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Buffalo AirStation WZR-D1800H

Bereits auf der CES im Januar 2012 kündigte Buffalo als erster Hersteller einen Router mit dem neuen Gigabit-Standard 802.11ac an. Auf der CeBit einige Monate später war ein Dummy-Router zu begutachten, ein gutes halbes Jahr später dann erschien die finale Hardware auf dem Markt. Dennoch blieb Buffalo der erste Hersteller mit einem AC-Router auf dem Markt, wenngleich Netgear und D-Link schnell nachziehen konnten.

Die Buffalo AirStation WZR-D1800H arbeitet mit einem Broadcom-Chipsatz und nutzt ebenfalls Spatial Multiplex mit 3×3-MIMO-Anordnung bei maximal 80 Megahertz breiten Funkkanälen, was zu einer maximalen Übertragungsrate von 1300 Megabit pro Sekunde im 5-GHz-Bereich führen soll. Zusätzlich verbaut auch Buffalo einen vollwertigen 802.11n-tauglichen Funkchips mit 2,4 Gigahertz Funkfrequenz, der für bis zu 450 Megabit pro Sekunde sorgen soll. Wie schon D-Link rechnet Buffalo die beiden Datenraten aufgrund der simultan möglichen Übertragung zusammen und kommt so auf 1750 Megabit pro Sekunde – was zugegebenermaßen besser klingt.

Im Gegensatz zu D-Link sandte uns Buffalo aber keinen USB-Adapter für den WLAN-Empfang mit sondern eine Client-Bridge mit Gigabit-Netzwerkanschluss. Diese lässt sich ebenfalls mit dem PC verbinden – allerdings eben per LAN und nicht via USB. Der Vorteil: Die Bridge arbeitet auch mit Smart-TVs zusammen, die nur einen Netzwerkport aber keinen WLAN-Empfänger besitzen. Auch Spielekonsolen ohne WLAN, Webradios oder LAN-taugliche Drucker lassen sich so schnell und dank WPS-Taste auch komfortabel ins das Funknetzwerk einbinden. Bei vielen der soeben aufgezählten Endgeräte dürfte die Geschwindigkeit allerdings auf 100 Megabit pro Sekunde limitiert werden: nur wenige LAN-Endgeräte beherrschen bereits den Gigabit-Standard.

Buffalo AirStation WZR-D1800H

Buffalo AirStation WZR-D1800H Bild:Dennis Ziesecke

Die Client Bridge beherrscht ebenfalls die Übertragung mit 1300 Megabit pro Sekunde, auch hier handelt es sich aber selbstverständlich um Nettowerte, die in der Realität so nicht erreicht werden können.

Die Ausstattung des Routers liegt auf hohem Niveau: Ein USB-Port um Datenträger bequem ins Netzwerk einzubinden oder einen USB-Drucker netzwerktauglich zu machen ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit Gastnetzwerke aufzuspannen. Eine Kindersicherung sorgt zumindest für ein gewisses Sicherheitsgefühl wenn der Nachwuchs über das hauseigene WLAN ins Internet geht. Die vier LAN-Ports des Routers sind Gigabit-tauglich. Gleiches gilt für den WAN-Port, weshalb die Buffalo AirStation WZR-D1800H auch für VDSL- und schnelle Kabel-Internetzugänge geeignet ist. Ein Modem für diese Anschlussarten ist allerdings nicht verbaut.

Die Geschwindigkeit zwischen Buffalos Router und Buffalos Media-Bridge fällt erfreulich hoch aus, die beiden Produkte „verstehen“ sich also sehr gut. Bei 2 Metern Reichweite mit Sichtverbindung werden zwischen 800 und 900 Megabit pro Sekunde (brutto) Datenrate angezeigt,
reell übertragen ließen sich immerhin bis zu 300 Megabit pro Sekunde, um die 37 Megabyte pro Sekunde. Allerdings nur wenn mehrere Streams simultan aufgerufen wurden, wird nur eine einzelne Datei, beispielsweise von einem NAS auf den PC übertragen, sinkt die Datenrate auf knapp 10 Megabyte, 80 Megabit also, ab. Auch hier gilt daher: AC-Router sind sehr praktisch um Familien oder Büros kabellos zu verbinden, Solisten kommen auch mit dem älteren N-Standard gut aus.

Das Beamforming zur Verbesserung der Reichweite enttäuscht indes auch bei Buffalo etwas. Die Reichweiten sind nicht viel höher als bei 802.11n-Verbindungen, allerdings werden auch auf größere Entfernungen noch größere Datendurchsätze erreicht als beim Vorgängerstandard. So sind es bei zwei Wänden und insgesamt etwa 10 Metern Luftlinie zwischen Buffalo-Router und Client-Bridge noch bis zu 100 Megabit pro Sekunde (etwa 12 Megabyte pro Sekunde) wenn mehrere Dateistreams gleichzeitig übertragen werden. Bei einzelnen Streams fällt die Ausbeute mit nur etwa 20 Megabit pro Sekunde deutlich zurück, reicht aber immer noch aus um einen schnellen DSL-Zugang zu verbinden.

Der WLAN-USB-Stick des Herstellers D-Link erwies sich als inkompatibel zu den Buffalo-Endgeräten, einen Test der Übertragungsgeschwindigkeit konnten wir daher nicht durchführen.

Autor: Dennis Ziesecke

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