Viren, Würmer und Trojaner

Die Zahl derer, die versuchen unerlaubt in fremde Netze einzudringen wächst, ihre Aktivität offensichtlich auch. So vergeht kein Tag, an dem nicht eine Vielzahl neuer Viren, Würmer und Trojaner im Internet auftaucht. Dabei agiert ein Computervirus im Grunde tatsächlich nach dem gleichen Prinzip wie ein lebender biologischer Virus. Ein Computervirus ist ein kleines sich selbst vermehrendes Programm. Dazu nistet es sich in fremde Programme ein und sorgt bei jedem Programmstart für eine weitere Ausbreitung des Virus, bis letztlich alle Programme im Speicherbereich infiziert sind. Ein Virus-Programm hat meist mehrere implementierte Funktionen. Neben der Funktion der Vermehrung ist dies zum Beispiel der sogenannte Schadteil, der Daten löschen oder ändern kann und ein Bedingungsteil, der die Schadfunktionen nach bestimmten, festgelegten Bedingungen startet. So können zum Beispiel jeden Morgen um 6 Uhr alle Text-Dokumente gelöscht werden.

Zusätzlich versucht das Virus über eine spezielle Tarnfunktion seine Entdeckung zu verhindern. Zugang zu fremden Rechnern erhält ein Virus meist als Anhang einer E-Mail. Sogenannte Makroviren werden über ein infiziertes Dokument weitergegeben. Wenn der Anwender ein solches Dokument öffnet, wird das Makro darin ausgeführt und kann so weitere Dateien befallen.

Würmer sind den Viren grundsätzlich sehr ähnlich, allerdings benötigen sie kein "Wirtsprogramm", für die Verbreitung. Der Hauptverbreitungsweg stellt auch für Würmer der E-Mail-Verkehr dar. Daneben nutzen sie aber auch bestehende Sicherheitslücken des Browsers oder des Betriebssystems aus, um sich auf dem fremden Computer einzunisten.

Anders als Viren und Würmer, die sich selbstständig auf fremden Rechnern verbreiten, sind die sogenannten Trojaner auf die Mithilfe des Nutzers angewiesen, um sich zu verbreiten. Trojaner sind in anderen Programmen versteckt, die dem Nutzer hilfreiche Funktion versprechen und die er selbst installiert. Die Gefährlichkeit solcher Trojaner liegt darin, dass sie heimlich Passwörter auf dem fremden Computer ausspähen und unbemerkt eine "Hintertür" öffnen, durch die über das Internet auf den befallenen Rechner zugegriffen werden kann. Die Verbreitung funktioniert zum Beispiel über eine Weitergabe des befallenen Programms durch den Anwender.