Neiru: Musik-Keyboard mit Android-Unterstützung

Digitale Musikproduktion – so mancher denkt dabei an große Rechner, Mischpulte, teure Keyboards. Doch seitdem Hobbybands auch mit Apples Garage Band auf dem iPad erfolgreich herumspielen, treten Tablets immer mehr in das Blickfeld der Musiker. Eine eher ungewöhnliche Lösung bietet Misielu mit dem Neiru.

Tablets mit angebauter Tastatur nennt man im Allgemeinen „Netbook“. Wenn die Tastatur aber ein Keyboard ist, dann wird daraus ein vollwertiges Musikinstrument. Und tatsächlich lässt sich das Neiru als solches nutzen, bietet aber den Vorteil der Internetkonnektivität, der Erweiterbarkeit um Apps, ein Touchdisplay und die Möglichkeit, aufgenommene Musikstücke sofort per Internet zu versenden. Unter dem Breitbild-Touchdisplay befindet sich ein MIDI-Keyboard mit 25 anschlagdynamischen Tasten, mit dem sich wie gewohnt Musik einspielen lässt.

Neiru: Musik-Keyboard mit Android-Unterstützung

Neiru: Musik-Keyboard mit Android-Unterstützung Bild:Neiru

Das Touchdisplay bietet allerdings nicht nur schnöde Android-Apps sondern auch spezielle Musikprogramme. Der für seine iOS-Apps bekannte Hersteller Retronyms hat bereits angekündigt, für das Neiru eine Reihe von Lernprogrammen und Produktionstools zu veröffentlichen. Da Neiru auf Android basiert, können aber auch beliebige andere Entwickler Programme für das Keyboard entwickeln.

Neiru ist aber mehr als nur ein Android-Tablet mit einem eingebauten Musik-Keyboard. Im Inneren des Gerätes steckt hochwertige Musikhardware wie der Yamaha Audio Engine NSX-1 Soundchip. Damit bietet das Neiru nicht nur eine große Anzahl realistisch klingender Klangeffekte und Instrumentensets, es soll auch mit einer Vielzahl sinnvoller Anschlüsse ausgeliefert werden. Geplant sind zwei MIDI-Ports, zwei USB-Anschlüsse, Audio In- und Out via Cinch, HDMI und ein SD-Kartenschacht.

Bislang existieren von Neiru allerdings nur Renderbilder und technische Daten. Miselu sucht noch nach Produktionspartnern und Investoren, um Neiru tatsächlich real werden zu lassen. Ein interessanter Ansatz dürfte das vernetzte Keyboard auf jeden Fall sein – und wenn es nur als Lernhilfe für angehende Tastenvirtuosen genutzt wird.

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