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HSUPA (High Speed Uplink Packet Access)

HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) ist das Gegenstück zu HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). HSDPA ist ein verbessertes Verfahren der UMTS-Technik zur Erhöhung der Downloadrate. HSUPA hingegen stellt ein verbessertes Verfahren zur Erhöhung der Uplinkraten dar.

Aus technischer Sicht ähneln sich die beiden Verfahren und ermöglichen mit dem Einsatz spezieller Modulationsverfahren eine gesteigerte Auslastung der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur. Das Spektrum der Leistung der UMTS-Netze kann mittels geringen Aufwands dementsprechend erweitert werden. Durch die Steigerung der Datenraten sowohl im Download- sowie Uplink-Bereich können neue datenintensive Dienste und Anwendungen angeboten werden. Zudem sind die einzelnen Signallaufzeiten drastisch reduziert worden:

GPRS à 400ms – 1000ms
UMTS à 180ms – 300ms
HSUPA à 85ms – 100ms

Für wen ist HSUPA?

HSUPA soll jeder Person, welche ein HSUPA-fähiges Endgerät besitzt und netzseitig eine HSUPA-Versorgung vorfindet, zur Verfügung gestellt werden. Im Speziellen können dies Personen sein, welche viel auf Reisen sind bzw. eine regelmäßige Nutzung eines festen Kommunikationsanschlusses für sie nicht bereitgestellt werden kann.
Diesen Usern wird mit HSUPA ein mobiler Standard für deren Kommunikation und zukünftige datenintensive Anwendungen geschaffen.

HSUPA

HSUPA

Was macht HSUPA für den User interessant?

HSUPA vereinigt die Vorzüge vom UMTS:

– großflächige Netzabdeckung im Endausbau
– Einsatzmöglichkeit in beweglichen Fahrzeugen

mit den Vorzügen von WLANs (Lokal Area Network):

– hohe Bandbreite

Da HSUPA auf keiner völlig neuen Technik bzw. Infrastruktur aufsetzt, können die Mobilfunkbetreiber dementsprechend die Preisgestaltung für den User moderater umsetzen.

Wie schon erwähnt gehört einer gesteigerte Bandbreite zu den Verzügen von HSUPA:

EDGE à 118,4 kBit/s
UMTS à 384 kBit/s
HUSPA à 5,8 MBit/s

Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Senderichtung.

Eigenschaften von HSUPA

Die einzelnen Eigenschaften der HSUPA-Technik sind durch das GGP (3. Generation Partnership Project) spezifiziert. Dies wurde mir der Bezeichnung Release 6 gekennzeichnet. Im Release 6 ist definiert, das HSUPA mit einer theoretischen Datenrate von 5,76 MBit/s arbeiten kann. Aktuell wird derzeit von einigen Anbietern eine Datenrate von 1,8 MBit/s angeboten. Durch den Einsatz von HSUPA verringern sich demzufolge auch die Verbindungsaufbau- und Signallaufzeiten. So wird die Interaktion bei möglichen Echtzeitanwendungen stark verbessert.

Zeitschiene für HSUPA:

UMTS 2003 Downlink = 384kBit/s
Uplink = 128 kBit/s

HSDPA (1) 2006 Downlink = 1,8 MBit/s
Uplink = 384kBit/s

HSDPA (2) 2007 Downlink = 3,6 MBit/s
mit HSUPA Uplink = 1,8 MBit/s

HSDPA (3) 2007/08 Downlink = 7,2 MBit/s
mit HSUPA Uplink = 3,6 MBit/s

HSDPA und HSUPA stellen somit eine Ersatzmöglichkeit des DSL-Anschlusses dar. Dieser Ersatz hat zudem noch den großen Vorteil mobil zu sein. Dementsprechend kann der Breitbandinternetanschluss ein stetiger Begleiter des Users werden.

Die einzelne Einführung der HSUPA-Technik ist vom jeweiligen Netzbetreiber abhängig. Auch die möglichen Datenraten bestimmt allein der jeweilige Netzbetreiber.

HSUPA und VoIP

Der Einsatz vom VoIP im UMTS-Netz war bis dato oftmals mit einer schlechten Sprachqualität gekennzeichnet. Hierbei war jedoch nicht die Bandbreite der problematische Faktor sondern die Latenzzeiten. Laut VoiP Richtlinien darf eine Paketlaufzeit nicht mehr als 150ms betragen, damit man von sehr guter Sprachqualität spricht. Die UMTS-Technik kann jedoch Laufzeiten bis 300ms erfahren.

Mit HSUPA (und entsprechend HSDPA) werden diese Laufzeiten jedoch reduziert (auf bis zu 100ms). Zudem besitzt diese Technik eine erhöhte Bandbreite, was alles andere als schädlich für VoIP ist. Somit ist der Einsatz im HSUPA/HSDPA-Umfeld durchaus denkbar. Ein begrenzender Faktor für eine sehr gute Sprachqualität bleibt jedoch weiter erhalten, denn es handelt sich bei dieser Kommunikation um eine Funkkommunikation. Dementsprechend ist die Qualität der Sprache weiterhin abhängig von der Qualität der Verbindung.

Schlussfolgerung zu HSUPA

HSUPA ist eine enorme Weiterentwicklung im mobilen Uplink-Bereich und stellt dem User mögliche Bandbreiten bis ca. 5,8 MBit/s in Aussicht. In Kombination mit der HSDPA Technik entsteht so ein mobiler breitbandiger „DSL-Anschluss“. HSUPA/HSDPA wird in der ersten Zeit nur in den Ballungsgebieten zur Verfügung stehen und nach und nach erst auf die ländlichen Gegenden übergreifen (wenn überhaupt). Die Umstellung der Netzbetreiber auf HSUPA/HSDPA stellt diese auch vor eine großer Herausforderung, denn durch die erhöhte Bandbreite an der Funkschnittstelle wird auch eine enorm erhöhte Bandbreite in deren Backbone nötig. Dies kann zu Verzögerungen der Technikverbreitung führen. Zudem muss der User bedenken, dass für die Nutzung der HSUPA/HSDPA-Technik spezielle und somit meist neu zu kaufende Endgeräte nötig sind.


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