Die Geschichte von VoIP 1999

Im Bereich der Standardisierung schaltete sich nun auch die Internet Engineering Task Force (IETF) mit der Entwicklung des Session Initiation Protocols (SIP, RFC 2543) ein. Damit war für die reine Signalisierung von Voice over IP eine Konkurrenz zu H.323 von der ITU-T geschaffen und fortan analysierten und diskutierten die Berater, welches Protokoll wohl den Ziegeszug antreten wird bzw. geeigneter ist, wenngleich bisherige Produkte ausschließlich auf H.323 basierten.

Das allgemeine Interesse an Voice over IP begann allerdings zu schmelzen, traten durch die vielen Analysen doch auch erste Ernüchterungen auf. So fand in Deutschland zum 1. Januar 1998 die Liberalisierung und Deregulierung des TK-Marktes statt und die Preise für die Verbindungsminuten begannen zu schrumpfen. Damit war das Einsparpotential durch Voice over IP natürlich am schmelzen. Ebenso ist eine Komplettlösung im Unternehmen nur eine verteilte Lösung über das Datennetz hinweg, so dass viele Komponenten involviert sind und darüber die Verfügbarkeit im Vergleich zu einer reinen TK-Anlage natürlich durch LAN-Telefonie sinkt. Von 99,99% konnte man nur träumen und so wurden die TK-Anlagen noch nicht auf breiter Front abgelöst.