Web
Analytics
Skip to main content

Glasfaser von der Telekom in zwölf Städten

Dass Internet per Kupferkabel über kurz oder lang nur eine Zwischenlösung sein kann, ist den Internetprovidern schon seit einiger Zeit bewusst. Das Internet bringt immer größere Datenmengen auf den Bildschirm, neue Dienste wie IP-TV, Cloud-Gaming und Anbieter wie Dropbox oder Steam fordern hohe Geschwindigkeiten, so dass eine Ablösung des klassischen DSL-Kupfers für viele Internetnutzer auf dem Wunschzettel recht weit oben steht. Die Telekom hat daher bereits vor einiger Zeit den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes vorgenommen.

Nun bindet die Deutsche Telekom in zwölf Städten erste Kunden an diese Netze an. Dabei schließt das Unternehmen die Glasfaserstränge direkt an das Haus des Kunden an und nutzt nicht wie bislang auf den Straßen stehende DSLAMs, die dann die Daten wieder per Kupferkabel über die „letzte Meile“ zum Kunden transportieren. Die von der Deutschen Telekom genutzte Technik nennt sich FTTB, Fibre to the Home, und lässt die Leitungen bis direkt in die Wohnungen reichen. In den Städten Brühl (Baden), Braunschweig, Hannover, Henningsdorf, Ingolstadt, Kornwestheim, Mettmann, Neu-Isenburg, Offenburg, Potsdam, Rastatt und Stade werden insgesamt etwa 170.000 Haushalte mit Glasfaser-Internet versorgt. Allerdings ist der Ausbau bislang auf einige Stadtteile begrenzt, in Hannover werden beispielsweise nur die Teile Bult, Südstadt und Linden angebunden, was etwa 56.000 Haushalten zu Glasfaser-Internet verhilft.

Glasfaser von der Telekom in zwölf Städten

Glasfaser von der Telekom in zwölf Städten Bild:Deutsche Telekom

Der Preis der Leitung beträgt je nach zusätzlich gebuchter Zusatzoption zwischen 40 und 60 Euro monatlich, gegen Aufpreis verdoppelt die Telekom zudem die Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde auf 200 Megabit pro Sekunde. Da die Investitionskosten für FTTH allerdings sehr hoch sind, rechnet die Telekom nicht damit, das von der Bundesregierung angestrebte Ziel, bis 2014 drei Viertel der Haushalte mit schnellen Breitbandanschlüssen auszustatten, erreichen zu können. Um bis zum Jahr 2018 ein entsprechendes Glasfasernetz in Deutschland zu verlegen, rechnet die Telekom mit Investitionskosten von bis zu 80 Milliarden Euro – eine Summe, die sich auch die Deutsche Telekom nicht leisten kann und mag.

Für den weiteren Ausbau ist daher auch weiterhin die Zusicherung von den Anwohnern einer zu versorgenden Stadt, auch einen Anschluss von der Telekom zu mieten, vonnöten. Bekundet eine Stadt Interesse an Glasfaser-Zugängen, müssen rund 80 Prozent der Hausbesitzer bereit sein, ihre Immobilie ans Glasfaser-Netz anzubinden. 10 Prozent der potentiellen Kunden müssen zudem einen Vorvertrag mit der Telekom abschließend – aus diesem Grunde gehören Münster und Erlangen nicht zu den Glasfaser-Pionierstädten, hier ist es nicht gelungen, ausreichend viele Vorverträge zu vermitteln.

Top Artikel in News