Installation Telefonie-Server



Der Telefonie-Server ist die zentrale Verwaltungsstelle dieser software-basierenden Lösung, wobei jener an bestimmte Hardware-Voraussetzungen gebunden ist. Mittels des Telefonie-Servers wird die Verbindung und die daraus folgende Kommunikation der einzelnen Telefonie-Clients realisiert, wobei die Clients über den Server konfiguriert werden können. Dieser wird als Gateway eingerichtet und stellt somit die Schnittstelle zwischen lokalem Netzwerk und dem öffentlichen Telefonnetz dar.

Installation
Für die Installation der Telefonie-Software Hello World ist sowie für den Server als auch für den Client jeweils eine separate Installations-CD im Software-Lieferumfang enthalten. Beim Start der Installation erfolgt eine Sprachauswahl, wobei die Hello World Software neben Deutsch zudem die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch unterstützt. Die Installation der Server-Software erfolgt über eine einfach strukturierte Standardinstallation. Der Speicherbedarf der Software wird mit 20 MB angegeben ( Mioco ), wobei im realisierten Beispiel ein Gesamtspeicher von 15,45 MB benötigt wurde. Weitere Systemvoraussetzungen und Funktionen der Hello World Software wird im Anhang E - Mioco Hello World veranschaulicht.

Konfiguration
Bei der Konfiguration des Telefonie-Servers sind zwei Aspekte zu betrachten, wobei es sich zum Einen um eine allgemeine Konfiguration der Hardware ( AVM - ISDN Controller C4 ), zum Anderen die Konfiguration der Hello World Server Software an sich handelt. Dem eingesetzten ISDN-Controller ( genaue Angaben zum Controller sind im Anhang D - Produktbeschreibung AVM C4 nachlesbar ) stehen 4 Kommunikations-Ports zur Verfügung, welche jeweils mit einem S0-Anschluss verbunden werden können. Da ein S0-Anschluss zwei Kommunikationskanäle parallel ( zeitgleich ) bereitstellen kann, wären mittels diesem ISDN Controller bis zu 8 Kommunikationskanäle gleichzeitig nutzbar. Den einzelnen Kommunikations-Ports können verschiedene Funktionalitäten, bei denen es sich um Mehrgeräte- bzw. Anlagenanschluss oder Festverbindung handelt, zugewiesen werden.

Für die Realisierung der Testumgebung wird in diesem Fall die Funktionalität des Mehrgeräteanschlusses eingesetzt, da für diese ein ISDN-Konfort-Anschluss und 3 Mehrfachrufnummern ( MSN ) eingesetzt werden. Die 3 MSNs werden dem Kommunikations-Port 1 zugewiesen.

Bei der Verwirklichung der IP-Telefonie im gesamten Unternehmensbereich von Mustermann wird anstatt der Mehrgeräteanschluss-Funktionalität die Analagenanschluss-Funktionalität eingesetzt, da hierfür die 4 S0-Anschlüsse, welche an die vorhandenen TK-Anlage angeschlossen sind, vom Telefonie-Server übernommen werden. Somit würde der Telefonie-Server die gesamten Funktionen der vorhandenen TK-Anlage übernehmen. Die Konfiguration der Hello World Server-Software erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche,

Die Server-Software an sich ist mittels eines Zugangspassworts geschützt, um somit nur befugten Administratoren die Konfiguration der Telefonie-Software zu ermöglichen. So kann der Administrator grundlegende Server-Software Einstellungen treffen, wie z.B. das Anlegen einer IP-Adressen Liste der befugten Telefonie-Clients ( mit festen IP-Adressen ). Hierbei sollte auch die IP-Adresse 0.0.0.0 aufgenommen werden, denn diese ist für die Direktkommunikation zwischen den Clients zuständig. Mittels dieser Einstellungsmaske kann zudem die Paketgröße für die Kommunikationspakete festgelegt werden.

Mit einer weiteren Grundeinstellung der Telefonie-Software kann die Telefonnummernzuweisung verwirklicht werden. In diesem Fall wird der Telefonnummernstamm ( 123-0 ) und die internen Nummervergabe konfiguriert ( Länge 2 à 97, 98, 99 ).

Nach Abschluss dieser Grundeinstellungen sind die 3 verwendeten Telefonnummern ab diesem Zeitpunkt vom öffentlichen Telefonnetz aus erreichbar. Somit müssen diese den einzelnen Telefonie-Clients zugewiesen werden, wobei diese Clients mittels der Software zum Einen eine netzinterne Rufnummer und zum Anderen einen "externen" Telefonanschluss ( Durchwahlnummer ) zugewiesen bekommen. Diese Zuweisung und weitere Clientseinstellungen werden am Server mittels einer Einstellmaske für den jeweiligen Client vorgenommen.

3.5.2.2. Client