VoIP Voraussetzungen
Nachdem klar ist, was VoIP nun ist, stellt sich bei
Privatanwendern als nächstes die Frage, was man eigentlich alles braucht, um VoIP nutzen zu können.
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Es gibt vier Möglichkeiten, VoIP zuhause zu nutzen. Dazu zählt
In Unternehmen sind die vier gegebenen Möglichkeiten grundsätzlich nicht anders, es kommen nur
andere Software und Hardware auch von anderen Herstellern zum Einsatz und anstelle DSL oder Kabelmodem
gibt es ein lokales Netzwerk mit zentraler Anbindung, z.B. über Mietleitungen, ans Internet. Aber
kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stützen sich häufig auch auf die im Folgenden beschriebene
Technik, die eigentlich für Privatanwender gedacht ist.
VoIP mittels PC
Um einfach nur mit einem PC über das Internet zu telefonieren, ordert man am besten
einen Breitbandanschluss ins Internet, wie DSL oder Kabelmodem. VoIP benötigt nämlich unkomprimiert
ca. 87 kbit/s an Bandbreite und dazu reicht ein Wählanschluss über Modem (56 kbit/s) oder ISDN
(64 kbit/s) einfach nicht aus. Zudem gibt es keine Flatrates für Wählverbindungen ins Internet,
so dass bei einer Einwahl pro Minute Gebühren anfallen. So gesehen könnte man ohnehin nie
"kostenlos" übers Internet telefonieren. Zu guter Letzt ist unser PC von außen nur dann erreichbar,
wenn er auch online ist und genau das ist durch die hohen Einwahlkosten über Modem oder ISDN oft immer
nur zeitweise der Fall. Es macht also fast nur mit einem Breitbandanschluss Sinn mittels VoIP zu
telefonieren. Je nach Bandbreite eines DSL-Anschlusses können dann aber bis zu 6 Gespräche gleichzeitig
geführt werden.
Wenn der PC über einen Breitbandanschluss ans Internet angebunden wurde, benötigt man als nächstes eine geeignete
Software zum Telefonieren. Diese wird auch Softphone genannt und ist in verschiedenen Ausführungen auch als
Freeware frei im Internet erhältlich. Beispiele solcher Freeware unter Windows sind
Express Talk,
Phoner Lite
oder X-Lite.
Als nächstes benötigt man Sprechzeug. Im einfachsten Falle könnte man die Lautsprecherboxen
am PC heranziehen und ein Mikrofon dazu kaufen, allerdings gibt es dabei öfters Rückkopplungen vom
Lautsprecher ins Mikrofone, so dass ein Headset weit aus besser und komfortabler ist. Headsets
beginnen ab ca. 10 Euro, wobei wirklich gute so um die 25-30 Euro kosten. Auch ist ein USB-Handset
denkbar, also ein Hörer, den man am USB-Anschluss des PCs einstöpselt und darüber dann telefoniert.
Als letztes braucht man noch einen VoIP Anbieter, dessen Netz wir dann zum Telefonieren nutzen.
Hier gibt es in Deutschland mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern mit unterschiedlichen Tarifen,
sehr bekannt und auch der erste Anbieter in Deutschland ist Sipgate aus Düsseldorf (seit Januar 2004).
Eine recht vollständige Übersicht der deutschen Anbieter
finden Sie hier.
Zusammenfassung:
VoIP mittels analogem Telefon
Das bereits gesagte über einen Breitbandanschluss ins Internet trifft auch bei der gewünschten Nutzung von analogen,
bereits vorhandenen Telefonen zu. Auch brauchen wir im Endeffekt wieder einen Account bei einem VoIP Anbieter, über
dessen Netz wir telefonieren wollen. Allerdings ist bei dieser Variante ein PC nicht vonnöten und es kann auch bei
ausgeschaltetem PC telefoniert werden.
Um analoge Telefone nutzen zu können, braucht man einen so genannten analogen Telefonadapter (kurz ATA).
Dieser bietet auf der einen Seite Anschluss für das Telefon, auf der anderen Seite eine Verbindungsmöglichkeit
zu beispielsweise einem DSL-Modem. Die digitalen, paketorientierten Daten aus dem Internet werden dann vom ATA
mit integriertem NAT-Router in analoge Signale für das Telefon umgewandelt und umgekehrt. Analoge Telefonadapter
gibt es ab etwa 60 Euro; gängige
Modelle finden Sie hier.
Zusammenfassung:
VoIP mittels IP Telefon
Es lässt sich eigentlich nur wiederholen: Breitbandanschluss und ein Konto bei einem VoIP Anbieter werden
immer benötigt. Anstelle eines ATAs und analogem Telefon können Sie auch ein VoIP-fähiges IP-Telefon einsetzen.
Dieses wird dann einfach an einen freien LAN-Port eines NAT-Routers (z.B. FRITZ!Box von AVM) angeschlossen,
über den ins Internet gesurft wird. Das IP-Telefon stellt dann eine ganze Reihe von Leistungsmerkmalen bereit
und wird meist über einen Webbrowser vom PC aus konfiguriert. IP-Telefone beginnen ab etwa 160 Euro.
Zusammenfassung:
VoIP mittels WiFi Telefon
VoIP über ein WiFi Telefon (oder auch WLAN-Handy) ist im Gegensatz zu den drei vorhergehenden Varianten nicht
ortsgebunden. Man könnte zum Beispiel mit dem WiFi Telefon und seinem Account bei einem VoIP Anbieter an
einem öffentlichen Hotspot, von denen es mehr als 8.300 in Cafés, Bars, Bahnhöfen, Flughäfen usw. in Deutschland
gibt, bequem übers Internet telefonieren. Alternativ und für zuhause bräuchte man aber einen WLAN-Router
(Access Point, AP) am DSL-Anschluss, dann ginge das schnurlos zuhause auch. Ein paar WiFi Telefone finden
Sie hier.
Zusammenfassung:
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