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Asetek: Notebook mit Wasserkühlung

Im allgemeinen Sprachgebrauch steht ein Notebook für mobile Computer, transportabel und in der Leistung gegenüber dem Desktop-Rechner eingeschränkt. Asetek möchte nun den Gegenbeweis mit einem stark übertakteten Notebook antreten, das statt auf klassische Luftkühlung auf eine Wasserkühlung setzt.

Als Basis dient dem Hersteller Asetek das Alienware-Notebook M18x – kein Leichtgewicht sondern ein sogenanntes Desktop Replacement, ein mehr oder weniger vollwertiger Ersatz für den Desktoprechner – inklusive hohem Gewicht, mangelnder Mobilität und allen anderen Nachteilen eines Desktops gegenüber einem Notebook. Der verbaute Vierkernprozessor aus dem Hause Intel wird ebenso wie die beiden Grafikchips flüssig gekühlt, so dass der Prozessor mit bis zu 4,4 Gigahertz und die GPUs mit bis zu 800 Megahertz arbeiten.

Asetek ist als Hersteller von Wasserkühlungen durchaus kein Unbekannter und produziert schon seit geraumer Zeit platzsparende Wasserkühlungssysteme für Desktop-Rechner. Auch die in Kürze erscheinenden Topmodelle der FX-Serie aus dem Hause AMD sollen standardmäßig mit einer Asetek-Wasserkühlung ausgestattet sein. Für das Notebookprojekt wählte der Hersteller eine Neuenwicklung mit den Namen „slim form factor liquid cooling“. Mit dieser platzsparenden Wasserkühlung sollen in Zukunft nicht nur Notebooks sondern auch All-in-One-Rechner gekühlt werden und mehr Leistung als bisher erbringen.

Asetek: Notebook mit Wasserkühlung

Asetek: Notebook mit Wasserkühlung Bild:Asetek

Im Gegensatz zu vielen anderen platzsparenden Flüssigkeitskühlungen kühlt das neue Asetek-Modell aber nicht nur den Prozessor sondern auch noch zwei GPUs. In Verbindung mit dem Alienware M18x konnte Asetek die beiden HD 6990-GPUs von 680 Megahertz auf 800 Megahertz übertakten. Der Intel-Prozessor Core i7-2920XM, ein Quadcoreprozessor mit 2,5 Gigahertz Basistakt und einem maximalen Turbotakt von 3,5 Gigahertz wurde von Asetek auf 4,4 Gigahertz übertaktet – allerdings nur im Turbomodus, bei dem nicht alle Rechenkerne aktiv sein dürfen. Wie hoch der Basistakt angehoben wurde, ist noch nicht bekannt.

Das Asetek-gekühlte Alienware M18x ist nicht frei im Handel erhältlich, bei der flüssigkeitsgekühlten Version handelt es sich vorerst um ein Experiment und eine Machbarkeitsstudie des Herstellers. In Zukunft soll die schmale Kühllösung aber serienmäßig in Hochleistungsnotebooks und AiW-PCs verbaut werden. Ein Preis dafür steht allerdings noch nicht fest. Über die gesteigerte Rechenleistung eines übertakteten Notebooks dürften sich zwar primär Computerspieler freuen – allerdings fällt der Preis eines Highend-Notebooks im Normalfall wenig taschengeldfreundlich aus. Aber auch professionelle Anwender, denen jede durch höhere Rechenleistung gesparte Minute bares Geld wert ist, könnten Interesse an solchen Geräten finden. So sie denn mit dem Risiko leben können, dass übertaktete Komponenten außerhalb ihrer Spezifikation laufen und daher häufiger zu Ausfällen neigen.

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