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PATA-SSD für Rechner-Oldtimer

Während es kein Problem darstellt, eine moderne SSD für die aktuelle SATA-Schnittstelle zu bekommen, tun sich Besitzer älterer Rechner mit dem IDE-Vorgänger deutlich schwerer. Der Hersteller Transcend schafft mit einem neuen PATA-Modell Abhilfe und dürfte damit vor allem älteren Notebooks einen Geschwindigkeitsschub bescheren.

Desktop-Besitzer kennen die IDE-Schnittstelle teilweise nur noch vom Hörensagen oder alten Bildern – schon seit einigen Jahren werden so gut wie alle neuen Rechner mit SATA-Laufwerken ausgeliefert und die IDE-Steckplätze sind inzwischen von dem meisten Mainboards verschwunden. Doch auch, wer noch ein sehr alten Modell besitzt, das ausschließlich den älteren Laufwerksstandard unterstützt, bekommt für wenige Euro Erweiterungskarten mit SATA-Anschlüssen zu kaufen. Der Bedarf nach einer IDE-SSD betrifft daher eher Notebookbesitzer, für die das Nachrüsten von internen Schnittstellen naturgemäß deutlich kniffliger ist.

PATA-SSD für Rechner-Oldtimer

PATA-SSD für Rechner-Oldtimer Bild:Transcend

Transcend stellt für leidgeplagte IDE-Nutzer nun die SSD-Serie PSD320 vor. Die Laufwerke kommen mit 32, 64 und 128 Gigabyte Kapazität im 2,5 Zoll Formfaktor, also passend für mobile Computer, auf den Markt. Eingesetzt wird preiswerter MLC-Speicher – Leistungswunder in Bezug auf die Datentransferrate sind aber auch angesichts der genutzten Schnittstelle nicht zu erwarten.

Die PSD320 unterstützen eine ganze Zahl mittlerweile nicht mehr genutzter Übertragungsarten von UDAM 0 bis 6 bis hin zu PIO 0 bis 4. PIO, der von zahlreichen PC-Besitzern um die Jahrtausendwende stark gehasste Übertragungsstandard, belastet allerdings den Prozessor sehr stark und erreicht auch nur sehr bescheidene Übertragungsraten von bis zu 3 Megabyte pro Sekunde. Gehasst wurde PIO im Übrigen, da derart konfigurierte CD-Brenner schon bei der geringsten Prozessorbelastung einen Fehlbrand erzeugt haben – beispielsweise wenn der Bildschirmschoner ansprang. Ein Umschalten auf DMA konnte bei kompatiblem Systemen für wahre Leistungswunder sorgen.

UDMA ist daher, bevorzugt im modernsten Standard UDMA6, die bevorzugte Übertragungsart für die neuen Transcend-SSDs. So sollen die SSD Geschwindigkeiten von bis zu 104 Megabyte pro Sekunde erreichen. Damit liegen die Laufwerke zwar unter dem Maximum der Schnittstelle, alleine aufgrund der gegenüber Festplatten deutlich geringeren Zugriffszeiten wirkt sich der Einsatz einer solchen SSD aber auch bei älteren Rechnern wie ein Geschwindigkeitsturbo aus.

Die PSD320-Serie ist bereits verfügbar und wird zu Preisen von etwa 60, 90 und 140 Euro (32, 64, 128 Gigabyte) angeboten.

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