Telefon-zu-Telefon
Nachdem zuerst mittels Softphones die Anwendung PC-zu-PC 1995 ermöglicht wurde, folgten etwa 1996/1997 die ersten VoIP-Gateways auf dem Markt. Damit wurde PC-zu-Telefon und umgekehrt möglich, weil die Gateways vom Internet aus einen Netzübergang ins Festnetz bzw. Mobilfunknetz schafften.
So lag es nahe einfach zwei VoIP-Gateways einzusetzen und damit die Anwendung Telefon-zu-Telefon über das Internet zu ermöglichen. Mit Telefon ist hier ein Anschluss im öffentlichen Netz gemeint.
Große Unternehmen mit teils international verteilten Standorten nutzten diese Möglichkeit für einen so genannten "Toll-Bypass". In den späten 90er Jahren waren nämlich noch viele nationalen Märkte nicht dereguliert und so waren Ferngespräche und internationale Gespräche relativ teuer. Die Umleitung dieser Gespräche auf das eigene Intranet mittels zweier VoIP-Gateways oder gar über das Internet sollte hier zu Einsparungen für die Unternehmen führen.
Die ersten VoIP-Gateways setzten sowohl die Sprachdaten von leitungsvermittelte TDM-Technik in paketorientierte IP-Technik um als auch die Signalisierung für den Verbindungsauf- und -abbau. Später wurde insbesondere im Carrier-Bereich diese Funktionalität aufgeteilt und in Media Gateways für die Sprachdaten und Signaling Gateways für die Signalisierungsinformation gesplittet. Dabei kommen Softswitches zum Einsatz, die die Gateways dann steuern können. Soweit zur Technischen Umsetzung, für den Endanwender ändert sich aber nichts und er merkt auch kaum, dass er übers Internet anstelle des Festnetzes telefoniert.
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