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Netzwerke

In der offiziellen Definition stellt ein Rechnernetzwerk den Zusammenschluss mehrerer verschiedener technischer Systeme, also Computer dar. Über den Zusammenschluss solcher selbstständigen elektronischen Anlagen findet darüber hinaus eine Kommunikation statt. Ein solcher Datenaustausch zwischen Computern erfolgt über ein bestimmtes Übertragungs- oder Netzwerkprotokoll. Ein Netzwerkprotokoll besteht aus Regeln und Formaten, über die das Kommunikationsverhalten zwischen den Rechnern geregelt ist. Dabei funktioniert der Austausch von Nachrichten meist über das Zusammenspiel unterschiedlicher Protokolle, die dabei auch verschiedene Aufgaben ausführen. Der sehr komplexe Vorgang erfolgt in sogenannten Protokollschichten. TCP/IP ist die allgemeine Bezeichnung für das Protokoll beim Austausch von Daten zwischen mehreren Computern. Dabei stellt TCP/IP eine Zusammenfassung von rund 500 einzelnen Protokollen dar.

Das Internet ist die größte, bekannteste und bedeutendste Netzstruktur, wobei das Internet selbst kein homogenes Netz ist, sondern aus einer großen Zahl von Teilnetzen besteht, die für sich teilweise sehr unterschiedlich konzipiert sind. Diese Teilnetze verwenden nur die oberen Protokollschichten gemeinsam, die eigentliche Datenübertragung auf den unteren Protokollschichten erfolgt zum Teil auf sehr unterschiedliche Art.

Das sogenannte Ethernet stellt die häufigste Art von leitungsgebundenen Netzwerken dar. Anwendung findet es damit vor allem in den internen lokalen Firmen- oder Heimnetzen, die Kommunikation findet hierbei über Kupfer- oder Glasfaserverbindungen statt.

Das Wireless Local Area Network oder im allgemeinen Sprachgebrauch kurz als WLAN bezeichnet, stellt ein lokales drahtloses Funknetz dar. Im Gegensatz zu anderen Verfahren in diesem Bereich, wie zum Beispiel dem WPAN, dem Wireless Personal Area Network haben WLAN-Systeme eine wesentlich höhere Sendeleistung, damit auch entsprechend höhere Reichweiten und bieten in aller Regel auch sehr große Datenübertragungsraten. Mit dem Aufkommen der Funknetze hat der Komfort in der Arbeit mit dem Computer und dem Surfen im Internet natürlich deutlich zugenommen. Gleichzeitig sind aber auch die Gefahren eines Eingreifens in die Datenkommunikation von außen erheblich gestiegen. Dennoch findet das WLAN bei mehr als der Hälfte der privaten Nutzer Anwendung, ohne dass auch nur die geringsten Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden. Die Folgen sind kaum übersehbar, immerhin können Daten, die unverschlüsselt durch WLAN übertragen werden, zu jeder Zeit und an jedem Ort problemlos eingesehen oder gespeichert werden. Davon abgesehen stellt ein ungeschütztes WLAN für seinen Nutzer weitere Gefahren dar. So sind es in der Regel tatsächlich kriminelle Gründe, die Außenstehende dazu motivieren, aus solchen unverschlüsselten Funkdaten personenbezogene Informationen wie zum Beispiel Log-in-Informationen, Passwörter oder Kontodaten auszuspähen.

Die Daten können durch Mauern und über größere Entfernungen hinweg abgefangen werden und so ist es auch möglich, von außen über das WLAN-Netz auf den Internetzugang eines anderen Verbrauchers zuzugreifen. In der Praxis werden so zum Beispiel illegale Inhalte runtergeladen, massenweise Spam verschickt oder auch sogenannte Denial-of-Service-Attacken ausgeführt. So bekam schon mancher unwissender WLAN-Nutzer überraschenden Besuch von der Polizei und musste gegebenenfalls seine Unschuld versuchen zu belegen. Die Absicherung und entsprechende Verschlüsselungen bei der Datenübertragung in drahtlosen Netzwerken ist somit eine enorm dringliche Maßnahme.


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