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Epson präsentiert halbtransparente Videobrille

Die Videobrille Moverio BT-100 von Epson zeigt auf zwei kleinen Bildschirmen Internet, Filme und Fotos – durch den geringen Betrachtungsabstand wirken die Mini-Displays allerdings wie große Flachbildschirme.

Zwei LCD-Bildschirme mit jeweils 960 x 540 Bildpunkten sorgen in Epsons Moverio BT-10 für gestochen scharfe Bilder. Die beiden Minidisplays sind mit einem aufwändigen Linsensystem verbunden, am Ende erhält der Betrachter den Eindruck, aus fünf Metern Entfernung auf eine zwei Meter große Leinwand zu blicken. Auf Kosten der Bildschärfe lässt sich die Größe des Bildes zudem erhöhen: Nach ein paar Einstellungen wird der Eindruck erweckt, aus 20 Metern Entfernung auf eine acht Meter große Leinwand zu schauen.

Die Bildschirme in der Videobrille werden durch einen kleinen Rechner mit Daten gefüttert – dieser befindet sich in einer winzigen Box die per Kabel mit der Brille verbunden wird. In dieser Box befindet sich zudem die Stromversorgung des Sets, per Tasten und Touchfeld lässt sich das Set bedienen. Als Betriebssystem kommt Android 2.2 zum Einsatz, dem verbauten ARM-Prozessor steht ein Gigabyte Speicher zur Verfügung. Per MicroSD-Speicherkarte lassen sich bis zu 32 Gigabyte Speicherplatz ansprechen. Das Gerät spielt problemlos Fotos und Videos in den Formaten JPG und MPEG4 abspielen, der installierte Internetbrowser beherrscht zudem Flash. Per WLAN nimmt die Box Kontakt zum Internet auf, eine Funkverbindung via UMTS ist nicht vorgesehen. Mit sechs Stunden Akkulaufzeit hält der fest integrierte Energielieferant recht lange durch.

Epson präsentiert halbtransparente Videobrille

Epson präsentiert halbtransparente Videobrille Bild:Epson

Interessant an den beiden Displays ist die Tatsache, dass Epson sich für halbtransparente LCD-Bildschirme entschieden hat. So lässt sich ein Film oder eine Webseite betrachten während man in der Gegend herumläuft ohne an Wände oder Türen zu stoßen wie bei der Videobrillenkonkurrenz von Sonys oder Zeiss. Da zwei separate Displays genutzt werden, ist es für die Epson-Brille problemlos möglich, Inhalte in stereoskopischem 3D darzustellen – das Bild wird einfach etwas versetzt auf dem zweiten Display wiedergegeben. Der Hersteller liefert zudem austauschbare Nasenpolster mit, die Brille soll sich so problemlos an unterschiedliche Kopfformen anpassen lassen. Mit nur 240 Gramm Gewicht stört die Brille kaum auf der Nase, etwas kniffliger sieht es allerdings beim Preis aus. Epson verlangt für die ab November in Japan erhältliche Brille 59.980 Yen, umgerechnet etwa 570 Euro. Zwar ist bislang noch unklar, ob die Videobrille auch in Deutschland angeboten wird, der Preis dürfte sich bei einer Einführung hierzulande aber nicht stark ändern.

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