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Android

Ein Blick in die vollen Mobilfunkläden, die Werbeanzeigen und Technologierubriken der Magazine offenbart es: Die Entwicklung im Bereich der mobilen Kommunikation hat endlich ihren Dornröschenschlaf beendet. Es ist nach Jahren technologischen Stillstands erneut Bewegung im Markt, es wird wieder über Handys gesprochen. Der – äußerst medienwirksam inszenierte – Prinz an Dornröschens Bett: Apples iPhone.

Mit der Einführung des die Onlinenutzung geradezu herausfordernden iPhones rückt dabei besonders der Bereich der mobilen Datendienste in den Blickpunkt. Bedenkt man den starken Preisverfall der letzten Jahre im Bereich der Mobiltelefonie – Stichwort Handyflatrates – ist das aus Sicht der Mobilfunkanbieter auch dringend notwendig.

Mit den angebotenen Datendiensten und einer großen Vielfalt an sogenannten Smartphones versuchen sie nun, auch Privatkunden zu erreichen und so ihre mit enorm hohen Investitionen aufgebaute Infrastruktur – hier sei das bereits als Milliardengrab verspottete UMTS erwähnt – endlich gewinnbringend zu nutzen. Denn die Akten- und Hemdtaschen von vielen Geschäftsleuten sind zwar bereits gut mit Business-Handys, Smartphones und Blackberries gefüllt, für den großen Teil der Privatkunden war der mobile Internetzugang allerdings bisher einfach zu teuer und zu unattraktiv.
Bei Smartphone-Gerätepreisen von mehr als 500 Euro, teilweise sehr kleinen Displays, umständlicher Bedienung, geringer Übertragungsgeschwindigkeit, hohen Übertragungskosten sowie einem nicht flächendeckenden Netzausbau ist das natürlich wenig verwunderlich.

Mittlerweile gibt es aber von jedem Mobilfunkanbieter auch für Privatkunden attraktive Datenoptionen, auch am Netzausbau wird weiter gearbeitet. Es fehlen also nur noch die funktionell und preislich attraktiven Geräte für das unbeschwerte mobile Surfvergnügen.

Um genau diese Geräte zu entwickeln, gründete sich am 5. November 2007 die „Open Handset Alliance“ (OHA). Sie bildet einen Zusammenschluss von mehr als 30 namhaften Firmen, darunter Handyhersteller wie Samsung, Motorola, LG und HTC, Chiphersteller wie Intel und Texas Instruments, Telekommunikationsriesen wie China Mobile, T-Mobile und Verizon Wireless und Softwareschwergewichte wie Ebay und Google.
Ihr erklärtes Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen, offenen und freien Standards für eine neue Kategorie Mobiltelefone, die sogenannten Handsets.

Dieser Handset-Standard, genannt „Android“, soll durch geringere Entwicklungskosten günstigere Endgeräte ermöglichen, einen verbesserten Funktionsumfang sowie leichtere Bedienbarkeit, bei gleichzeitig höherer Individualisierung des Geräts bieten und somit letztlich bei den Kunden zu einer verstärkten mobilen Onlinenutzung führen.

„Android“ entstand unter der Federführung des Initiators dieser Allianz, Google.
Google, Betreiber der größten Internetsuchmaschine, des Stadtplandienstes Google Maps und von Google Earth, dazu noch einer der größten Anbieter von Onlinewerbung, hat ein natürliches Interesse, durch die Ausdehnung und vor allem Verknüpfung dieser Dienste auf mobile Geräte Geld zu verdienen.
Denn es gibt zwar weltweit 1,5 Milliarden Fernseher und eine Milliarde Menschen haben über PCs Zugang zum Internet, aber immerhin gibt es geschätzt 3 Milliarden Menschen auf dieser Welt, die ein Mobiltelefone besitzen.

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