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Telefonleitung vs. Kabelfernsehleitung bei DSL

Kaum ein zweites Gut ist in so kurzer Zeit so viel günstiger geworden wie der Internetanschluss. Noch vor zehn Jahren kostete dieser rund zehnmal mehr und war erst noch weniger leistungsfähig.

Wäre die Bahn in den letzten zehn Jahren um so viel günstiger geworden wie der Internetanschluss, könnte heute wohl für zwei Euro quer durch Deutschland gereist werden und die Fahrt würde nur noch 10 Minuten dauern. Für Internet-Nutzer ist der Anschluss ans Netz kein grosses Thema mehr, ist der Preis in den letzten zehn Jahren doch um rund 90 Prozent gesunken und bietet erst noch mehr Leistung.

Trotzdem ist der Internetanschluss wegen der Struktur des Internets ein komplexes Produkt. Das Internet ist kein homogenes Netzwerk, sondern ein Netz von Netzen. Der PC zu Hause hängt dabei an der äussersten Peripherie.

Durch das Internet ziehen sich weltweit einige zentrale Verbindungsleitungen, auch Backbones genannt. Provider kaufen sich den Zugang zu diesen Backbones bei den Betreibern ein und sind so letztlich Wiederverkäufer. Dies ist ein wichtiger Teil der Kosten eines Internetanschlusses. Gerade die Atlantikleitung nach Nordamerika ist sehr kostenintensiv, da ein erheblicher Teil der Websites auf Servern in den USA gespeichert ist.

Ein weiterer Teil der Internetanschluss-Kosten ist die Verbindung vom Provider zum PC zu Hause. Technisch gibt es zwei Möglichkeiten, einen solchen Breitband-Anschluss zu realisieren.

Internet über die Telefonleitung (DSL)

DSL ist die zur Zeit häufigste Technik für digitale Breitbandanschlüsse. Bei Telefonanschlüssen gibt es jeweils Frequenzbereiche, welche von der Telefonie ungenutzt sind und somit für den Zugang ins Internet verwendet werden können.

Der grundlegende strukturelle Unterschied zu herkömmlichen Datenverbindungen über analoge Telefonanschlüsse oder ISDN besteht darin, dass die eigentliche Verbindung nicht zwischen zwei Teilnehmern, sondern nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle aufgebaut wird.

Internet über die Kabelfernsehleitung

Der Internetanschluss über TV-Kabelnetze ist nach den ADSL-Anschlüssen weltweit die am häufigsten verwendete breitbandige Zugangstechnik. Wegen der Baumstruktur des Kabelnetzes werden in Sende- und Empfangsrichtung unterschiedliche Modulationsverfahren angewendet. In Empfangsrichtung werden Kanäle oberhalb von 450 MHz genutzt.

Aus historischen Gründen sind die meisten deutschen Kabelnetze nur für Fernsehverteilung ausgebaut. Vielerorts können die Signale nicht bidirektional übertragen werden, womit ein Internetanschluss oft nicht ohne Modernisierung möglich ist. In der Schweiz und in Österreich ist die Verbreitung der Internetanschlüsse übers Kabelfernsehen etwa ebenso hoch wie die der ADSL-Anschlüsse.

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