ICQ / AOL Instant Messenger

AOL erkaufte sich seinen Zugang zum Instant Messaging, dem von Software unterstützten Chat von Computer zu Computer, durch den Kauf der israelischen Firma ICQ. Die Marke ICQ blieb jedoch bestehen und wurde durch die Software AOL Instant Messenger ergänzt. Zur Nutzung dieser benötigt man lediglich eine AOL Emailadresse, die gleichzeitig auch als Benutzername dient. Nach dem Einloggen kann man sich mit seinen AOL Buddys, den Freunden, die man über eine Suchfunktion ermitteln und dann einladen kann, unterhalten.

Eine Sprachfunktion ist bis dato nicht vorhanden. Es werden lediglich reine Chatdienste, die durch so genanntes Videochatting unterstützt werden, angeboten. Durch die gemeinsamen Wurzeln ist das AOL Instant Messaging zu ICQ kompatibel, sprich man kann über seinen AOL Instant Messenger auch mit ICQ Nutzern kommunizieren. Die eigentliche Software ist, wie ihre Nutzung, kostenlos, wird jedoch mit Werbeeinblendungen finanziert. Installieren lässt sich das Produkt auf allen Microsoft Betriebssystemen ab Windows 98.

Zum kostenlosen ICQ Download gehts hier.

Das Programm mit der Blume, ICQ, stellte die Grundidee des Instant Messaging vor. Bereits im Jahre 1996 gegründet, wurde ICQ später von AOL aufgekauft. Die Software von ICQ ist ebenfalls kostenlos über die Homepage zu beziehen und wird in diversen Sprachen angeboten. Dies ermöglichte es ICQ, neben dem frühen Markteintritt und dem Vorsprung vor anderen Anbietern, eine hohe Marktdurchdringung zu erreichen, die bis heute noch spürbar ist. Der Nutzer von ICQ kann seinen Onlinestatus selbst bestimmen. So besteht z.B. die Möglichkeit sich als "inkognito" zu definieren. Ist diese Einstellung gewählt, sieht man zwar selbst den Onlinestatus seiner Freunde, wird aber als offline angezeigt. Des weiteren kann die Meldung "nicht verfügbar" eingeblendet werden, die durch eine selbst gewählte (z.B. bitte nicht stören) oder vom System vorgegebene Nachricht unterstützt wird. Kürzere Zeiten der Abwesenheit können durch das Pendant "abwesend" gekennzeichnet werden. Auch hier kann eine Message eingegeben werden. Der normale Status ist "verfügbar / verbinden". ICQ finanziert sich ebenfalls durch Werbebanner, was von manchen Nutzern als störend empfunden wird. Ebenfalls als störend, ja nervend, kann man die Töne zum Start der Software und für Ereignismeldungen betrachten. Die Deaktivierung der selbigen benötigt nicht unerheblich viel Zeit. Die von ICQ vorgegebenen Statusmeldungen können auch um eigene Meldungen erweitert werden, was die Software wieder benutzerfreundlicher macht.

Die so genannten Buddylisten sind sortierbar, sprich die Usabilty wird durch die individuelle Untergliederung erhöht. Telefoniefunktionen sind, in Form eines SMS Gateways, der Möglichkeit Push-to-Talk Nachrichten an Freunde zu schicken und eines rudimentären Voip Clients ebenfalls vorhanden. Letzterer lässt aber die Möglichkeit einer eigenen Festnetznummer, über die man selbst für andere erreichbar ist, vermissen, kann also als Sackgasse betrachtet werden. Wie auch das "Partnerprogramm" aus dem Hause AOL setzt die ICQ Software ein Betriebssystem aus Redmond als Basis voraus. Was für die Verwendung von ICQ spricht, ist die Möglichkeit einen web basierten Chatclient zu nutzen, der z.B. in einem Internetcafé zur Verwendung kommen kann. Über eine spezielle Homepage gibt man seine Zugangsdaten ein und kann zumindest die Chatfunktionen uneingeschränkt nutzen.