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DNS

Die Abkürzung des Internetbegriffs DSN kommt vom englischen „Domain Name System“. Die Hauptfunktion des DSN ist die Namensauflösung der Internetadressen (Domainnamen). Unter Namensauflösung ist die Zuordnung einer Internetadresse zu seiner jeweiligen IP Adresse zu verstehen.

Das DSN ist eine weltweit verfügbare hierarchisch gestaltete Datenbank. Organisiert ist DSN ähnlich wie ein Telefonbuch, in dem jedem Namen eine Telefonnummer zugeordnet ist, gegebenenfalls auch zusätzliche Daten wie Adresse, Beruf oder Titel. Demnach kann das DSN ebenso wie ein Nachschlagewerk betrachtet und benutzt werden. Das Programm, das die Anfragen nach Domainnamen an ein DSN beantwortet, wird „Nameserver“ genannt. Physisch ist das DSN auf tausenden weltweit platzierten DSN Servern gespeichert. Zuständig für jeden DSN Server ist sein Administrator.

DNS

DNS ©iStockphoto/Gio_tto

Die hierarchisch aufgebauten Daten in der DSN Datenbank sind wie folgt zu verstehen. Die Domainnamen werden nach einer baumförmigen Struktur organisiert gespeichert. Danach wird ein Domainname, der aus mehreren Teilen besteht, die mit Punkten getrennt werden, wie ein Baum dargestellt. Der rechteste Teil des Namens, die Top Level Domain (TLD) wird hier Root (englisch für Wurzel) genannt. Die einzelnen Namensteile zwischen den Punkten (die Blätter und die Knoten des Baumes) werden Labels genannt. Ein Label darf bis zu 63 Zeichen lang sein, wobei das erste Zeichen ein Buchstabe sein muss. Der gesamte Domainname darf aus Maximum 255 Zeichen bestehen, die Punkte dazwischen mitgezählt. Hinter dem TLD gehört korrekterweise auch ein Punkt, der in der Praxis nicht eingegeben wird. Die generischen TLDs (Roots) werden von den 13 weltweit positionierten Root-Servern verwaltet.

Der Nutzen der Namensauflösung liegt auf der Hand, denn der Internetbenutzer kann eine Internetadresse (z. B. www.Ana.de) viel leichter lesen und sich diese merken, als ihre IP Adresse, die eine lange Zahl ist, die z. B. so aussehen kann: 84.131.77.45. Umgekehrt kann aus der DSN Datenbank auch zu der zu einer IP Adresse gehörende Domainname abgefragt und gefunden werden.

Das DSN ist seit 1983 standardisiert und im Einsatz. Erwähnenswert ist dessen „Vater“ DSN Paul Mockapetris, der es 1982 entworfen und beschrieben hat.

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