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Der LTE Vorgänger: UMTS

Um die Jahrtausendwende erlangte UMTS schlagartige Berühmtheit, als bei der Versteigerung der Nutzungsrechte an den für den Betrieb eines UMTS-Netzes nötigen Frequenzbändern rekordverdächtige Summen in die Kassen des Finanzministers gespült wurden. Insgesamt zahlten die sechs beim Bieten erfolgreichen Mobilfunkanbieter (T-Mobile, Vodafone D2, MobilCom, Auditorium Investments, E-Plus, O2 und Group 3G) 98,8 Milliarden D-Mark (etwa 50 Milliarden Euro) für die UMTS-Lizenzen. Nicht alle Anbieter waren anschließend erfolgreich mit UMTS – nur drei Jahre nach der Erteilung der Lizenzen gab die MobilCom Mulitmedia GmbH ihre Lizenz aus freien Stück wieder zurück, im Oktober 2002 stieg die Group 3G aus dem deutschen Markt aus und verlor damit ihre Lizenz.

Der Ausbau des UMTS-Netzes erwies sich als teuer und aufwändig für die Anbieter. So verlief die Verbreitung von UMTS eher schleppend, erst knapp acht Jahre nach der teuren Lizenzvergabe waren nennenswerte Teile der Bundesrepublik mit UMTS abgedeckt. Aufgrund der vergleichsweise geringen Reichweite der UMTS-Funkmasten bleiben aber auch weiterhin viele Gegenden, vor allem ländlich gelegene Orte, Bahnstrecken und Autobahnverläufe, von UMTS ausgeschlossen.

Der LTE Vorgänger: UMTS

Der LTE Vorgänger: UMTS ©iStockphoto/Oxilierer

Eine lückenlose Abdeckung ist mit UMTS nur mit sehr hohen Investitionen möglich, so dass viele Anbieter den Ausbau mittlerweile auf ein Minimum zurückgefahren haben. Und auch bei der Geschwindigkeit herrscht mit UMTS eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Erreichen Mobilfunknutzer an zentralen Orten großer Städte Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 21 Megabit pro Sekunde (HSPA+), müssen Bewohner am Stadtrand oder in kleineren Ortschaften mit 384 Kilobit pro Sekunde vorlieb nehmen – preislich freilich ohne Vorteile für den Nutzer der langsameren Leitungen.

Autor: Dennis Ziesecke

LTE – Long Term Evolution:

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