allerdings verwendet Sony ein proprietäres Kabel, so dass sich ausschließlich die von Sony vorgesehene Hardware daran betreiben lässt.

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