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DDoS-Angriffe auf Conrad-Onlineshop

Wer seit Dienstag versucht, den Webshop des Elektronikhändlers Conrad aufzurufen, muss sehr viel Geduld aufbringen. Aufgrund einer Angriffsserie ist der Shop aktuell kaum und bisweilen gar nicht erreichbar.

Die Weihnachtszeit ist für den Einzelhandel die wichtigste Zeit im ganzen Jahr. In den wenigen Wochen vor dem Weihnachtsfest machen Händler wie MediaMarkt, Saturn und auch Conrad einen guten Teil ihres Jahresumsatzes. Mittlerweile kaufen die Kunden aber nicht mehr nur in den Ladengeschäften der Händler ein sondern nutzen zunehmend auch die Onlineshops und lassen sich die Produkte zusenden. Dem Elektronikhändler Conrad dürfte eine seit Dienstag anhaltende Attacke auf das Conrad-Webshopangebot allerdings den Umsatz einbrechen lassen – der Webshop ist seit Beginn der Angriffe teilweise gar nicht und ansonsten nur sehr schwer erreichbar. Dass es sich um einen DDoS-Angriff handle teilte das Unternehmen nun in seinem Blog mit.

DDoS-Angriffe auf Conrad-Onlineshop

DDoS-Angriffe auf Conrad-Onlineshop Bild:Conrad

Bei Angriffen per Distrubuted Denial of Service, kurz DDoS, werden die Server durch massenhafte Anfragen lahm gelegt – so als wenn zu viele Nutzer gleichzeitig auf die Seite zugreifen wollen, nur eben von Angreifer künstlich verursacht. DDoS ist für den Webseitenbetreiber zwar sehr ärgerlich, für die Kundschaft aber erfreulicherweise eher ungefährlich, Kundendaten sind bei solchen Angriffen nur selten in Gefahr. Auch bei Conrad sollen die Kundendaten sicher sein, teilte das Unternehmen mit.

Da die Paketdienste auch dieses Jahr wieder auf Hochtouren arbeiten um schätzungsweise mehr als sechs Millionen Pakete pro Tag auszuliefern, könnte sogar eine Bestellung am heutigen Tage noch bis Heiligabend beim Empfänger eintreffen – riskieren sollte man allerdings nichts. Wer ein Produkt von Conrad benötigt, kann sich an die vorübergehend eingerichtete und kostenfreie Hotline unter 0800 – 884 80 33 wenden. Auch unter sales@conrad.de sind Bestellungen möglich – ebenso natürlich in den Filialen des Händlers.

Auf Nachfrage der IT-Seite heise.de teile Christoph Wenk-Fischer, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels mit, dass gerade zur Weihnachtszeit zahlreiche Mitglieder des Verbandes DDoS-Angriffe auf ihre Server beobachten. So wird unter anderem auch der Werbemittelversender Schneider.de aktuell angegriffen.

Diese Angriffe haben allerdings in den meisten Fällen auch einen Hintergrund – den Angreifern geht es um Geld. So teilt Wenk-Fischer mit: „Die Angreifer legen die Shops meist mit Ansage für einen kurzen Zeitraum lahm, um dann unter Androhung weiterer Angriffe die Zahlung eines geringen Geldbetrags in Höhe von 100 bis 500 Euro einzufordern. Als Zahlungssysteme kommen Western Union und Ukash zum Einsatz“ – bei derart geringen Summen dürften wohl einige Shopbetreiber zähneknirschend zahlen um sich nicht längerer Zeit dem massiven Umsatzausfall durch den Angriff auszusetzen.

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