Will Apple das Schulbuch neu erfinden?

Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Apple noch im Januar zur einer Informationsveranstaltung nach New York einladen wolle. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Apple dabei eine Ankündigung im Bereich des Bildungswesens machen möchte. Möchte Apple mit iPad und iPhone das Schulsystem neu ordnen?

Will Apple das Schulbuch neu erfinden?

Will Apple das Schulbuch neu erfinden?

Bereits am 19. Januar 2012 soll im renommierten New Yorker Guggenheim Museum eine Apple-Veranstaltung stattfinden, bei der es laut Apple ein „education announcement“, eine Ankündigung im Bildungswesen also, geben soll. Nähere Informationen gibt das Unternehmen nicht bekannt, Apple ist bekannt für seine eiserne Verschwiegenheit in Bezug auf Neuankündigungen.

Wobei es sich bei der Veranstaltung genau handeln werden, ist also nicht bekannt. Aber es darf gemutmaßt werden. In den USA ist Apple schon seit geraumer Zeit sehr bestrebt, in Universitäten und Schulen genutzt zu werden. So gibt es für Bildungseinrichtungen spezielle Rabattprogramme und die Quote an Apple-Rechnern in Schulen und Universitäten ist überdurchschnittlich hoch. Auch das iPad erfreut sich unter Studenten großer Beliebtheit – spart das Tablet doch viel Platz und Gewicht. Mit iTunes U bietet Apple zudem eine Software zur Verteilung von Schultexten. Denkbar wäre ebenfalls eine Ankündigung einer Schulsoftware. Da vor allem das iPad bereits rege als eBook-Reader genutzt wird, wäre auch eine wirkliche Revolution im Bildungssystem denkbar – sollte Apple planen, Schulbücher und Lehrinhalte im großen Stile zu vertreiben und würde Apple in diesem Zusammenhang auf die enge Zusammenarbeit mit den Behörden und Bildungseinrichtungen hinarbeiten, könnte das Unternehmen tatsächlich das klassische Schulbuch überflüssig machen. Vorteile hätten elektronische Lehrbücher jedenfalls für alle Beteiligten: Inhalte wären stets aktuell und können online mit Updates versorgt werden – das Ende der veralteten Schulbücher wäre eingeläutet. Schüler würden keine Schulbücher mehr transportieren müssen, schwere Schultaschen sind auch hierzulande schon länger in der Kritik. Mit den Büchern auf dem Tablet würde ein Schüler nur noch Stifte und Papier für handschriftliche Arbeiten transportieren müssen. Zudem könnten Schulbücher durch den digitalen Vertrieb deutlich preiswerter angeboten werden, da das kostenintensive Drucken und Verschicken entfallen würde. „Lehr-Abos“ wären ebenfalls denkbar – für die gesamte Schulzeit könnten Schüler so das Anrecht auf immer aktuelle Bücher erhalten. Gerüchten zufolge plant Apple zumindest in den USA kostenlose Schulbücher um die für Schulmaterialien nötige Zulassung einiger Bundesstaaten zu umgehen. Die Veranstaltung in New York soll schon seit längerer Zeit geplant und vorbereitet worden sein – ursprünglich unter der Führung des zwischenzeitlich verstorbenen Steve Jobs.

Eines steht jedenfalls fest, eine größere Hardwareankündigung wird Apple am 19. Januar nicht machen. Somit müssen Freunde des iPhone 5 oder des iPad 3 noch länger auf neue Geräte warten.

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