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Plasmabildschirme

Die wohl jüngste Technologie in der Bildschirmproduktion ist der Plasmabildschirm. Er ist die neuste Generation der Monitortechnik und bietet viele weitere Vorteile. Der erste Plasmabildschirm wurde 1964 von Bitzner und Slottow an der University of Illinois entwickelt. Dort diente er als Ausgabemedium für einen Großrechner. Schon damals zeigten sich viele Vorteile, denn der Monitor konnte direkt digital angesteuert werden. Dazu war er extrem Platz platzsparend und hatte eine sehr hohe Lebensdauer.

Seit diesen Erkenntnissen waren für einige Jahre die Plasmabildschirme die bevorzugte Wahl im Bereich der Großrechner. Eine realistische Chance hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht, sich gegen den Röhrenmonitor durchzusetzen. Der Röhrenmonitor wurde sehr viel schneller weiterentwickelt und seine Produktionskosten betrugen nur einen Bruchteil. Aufgrund dieser Tatsachen wurde der Plasmamonitor nur noch in Nischen eingesetzt, aber ganz vergessen wurde er nie. Es begann nun die Zeit des rasanten Wachstums in der Computerbranche und der Röhrenmonitor eroberte gemeinsam mit den Personalcomputern die Welt.

In den 80er Jahren aber kam es zu einer interessanten Entwicklung, die den Plasmamonitor wieder in Erinnerung rief – die Erfindung der ersten tragbaren Computer. Es war nun wieder eine zentrale Anforderung an einen Monitor, möglichst dünn zu sein und keinen unnötigen Platz zu verbrauchen. Hauptsächlich wurde in diesem Segment mit den LCD- und Plasmamonitoren experimentiert.

In dieser frühen Phase konnten sich die Plasmamonitore behaupten, weil diese zum kompakten Design auch eine bessere Anzeigequalität liefern konnten. Ein gravierender Nachteil blieb jedoch, dass die eingesetzten Monitore einfach viel zu viel Strom verbrauchten und ein Betrieb ohne einen Netzanschluss war praktisch unmöglich. Desweiteren war die Herstellung der Plasmamonitore immer noch sehr teuer und nur hochwertige Laptops wurden damit ausgerüstet. Das vorläufige Ende kam zu Beginn der 90er Jahre, als die LCD-Technologie weitere Fortschritte machte.

Doch die Plasmatechnologie war durch dieses Intermezzo wieder ins Gedächtnis der Ingenieure gelangt. Die ersten Entwicklungsabteilungen der großen Elektronikkonzerne begannen damit die Technologie im Bereich der Fernsehtechnik anzuwenden. Schon 1992 konnte der japanische Konzern Fujitsu den ersten Plasmafernseher präsentieren, der jedoch aufgrund verschiedener Schwierigkeiten nicht kommerziell vertrieben wurde. Den nächsten Schritt machte Pioneer im Jahr 1997, als sie den ersten Plasmafernseher auf den Markt brachten.

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