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Freenet DSL

Der DSL Anbieter freenet AG entstand 2007 aus der Fusion der Freenet.de AG mit der mobilcom AG und hat seinen Sitz in Büdelsdorf/ Schleswig-Holstein. An der Frankfurter Wertpapierbörse wird das Telekommunikationsunternehmen seit 5. März 2007 gehandelt.

Das Unternehmen verfügt derzeit über ca. 3600 Mitarbeiter. Die freenet AG ist vorrangig auf fünf Geschäftsfeldern tätig: Internetzugänge von Schmalband bis DSL; außerdem bedient sie alle Sparten der Sprachtelefonie; betätigt sich im Portalgeschäft; bietet Business to Business Service an und verfügt über eine Ladenkette für den Mobilfunkvertrieb.

Die Firmengeschichte reicht allerdings weit über das Jahr 2007 hinaus, denn auch die Vorgängerunternehmen waren auf dem Telekommunikationssektor aktiv. Die Freenet. de AG ging 1999 als Internetserviceprovider und als Internetportal an den Markt. Derzeit war die Mobilcom AG bereits mit 50, 43% an dem Unternehmen beteiligt.

Digital Subscriber Line - DSL

Digital Subscriber Line – DSL ©iStockphoto/akekalak

Das Internetportal bot dadurch ertragreiche Umsätze, dass bei einer Einwahl des Nutzers als Startseite das freenet-Portal erschien. Seit 2003 verfügt das Unternehmen über eine eigene IP-Backbone und war damit in der Lage Breitbandzugänge für T-DSL und T-DSL-ZISP anzubieten.

Im selben Jahr kaufte die Freenet AG die komplette Festnetzsparte vom Mutterkonzern, der mobilcom AG. Damit war die Wandlung vom reinen Internetdienstleister zum Telekommunikationsunternehmen vollzogen. Seit 2004 bietet Freenet auch Internet-Telefonie und T-DSL- Resale – Anschlüsse an. Mit der Übernahme der STRATO AG und Talkline ID im Jahr 2004/2005 wurde vor allem das Business to Business Geschäft gestärkt.

Durch die Partnerunternehmen im Technikbereich, QSC und Telefònica, konnte die Firma seit 2006 nach dem Prinzip der Frequenzentbündelung DSL – Komplettanschlußpackete ohne Telekom-Festnetzanschlüsse anbieten. Zu Beginn des Jahres 2007 wurde das Privatkundengeschäft von Tiscali übernommen.

Der zweite Fusionspartner der Freenet AG, die 1991 gegründete Mobilcom AG war in erster Linie ein Mobilfunk-Service Provider. Als der Festnetz-Markt in Deutschland 1998 liberalisiert wurde, stieg das Unternehmen in das Call-by-Call- und das Preselectiongeschäft ein. Als erstes Unternehmen auf dem deutschen Markt versuchte Mobilcom, einen Flatratetarif für schmalbandige Internetzugänge zu etablieren. Innerhalb von zwei Monaten war das Experiment allerdings gescheitert.

Die Infrastruktur mit den Einwahlknoten war nun aber vorhanden, und Mobilcom nutzte diese für Internet-by-Call- und Internet-Portal- Dienstleistungen. Das Unternehmen benutzte dazu bereits den Namen Freenet. Damit war der Grundstein für die Gründung der Freenet.de AG gelegt. Die Mobilcom AG war das erste Unternehmen des so genannten Neuen Marktes und schrieb damit Geschichte.

Im Jahr 2002 wollte das Unternehmen ein eigenes UMTS – Netz errichten und scheiterte, geriet sogar an den Rand des Konkurses und gab das Geschäftsfeld wieder auf. Damit einher gingen der Abbau von rund 2000 Arbeitsplätzen und ein finanzieller Verlust von 3,4 Milliarden Euro. Staatliche Bürgschaften für Kredite und die Schuldenübernahme durch die France Télécom konnten 2003 jedoch eine Wende herbeiführen.

Die Firma konzentrierte sich von nun an auf das Service-Provider-Geschäft. Sie bot außerdem Vertriebspartnerschaften und in der per Franchise-System geführten Ladenkette verschiedene Produkte an. Im Juli 2005 erfolgte die Wiedereingliederung von Freenet, aber durch zahlreiche Klagen von Aktionären konnte der Vollzug des Zusammenschlusses erst 2007 realisiert werden. Die Marke mobilcom bleibt weiterhin durch die Läden erhalten und andererseits für Mobilfunk-Verträge aktuell.

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