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IPv6 in der Praxis

IPv6 soll bis zum Jahr 2011 flächendeckend eingesetzt werden und das alte IPv4 fast vollständig ersetzen. In manchen Regionen der Erde, vor allem in Asien, nutzt man die neue Technologie schon jetzt sehr intensiv. Der Umstieg auf IPv6 ist kein abrupter Prozess, sondern lässt sich ohne Probleme sanft durchführen. Im Allgemeinen existieren drei Technologien auf diesem Gebiet. Zum einen die Dual-Stack Technik, die Tunneltechnik und die Translation-Technik.

Die Dual-Stack-Technologie erlaubt die parallele Nutzung von beiden IP-Techniken auf einem Gerät im selben Netzwerk. Wenn nun eine Anfrage von einem IPv4 Empfänger kommt, kann darauf genauso reagiert werden, wie auf die Anfrage eines IPv6 Empfängers. In dem meisten Fällen dürfte dies die einfachste Technik sein, um den Übergang ohne größere Probleme vollziehen zu können. Ein Nachteil ist aber, dass auf diesen Systemen immer zwei Protokolle verwaltet werden müssen, was zu deutlich höheren Kosten führen kann. Auch die weiteren Komponenten eines Netzwerkes, wie Firewalls, Router, Proxys, etc. müssen mit beiden Arten von Adressen arbeiten können.

Eine weitere beliebte Technologie ist die Tunneltechnik. Diese Technik setzt man in Bereichen ein, in denen die IPv4 Infrastruktur möglichst unangetastet bleiben soll. Bei dieser Methode werden die Anfragen über einen Tunnel zum IPv6 Protokoll weitergeleitet und können dann dort bearbeitet werden.

Eine heute schon sehr weit verbreitete Technologie ist die Netzwerk Adress- Translation (NAT) und die Protokoll – Translation (PAT). Hierbei werden die Adressen in den Datenpaketen ersetzt. Auf einige Nachteile bei diesem Verfahren sollte noch hingewiesen werden. Diese Übersetzung ist in den meisten Fällen eine Engstelle, die die Netzgeschwindigkeit verringern kann. Außerdem kann man in diesem Fall nicht mehr auf die Vorteile von IPv6 zugreifen und bleibt an das ältere Format IPv4 gebunden. Dieses System sollte nur eingesetzt werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht.

Neben diesen Dingen sind in der Praxis noch weitere Aspekte zu beachten. Die meisten Protokolle von Webdiensten basieren auf dem IPv4 Format. Damit man diese Dienste auch weiterhin nutzen kann, müssen diese an die neuen Vorgaben angepasst werden. Zudem müssen auch die Webserver umgerüstet werden, damit die Daten über eine IPv6 Adresse erreichbar sind. Für den normalen Anwender reicht ein gewöhnlicher Webbrowser aus, der IPv6 unterstützt, um die Vorteile dieser Technologie nutzen zu können.

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