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Philips 221S3UCB benötigt nur 9 Watt

Dass Flachbildschirme weniger Energie benötigen als die veralteten Röhrenmonitore dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass LED-Hintergrundbeleuchtete Modelle stromsparender arbeiten als ältere mit Kaltlichtkathoden beleuchtete ist zumindest bei interessierten Nutzern bekannt. Philips jedoch präsentiert nun einen rekordverdächtig sparsamen Flachbildschirm mit 22 Zoll Bilddiagonale.

In Zeiten von klobigen Röhrenmonitoren benötigte ein Bildschirm mit 19 Zoll Bilddiagonale (von denen aufgrund der Krümmung sogar nur etwa 17 Zoll tatsächlich sichtbar waren) bis zu 180 Watt elektrischer Energie bei hoch eingestellter Helligkeit. Als die ersten LCD-Bildschirme für viel Geld auf den Markt kamen, sank der Energiebedarf plötzlich drastisch – ein vergleichbar großer TFT benötigte nur noch etwa 60 bis 70 Watt. Heutzutage genehmigen sich einige sparsame Computer selbst unter Last weniger als 30 Watt aus der Steckdose, da passt es sehr gut, dass moderne LED-Beleuchtete Flachbildschirme im Schnitt weniger als 30 Watt Energie aufnehmen. Zu diesem Zwecke sind Bildschirme allgemein mit einem mehr oder weniger großen Netzteil, oft ist es fest im Gerät verbaut, ausgestattet. Dieses Netzteil und damit auch den Stecker zur Steckdose spart sich Philips nun ein.

Philips 221S3UCB

Philips 221S3UCB Bild:Philips

Der 221S3UCB von Philips wird ausschließlich via USB mit dem Computer verbunden. Der universelle serielle Bus, gefordert wird Version 2.0, sorgt dabei nicht nur für die Datenübertragung sondern sichert auch die Energieversorgung des Monitors. Tatsächlich benötigt der Monitor im ausgeschalteten Zustand glatte 0 Watt – keine Selbstverständlichkeit leider – und unter Last maximal 9 Watt. Um diese geringen Verbrauchswerte zu realisieren musste der Hersteller allerdings an einigen Punkten den Rotstift ansetzen. So ist die maximale Helligkeit des Displays auf 150 cd/m² begrenzt – ausreichend für Arbeitsräume ohne direkte Lichteinstrahlung auf den Bildschirm, schlecht wenn im Sommer die Sonne direkt auf den Monitor scheint. Dafür sind Kontrast und Blickwinkel sowie die Reaktionszeit auf dem Niveau der meisten TN-Panels angesiedelt. Der Kontrast ist mit 1000:1 angegeben, der Blickwinkel beträgt 150/160 Grad und die Reaktionszeit liegt bei 5 Millisekunden. Die Auflösung ist zeitgemäß mit 1920 x 1080 Bildpunkten.

Da ein einzelner USB-Port nur selten die vollen 9 Watt für den Monitor bereitstellen kann, greift Philips zu einem Y-Kabel, so dass der Bildschirm zwei USB-Ports benötigt. Optional bietet der Hersteller auch ein externes 15-Watt-Netzteil an. Die Bildsignale bekommt der Monitor nicht wie gewohnt via VGA, DVI oder HDMI sondern ebenfalls über USB. Hierfür ist im Monitor eine rudimentäre Grafiklösung implementiert, die sich als Grafikkarte im Rechner anmeldet. Aufgrund der begrenzten Bandbreite von USB 2.0 werden Videos und Bilder allerdings nur komprimiert übertragen, die Bildqualität dürfte daher nicht jedermann überzeugen. Für Spiele eignet sich der Bildschirm aus eben diesen Gründen generell nicht.

Philips gibt die unverbindliche Preisempfehlung des 221S3UCB mit 145 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an. Erste Händler listen das Gerät bereits zu Preisen ab etwa 170 Euro.

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