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VoIP Glossar – Voice over IP Glossar

Inhaltsverzeichnis

032

Rufnummerngasse in Deutschland für Internet Telefonieanbieter. Im Vergleich zu Ortsnetzrufnummern gibt es keinen geografischen Bezug. 032-Rufnummern werden von der Bundesnetzagentur seit August 2005 zugeteilt.

1TR6

Nationales D-Kanal-Protokoll im ISDN der Deutschen Telekom AG. Mit der Einführung des EDSS1 wurde für Neuanschlüsse 1TR6 nicht mehr eingesetzt und stirbt daher in Deutschland aus.

802.11

IEEE Standard. Es handelt sich hier um den Hauptstandard für drahtlose lokale Netzwerke, so genannte Wireless Local Area Networks (WLANs). IEEE 802.11 wurde 1997 verabschiedet und spezifizierte WLANs mit (Brutto-) Übertragungsraten von 2 Mbit/s. Als physikalische Schnittstelle stehen die Verfahren FHSS und DSSS zur Auswahl. Beliebtheit erfreuten sich drahtlose Netzwerke erst mit einer (Brutto-)Übertragungsrate von 11 Mbit/s, die mit der Erweiterung nach 802.11b 1999 aufkam. Seit 2002 gibt es mit dem Standard IEEE 802.11g auch 54 Mbit/s (brutto). Alle genannten Substandards arbeiten im 2,4 GHz ISM-Band. In bezug auf VoIP spielt 802.11 auch eine Rolle. Neben DECT-Telefonen und ATA gibt es auch WLAN-Telefone, z.B. Zyxel ePhone P2000W.

802.3

IEEE Standard. Beschreibt lokale Netzwerke unter dem CSMA/CD Verfahren (weitläufig als „Ethernet“ bekannt) mit aktuellen (Stand 2002) Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 Mbit/s bis 1.000 Mbit/s. Diese Norm wird etwa alle zwei Jahre aktualisiert und ist ca. 1.500 Seiten stark, so dass heute die Ergänzungen 802.3ab, 802.3ad, 802.3u, 802.3z usw. integriert worden sind. Die nächste Fassung 2004 oder 2005 wird auch die Spezifikationen von 10 Gigabit Ethernet (802.3ae) wohl enthalten. VoIP Hardphones integrieren heute meist einen 2 Port Ethernet Switch zur Anschaltung an das LAN und Durchschaltung zum PC (Einsparung von Switch-Ports).

802.3af

IEEE Standard seit 2003 für die Stromversorgung von Endgeräten über Ethernet Anschlüsse (Power over Ethernet). Genutzt werden dabei die 4 freien Adern bei 10/100 Mbit/s Ethernet Anschlüssen oder eine Phantomspannung. Vor Anlegen einer Spannung (48 Volt) wird zunächst geprüft, ob das Endgerät auch IEEE 802.3af unterstützt, um nicht die Endgeräte zu beschädigen. Genutzt werden kann IEEE 802.3af, um vom Ethernet Switch oder Power-Injector aus VoIP Phones mit Strom zu versorgen und dabei die Netzgeräte einzusparen.

802.5

IEEE Standard. Beschreibt den Token Ring, einer lokalen Netzwerk-Technologie, die in den 80er Jahren ursprünglich von IBM entwickelt wurde. Im Jahr 2000 hat sich die IBM aus dem Token Ring Geschäft „verabschiedet“ und damit quasi die Aufgabe dieser Technologie signalisiert. Dies spiegelt sich auch in der Normung wieder, wo die Gruppe 802.5 sich offiziell nicht mehr trifft. Deshalb wird der Token Ring auch „toter Ring“ genannt und heute durch Migrationen zu Gigabit Ethernet abgelöst.

ACD

siehe Automatic Call Distribution

ACL

Access Control List

Adaptive Differential Puls Code Modulation

Verfahren zur Kodierung von Sprache nach ITU-T G.726. ADPCM unterstützt die Bitraten 40/32/16 kbit/s. Im Gegensatz zu PCM werden nur die Wertedifferenzen zwischen den Sprach-Samples (alle 125 ms) kodiert.

ADPCM

siehe Adaptive Differential Pulse Code Modulation

AEC

Accoustic Echo Canceller

AGC

siehe Automatic Gain Control

Agent

Bezeichnung für einen Mitarbeiter in einem (IP-) Call Center.

ALG

Application Layer Gateway

AM

Amplitudenmodulation. Modulationsart analoger Signale, bei der eine hochfrequente Trägerschwingung mit den niederfrequenten Nutzsignalen in der Amplitude überlagert wird. Die Nutzsignale werden dabei auf die Amplitude des Trägersignals moduliert.

Asterisk e.V.

Am 13. Juni 2005 wurde ein deutscher Verein rund um die Open Source Soft-PBX Asterisk in Weiterstadt bei Darmstadt gegründet (www.asterisk-projekt.de). Die Formalitäten (Gemeinnützigkeit) dauern noch etwas an, werden aber im Oktober 2005 abgeschlossen sein. Der Verein startet laut eigenen Aussagen mit 15 Mitgliedern und 5 Firmen.

Asterisk

Open Source VoIP Telefonanlagensoftware basierend auf LINUX (www.asterisk.org). Seit Herbst 2005 gibt es auch einen Verein rund um Asterisk in Deutschland (www.asterisk-ev.org).

ATA

Abkürzung für einen analogen Telefonadapter für VoIP. Der ATA enthält mindestens zwei Schnittstellen: einen RJ45 Ethernet-Port und einen TAE-Stecker. Oft ist noch ein Router eingebaut.

Automatic Call Distribution

Englischer Begriff für eine intelligente Anrufverteilung. ACD ist ein Leistungsmerkmal einer TK-Anlage.

Automatic Gain Control

Automatische Lautstärkenanpassung des Mikrofons.

Axxeso

Europäischer Anbieter von Internet Telefonie. Seit Oktober 2005 auch in Deutschland vertreten.

Bandbreite

Gemeint ist eigentlich die Kapazität einer VoIP Verbindung in Kilobit pro Sekunde (kBit/s), denn die Bandbreite trägt die Einheit Megahertz und beschreibt ein Frequenzband, in dem eine Übertragung stattfindet. Bei VoIP liegt die Kapazität bei netto 5,3 kBit/s bis 64 kBit/s.

Basic Rate Interface

Basisanschluss (so genannter S0) für den Zugang zum ISDN mit zwei B-Kanälen (Sprachkanäle) á 64 kbit/s und einem D-Kanal mit 16 kbit/s zur Signalisierung.

BGP-4

Border Gateway Protocol. Routing-Protokoll für das Inter-Domain-Routing (zwischen autonomen Systemen).

BHCA

siehe Busy Hour Call Attempt

Bit

Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit in der Informationstechnik und kann die (logischen) Werte „1“ und „0“ annehmen (Strom oder kein Strom).

Bit/s

siehe Bits pro Sekunde

Bits pro Sekunde

Übertragungsgeschwindigkeit eines Bit-stroms.

Bitstrom

Bezeichnung für eine serielle Folge von Bits.

BlueSIP

SIP-Dienst des VoIP-Anbieters ccn corporate communication networks GmbH aus München. Ccn ordnet Rufnummern aus dem Münchner Ortsnetz zu und hat wohl auch nur dort einen Netzübergang stehen.

bps

Bit per Second. Englisch für Bits pro Sekunde.

Breakouts

Bezeichnet in einem Filialkonzept für ein Unternehmen die Ausläufer einer zentralen IP-PBX vom Hauptstandort aus. In den Filialen steht dann der volle Funktionsumfang zur Verfügung, wie auch am zentralen Standort inkl. zentrales Billing (Abrechnung).

BRI

siehe Basic Rate Interface

Broadnet Mediascape

Anbieter von IP Centrex.

Busy Call Forwarding

Leistungsmerkmal. Anrufweiterleitung bei besetzt des angerufenen Teilnehmers.

Busy Hour Call Attempt

Anrufversuche in der Hauptverkehrsstunde. In der Telefonie werden die Leitungen zum Amt oder die Querverbindungen zwischen den TK-Anlagen anhand des Verkehrs in der Hauptverkehrsstunde dimensioniert. Dazu muss man die Hauptverkehrsstunde des Tages, die Anrufversuche innerhalb der Hauptverkehrsstunde und die mittlere Belegung pro Anruf bestimmen. Ausgedrückt wird die Belegung in Erlang.

Byte

Zusammenfassung (ein sog. Datenwort) von 8 Bits.

Call Attempt

Zu Deutsch: Anrufversuch. Ist ein Begriff aus der Verkehrtheorie in (bisher leitungsvermittelten) Sprachnetzwerken (siehe auch BHCA).

Call Completion

Englischer Begriff allgemein für das Leistungsmerkmal „Rückruf“. Vgl. CCNR, CCBS.

Call Detail Record

Englischer Begriff für Gebührendatensatz (Detaildaten zu einem Gespräch).

Call Diversion

Englischer Begriff für das Leistungsmerkmal Rufumleitung. Vgl. Call Redirection.

Call Hold

Halten eines Gesprächs (Anruf) z.B. um Rücksprache mit einem anderen Teilnehmer zu nehmen.

Call Redirection

Englischer Begriff für das Leistungsmerkmal Rufumleitung. Vgl. Call Diversion.

Call Signaling Channel

Sicherer Kanal um Call-(Anruf-)Aufbau-Nachrichten (Q.931 Nachrichten) auszutauschen.

Call Transfer

Englischer Begriff für die Rufvermittlung. Es gibt verschiedene Varianten, z.B. mit und ohne Rückfrage.

Call Waiting

Dieses Leistungsmerkmal bedeutet „Anklopfen“ durch einen speziellen Ton beim angerufenen Teilnehmern, der gerade besetzt ist.

Call

Punkt-zu-Punkt Multimedia-Verbindung zwischen zwei Endpunkten (H.323-, SIP-Endgeräte).

Calling Line Identification Presentation

Bezeichnung für ein Leistungsmerkmal im ISDN oder bei der Internet Telefonie, bei dem die Rufnummer des Anrufers beim Angerufenen angezeigt wird.

Calling Line Identification Restriction

Bezeichnung für ein Leistungsmerkmal im ISDN oder bei der Internet Telefonie mit dem die Übermittlung der eigenen Rufnummer unterdrückt werden kann.

Calls per Second

Zu Deutsch: Anrufe pro Sekunde. Leistungsgröße für Voice-Server bei der Abwicklung von Telefonie.

CCBS

Abkürzung für das Leistungsmerkmal Call Completion on Busy Signal (Rückruf bei besetzt).

CCBS

Abkürzung für das Leistungsmerkmal Call Completion on By Sgnal (Rückruf bei besetzt). Siehe auch ITU-T H.450.9.

CCITT

siehe Comite Consultatif International Telegraphique et Telephonique

CCNR

Abkürzung für das Leistungsmerkmal Call Completion on No Reply (Rückruf bei keiner Antwort). Siehe auch ITU-T H.450.9.

CDR

siehe Call Detail Record.

Centralized Multipoint Conference

Ein Anruf bei dem alle teilnehmenden Terminals Punkt-zu-Punkt mit einer MCU kommunizieren.

CIF

siehe Common Intermediate Format

Class of Service

Zuordnung des Datenverkehrs (inkl. Sprachdaten) zu Klassen, die unterschiedlich und/oder bevorzugt verarbeitet und weitergeleitet werden (Prioritäten). Darüber läst sich auch die Qualität für Sprache in Paket-orientierten Netzen steuern.

CLIP

siehe Calling Line Identifikation Presentation

CLIR

siehe Calling Line Identification Restriction

CNG

siehe Comfort Noise Generation.

Codec

Kunstwort für Kodierer / Dekodierer. Bekannte Codecs sind z.B. von der ITU-T G.711 mit 64 kbit/s (netto) oder G.723.1 mit 5,3 bzw. 6,3 kbit/s (netto) für VoIP.

Comfort Noise Generation

Algorithmus zum Erzeugen eines Hintergrundrauschens, wenn auf der Sprachverbindung nicht gesprochen wird (siehe Silence Suppression, VAD).

Comite Consultatif International Telegraphique et Telephonique

Standardisierungsgremium für Telekom-munikationsfragen mit Sitz in Genf (Schweiz), das seit 1993 ITU-T heißt.

Common Intermediate Format

Bildformat für ITU-T H.263 mit 352 Pixels/line bei 288 Lines/Bild.

CoS

siehe Class of Service.

CPS

siehe Calls per Second

CTI

Computer Telephony Integration

Dämpfung

siehe

DDI

siehe Direct Dial In

Decentralized Multipoint Conference

Eine Sprach-Konferenz bei der die Teilnehmer über Multicast ohne MCU kommunizieren.

Delay

Englischer Begriff für die Verzögerung in eine Richtung (Einweglaufzeit). Im Gegensatz zur Latenz(-zeit) kann Delay auch nur die Verzögerung einzelner Komponenten meinen, wie z.B. dem Codec, der Paketierung, dem Dejitter Buffer oder nur dem Netz selbst. Daher sollten Sie den Kontext prüfen, in dem der Begriff „Delay“ gewählt wurde (siehe auch Latenz).

Dial-Tone Multiple Frequency

Englischer Begriff für das Mehrfrequenz-wahlverfahren bei Telefonen.

DID

siehe Direct Inward Dialing

Digital Private Network Signaling System

Signalisierungsprotokoll (CCS) von British Telecom für die private Vernetzung von TK-Anlagen.

Direct Dial In

Direkte Durchwahl zu den Nebenstellen (Endgeräten) einer TK-Anlage

Direct Inward Dialing

Direkte Durchwahl zu den Nebenstellen (Endgeräten) einer TK-Anlage.

Direct Tone Multipe Frequency

Englischer Fachbegriff für das Mehrfrequenz-Wahlverfahren an Tastentelefonen.

DPNSS

siehe Digital Private Network Signaling System

DSL

Digital Subscriber Line

DSP

Abkürzung für digitaler Signalprozessor

DTMF

Siehe Dial Tone Multiple Frequency.

E.164

Adressenformat für ISDN-Netzwerke (Rufnummernplan). ITU-T E.164 Rufnummern sind weltweit eindeutig.

e164.arpa

Top-Level-Domain (TLD) für ENUM welche im Auftrag von ITU vom RIPE verwaltet wird.

Early Dial

Die „Early Dial“-Funktionalität von SIP, über die „484 – Incomplete Address“-Message implementiert, schickt bei jedem Tastendruck eine INVITE-Message an den Server, solange bis die eingegebene Adresse bzw. Nummer von diesem aufgelöst werden kann. Noch unterstützen nicht alle SIP-Clients und -Server diese Funktion.

Empfangsbestätigung

siehe ACK

En-block dialling

Übertragung der gewählten Rufnummer als einen Block. Im Gegenzug dazu kann man auch die gewählte Rufnummer Ziffer für Ziffer signalisieren.

Endpoint

Ein Terminal, Gateway oder eine MCU.

ENUM

siehe tElephone NUmber Mapping (manchmal auch „Electronic NUMbering“).

ENUM-Trials

Die Vergabe und Provisionierung dieser neuen Domainnamen wird seit Anfang 2002 in einigen Ländern in so genannten ENUM-Trials getestet. Diese Trials dienen meist der Erforschung von ENUM und verwandter Technologien sowie der Vorbereitung eines möglichen kommerziellen Betriebes. In Deutschland sind ENUM Einträge unter 9.4.e164.arpa im Rahmen des Trials seit 2002 über einige DENIC-Mitglieder verfügbar. Der Übergang in den Wirkbetrieb ist für Dezember 2005 geplant, es fehlt allerdings noch die Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWA).

Erlang

Maßeinheit aus der Verkehrstheorie. In Erlang beschreibt man das Verkehrsaufkommen in der Hauptverkehrsstunde. Nähere Informationen wie auch Erlang-Rechner gibt es von Westbay Ltd. auf www.erlang.com.

ESP

ENUM Service Provider. Anbieter auf Tier 3 (Tier 2 = ENUM Registrar, Tier 1 = Denic) von ENUM-Diensten für Kunden.

Ethernet

Technologie im LAN. Festgelegt durch den Standard 802.3 von der IEEE. Es verwendet CSMA/CD als Medienzugangsverfahren.

EVN

Abkürzung für Einzelverbindungsnachweis. Ein EVN zeigt alle geführten abgehenden Telefongespräche detailliert auf mit Datum, Uhrzeit, Dauer, gewählter Rufnummer und Kosten des Gesprächs.

EyeBeam

Softphone von Xten basierend auf dem SIP Standard. EyeBeam verfügt mittels WebCam über eine Videofunktion.

Firewall

Englischer Begriff für eine „Schutzmauer“. Damit ist eine Lösung am Netzrand gemeint, die für unerwünschte Zugriffe aus dem Internet ins eigene Netzwerk schützen soll. Firewalls gibt es als reine Softwarelösung, aber auch integriert in Geräten, z.B. Router. Eine Firewall filtert also eingehenden Verkehr. Längere Zeit war die Übertragung von VoIP durch Firewalls ein Problem, weil VoIP nach dem H.323 Standard beim Verbindungsaufbau dynamisch Ports verhandelt.

FoIP

Fax over IP

Freeworlddialup

US Anbieter von Internet Telefonie.

FTP

File Transfer Protocol. Anwendung aus der TCP/IP Welt zur Übertragung von Dateien. FTP nutzt TCP für den Transport.

G.168

ITU-T Standard für die Echo Kompensation.

G.711

PCM Sprachkodierung (analog/digital) spezifiziert von der ITU-T. Die Netto-Bitrate liegt bei 64 kbit/s.

G.723.1

Sprachkodierung (analog/digital) spezifiziert von der ITU-T speziell für VoIP. Die Netto-Bitrate liegt bei 5,3 kbit/s bzw. 6,3 kbit/s.

G.729a

Sprachkodierung (analog/digital) spezifiziert von der ITU-T. Die Netto-Bitrate liegt bei 8 kbit/s bzw. 16 kbit/s. G.729a ist qualitativ mit ADPCM 32 kbit/s vergleichbar.

Gatekeeper

Optionale Komponente in einer H.323 Umgebung, die, wenn vorhanden, auch genutzt werden muss. Ein Gatekeeper (manchmal schlicht Voice-Server genannt) erfüllt folgende Aufgaben: Adressumsetzung, Verbindungsauf- und -abbau, Zugriffskontrolle, Bandbreiten-Management, Zonen-Management und Leistungsmerkmale. Einen Open Source Gatekeeper findet man unter www.gnugk.org.

Gateway

H.323 Komponente für VoIP. Ein Gateway schafft eine Brücke zwischen zwei verschiedenen „Welten“, gemeint ist ein IP Netz und ein traditionelles Telefonnetz. Dabei fungiert jeder Port eines Gateways als Client im entsprechenden Netz. Durch Gateways kann vom Festnetz in VoIP Netze und umgekehrt telefoniert werden.

GK

siehe Gatekeeper.

Globally Scoped Address

IP Klasse D Addressbereich von 224.0.1.0 bis 238.255.255.255. Es handelt sich hier um Gruppenadressen für Multicast, die für Anwendungen zur Verfügung stehen.

GW

siehe Gateway.

H.235

ITU-T Standard für die Sicherheit in einer H.323 Umgebung.

H.245

Standard der ITU-T für die Signalisierung in einer H.323 Umgebung.

H.323 Entity

Eine H.323 Komponente, wie Terminal, Gateway, Gatekeeper oder MCU.

H.323

Rahmenwerk der ITU-T zur Standardisierung von VoIP. H.323 verweist auf etwa 50 weitere Standards und wurde erstmals 1996 (Version 1) verabschiedet. Mittlerweile liegt der Standard in der Version 4 (2002) vor. H.323 steht in „Konkurrenz“ zu SIP von der IETF und hat den Endspurt leider verloren, SIP hat sich heute durchgesetzt. Daher gilt H.323 für Produkte als veraltet. Eine Open Source Implementierung von H.323 findet man unter www.openh323.org.

H.450.2

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Transfer (Rufvermittlung) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.3

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Diversion (Rufumleitung) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.4

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Hold (Halten) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.5

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Pickup (Rufübernahme innerhalb einer Gruppe) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.6

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Waiting (Anklopfen) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.8

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Name Identifikation (Anzeige des Namens) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.9

ITU-T Standard für das Leistungsmerkmal Call Completion on Busy bzw. on no Reply (Rückruf bei besetzt bzw. keiner Antwort) spezifiziert für eine H.323 Umgebung.

H.450.x

ITU-T Standards für die Leistungsmerkmale einer H.323 Umgebung.

Halbduplex

Wechselseitige Übertragung von Daten. Es kann in beide Richtungen kommuniziert werden, aber nicht gleichzeitig.

Halten

siehe Call Hold

Hardphone

Im Gegensatz zu einem Softphone (Software) ist ein Hardphone ein physikalisches IP-Telefon.

IAB

siehe Internet Architecture Board

IAX

Inter-Asterisk-eXchange

ICE

siehe Interactive Connectivity Establishment

IETF

siehe Internet Engineering Task Force.

Innovaphone AG

Hersteller aus Sindelfingen (www.innovaphone.com) von H.323 Komponenten (Gateway, Gatekeeper, Telefone) für VoIP. H.323 Produkte gelten heute allerdings als veraltet, daher migriert Innovaphone ihre Produkte auch hin zu SIP.

Interactive Connectivity Establishment

Der Interactive Connectivity Establishment (ICE) Entwurf beschreibt eine Methode zur Überwindung von Network Address Translation (NAT) für das Session Initiation Protocol (SIP). ICE ist kein neues Protocol sondern verwendet bereits existierende Protokolle, wie z.B. Simple Traversal of UDP Through NAT (STUN, RFC 3489), Traversal Using Relay NAT (TURN) und Real Specific IP (RSIP). ICE funktioniert unabhängig von der Anzahl und der Art der eingesetzten NATs.

Internet Architecture Board

Dachorganisation von IETF und IRTF. Berät in technischer Hinsicht die Internet Society (ISOC), welche alle Aktivitäten rund um das Internet steuert.

Internet Engineering Task Force

Standardisierungsgremium der Internet Community für die Weiterentwicklung des Internets. Standards der IETF werden als RFC zur allgemeinen Diskussion veröffentlicht.

Internet Protocol

ISO/OSI-Schicht 3 Protokoll der Internet Community. Spezifiziert im IETF RFC 791 aus 1980.

Internet Telefonie

Bezeichnung für das Telefonieren mittels VoIP Technologie über das Internet.

IP

siehe Internet Protocol.

IP-PBX

Telefonanlage auf Basis der VoIP-Technologie (siehe auch LAN-Telefonie). Führend in diesem Bereich ist die SWYX Communication AG mit ihrem Produkt SwyxWare 5.0 (www.swyx.de)

IPT

IP Telefonie

ISDN

Integrated Services Digital Network

ITAD

IP Telephony Administrative Domain

ITSP

Abkürzung für Internet Telephony Service Provider.

IVR

Abkürzung für Interactive Voice Response. IVR stellt die Möglichkeit der menügeführten Steuerung mittels DTMF Tönen oder Sprache zur Verfügung.

Jabber

Fehlersituation in einem Ethernet-Netzwerk. Ein Jabber ist der Zustand, bei dem länger gesendet wird, als die Dauer eines maximalen Ethernet-Frames, also mehr als 1.518 Byte.
Jabber ist auch ein Open Source Instant Messaging System (www.jabber.org). Einen guten Client für Jabber findet man auf www.pandion.be.

Jitter

Fachausdruck für Laufzeitschwankungen. Insbesondere beim Internet können keine Garantien an die Sprachqualität geliefert werden, deshalb ist auch nicht vorherzusehen, wann ein IP Paket ankommt und welchen Weg das es nimmt. In Endgeräten werden die ankommenden Pakete deshalb gepuffert, damit sie möglichst kontinuierlich ausgespielt werden können. Typische Puffergrößen liegen bei 50 ms.

Kapazität

siehe Bandbreite.

Kollision

Beeinflussung durch das gleichzeitige Senden zweier Stationen. Das Signal wird dadurch unbrauchbar. Bei Koaxkabeln überlappen sich beide Signale in der Amplitude, bei symmetrischen Kabeln oder Glasfaser kann eine Kollision durch ein gleichzeitiges Signal an Sende- und Empfangseinrichtung festgestellt bzw. definiert werden.

Konvergenz

Anderer Begriff für eine Sprach-/ Daten-Integration (ein Netzwerk, das sowohl Sprache als auch Daten übermitteln kann).

Latency

Englischer Begriff für Latenz(-zeit).

Latenz

Mit Latenz bezeichnet man bei Sprachverbindungen die Laufzeitverzögerung zwischen zwei Endgeräten in eine Richtung Ende-zu-Ende. Gemäß ITU-T G.114 liegt eine mit der ISDN-Qualität vergleichbare Latenz bei <150 ms (wird als ISDN-Qualität oder Toll Quality bezeichnet), wobei die Latenz im akzeptablen Bereich bis zu 400 ms betragen darf. Größere Latenzen sind inakzeptabel und führen dazu, dass sich die Gesprächspartner gegenseitig "ins Wort fallen".

Local Area Network

Ein auf ein Gelände beschränktes shared oder switched Netzwerk (Ausdehnung ca. 2-5 km). LAN Technologien sind z.B. Ethernet, Token Ring oder FDDI.

LAN-Telefonie

Gemeint ist die IP Telefonie mittels einer IP-PBX im lokalen Netzwerk (LAN).

LAN

siehe Local Area Network.

MAN

siehe Metropolitan Area Network

MCU

siehe Multipoint Control Unit.

Mean Opinion Score

Durch statistisches befragen der Nutzer von Telefonie ermittelte (subjektive) Sprachqualität. Der MOS wurde von der ITU-T standardisiert und trägt Werte von 0 („poor“) bis 5 („very good“). Der Standard-Codec ITU-T G.711 beispielsweise liegt bei einem MOS von 4,2.

Megaco

Media Gateway Protocol

Message Waiting

Englischer Begriff für die Anzeige am Telefon, dass eine (Sprach-) Nachricht vorliegt.

Metropolitan Area Network

Netzwerk mit einer geografischen Ausdehnung auf einen Stadtbereich (Citynetze).

MFV

Mehrfrequenz-Wahlverfahren

MGCP

Media Gateway Control Protocol.

MOS

siehe Mean Opinion Score

Multicast

Eine Nachricht an eine Gruppe von Rechnern

Multipoint Conference

Eine Konferenzschaltung zwischen drei oder mehreren Teilnehmern im LAN oder im Leitungsvermittelten ISDN.

Multipoint Control Unit

Komponente in einer H.323 Umgebung zur Realisierung von Sprach- und Videokonferenzen. Eine MCU ist eine optionale Komponente.

Naming Authority Pointer Records

Laut dem im RFC 3731 (Version 2) definierten ENUM-Protokoll werden im DNS-Nameserver spezielle Einträge verwendet, um auf die einzelnen Kommunikationsadressen (Telefon, eMail…) zu verweisen. Verwendet werden dabei die sog. „Naming Authority Pointer Records“ (NAPTR). Für jede ENUM-Domain können mehrere dieser NAPTR-Einträge eingesetzt werden, eben für jede Kommunikationsadresse genau eine. Außerdem ist es möglich, Prioritäten (Preferenzen) zu definieren. Eine DNS-Abfrage für ENUM-Domains liefert die NAPTR als Ergebnis.

NAPTR

Siehe Naming Authority Pointer Records.

NAT

siehe Network Address Translation.

Nationale Teilnehmer-
rufnummern

„Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat heute in ihrem Amtsblatt Zuteilungsregeln für „Nationale Teilnehmerrufnummern“ (NTR) aus dem Rufnummernraum (0)32 veröffentlicht. NTR sind im Wesentlichen definiert wie Ortsnetzrufnummern, haben aber – vergleichbar den Mobilfunkrufnummern – keinen geographischen Bezug. Die RegTP geht davon aus, dass die neue Nummernressource für Voice over Internet Protocol (VoIP), der sog. Internet-Telefonie, genutzt wird. Telefondienstanbieter können nach den jetzt veröffentlichten Regeln ab sofort NTR in 1.000er Ruf“ (Quelle: übernommen von www.portel.de)

Network Address Translation

Leitungsmerkmal beispielsweise eines Routers, so genannte private IP Adressen in öffentliche IP Adressen zu übersetzen. Das reine NAT ordnet private IP Adressen in Form einer Tabelle öffentlichen IP Adressen zu. Damit konnten nur ausgewählte Nutzer ins Internet. Eleganter ist schon die Adressübersetzung aus einer Kombination von Ports und IP Adressen zu bewerkstelligen. Diese Lösung wird häufig angewendet, heißt aber PAT (Port Address Translation).

NTR

siehe Nationale Teilnehmerrufnummern

Outbound Proxy

Der Outbound-Proxy bei SIP ist zuständig für die Gesprächsvermittlung. Dieser SIP Proxy Typ verbindet Anrufe in das IP Netzwerk und in das Festnetz (ISDN).

Overhead

Bezeichnung für alle Pakete und Paketteile, die keine Nutzdaten enthalten.

PABX

Siehe Private Automatic Branch Exchange.

PBX

Abkürung für Private Branch Exchange. Siehe auch PABX.

PBX-Network

Internet-Telefonie-Anbieter in Deutschland (www.pbx-network.de).

PCM

Abkürzung für Puls Code Modulation.

Phone out

Begriff für Gespräche von VoIP ins Festnetz.

Plain Old Telephone System

Englischer Begriff für ein herkömmliches, analoges Fernsprech- bzw. Telefonnetz.

PoE

Abkürzung für Power over Ethernet. Siehe 802.3af.

Point of Presence

(Technik-)Standort einer Service Providers, an dem er seine Dienste anbieten kann.

PoP

siehe Point of Presence

Portierung

Rufnummernmitnahme bei einem Anbieter
wechsel.

Postpaid

Abrechnung der geführten Telefongespräche in Form einer Rechnung (Papier oder Online) am Ende eines Abrechnungszeitraumes (z.B. Monat).

POTS

siehe Plain Old Telephone System

PrePaid

Abrechnung der geführten Telefongespräche anhand eines vorher geladenen Guthabens. Ist das Guthaben erschöpft, können keine abgehenden Telefongespräche mehr geführt werden.

PRI

siehe Primary Rate Interface

Primary Rate Interface

Primärmultiplexanschluss (S2m) für den Zugang zum ISDN mit 30 B-Kanälen (Sprachkanäle) á 64 kbit/s und einem D-Kanal (Signalisierung) mit ebenfalls 64 kbit/s in TDM Technik (siehe auch BRI).

Private Automatic Branch Exchange

Private Nebenstellenanlage oder auch TK-Anlage oder Telefonanlage genannt. Bisher hat man hierunter leitungsvermittelte Systeme, wie z.B. HICOM von Siemens, verstanden. Telefonanlagen auf Basis von VoIP nennt man IP-PBX oder LAN-Telefonie.

PSTN

siehe Public Switched Telephone Network

Public Switched Telephone Network

Englischer Begriff für ein öffentliches Fernsprech- bzw. Telefonnetz. Da in Deutschland das Telefonnetz der Deutschen Telekom AG vollständig digitalisiert wurde, kann der Begriff PSTN mit dem Begriff ISDN hierzulande gleichgesetzt werden.

Q.931

Call signaling protocol for setup and termination of calls.

QoS

siehe Quality of Service

Quality of Service

Englische Bezeichnung für Dienstgüte. QoS-Parameter sind z.B. garantierte Bandbreiten oder Verzögerungszeiten (Delay, Latenz).

RAS

siehe Registration, Admission, Status.

Real-time Transport Protocol

IETF Protocol (RFC 3550, vormals RFC 1889) für die Übertragung von Echtzeit(Sprach)daten in TCP/IP Netzen. RTP wird in UDP/IP übertragen und sowohl von der ITU-T bei H.323 als auch von der IETF bei SIP verwendet. Die ausgehandelte UDP-Ports werden dynamisch vergeben. Dadurch entstehen Probleme beim Passieren von Firewalls.

Registrar

Proxy Server in einer SIP Umgebung bei dem sich die Endgeräte registrieren.

Registration, Admission, Status

Protokoll in einer H.323 Umgebung zwischen Terminal und Gatekeeper. Mittels RAS wird beispielsweise die Zugriffskontrolle oder das Bandbreiten-Management gesteuert. RAS wird über UDP ungesichert und verbindungslos übertragen.

RegTP

Regulierungsbehörde für Telek-ommunikation und Post (heute Bundesnetzagentur).

Request for Comment

Dokument im Standardisierungsprozess der IETF. RFC können verschiedene Stati haben, so dass nicht jeder RFC einen Standard darstellt (Draft Standard, Proposed Standard, Full Standard).

RFC

siehe Request for Comment.

RSIP

Real Specific IP

RTCP

Abkürzung für RTP Control Protocol (RFC 1890).

RTP

siehe Real-time Transport Protocol.

SCCP

siehe Skinny Client Control Protocol.

SCTP

siehe Stream Control Transmission Protocol

SDP

Abkürzung für Session Description Protocol (IETF Protokoll).

Secure Session Initiation Protocol

SIPS ist die Variante von SIP über TLS/SSL. Die Verbindung zwischen Telefon und SIP-Proxy wird kryptografisch verschlüsselt und kann nicht abgehört werden. Bei den Server- und Proxy-Herstellern ist SIPS sehr häufig implementiert. Bei den Telefon-Herstellern und SIP-Providern dagegen ist es weniger verbreitet.

Session Initiation Protocol

Signalisierungsprotokoll (z.B. für den Verbindungsauf- und -abbau) der IETF für bspw. VoIP. Ursprünglich wurde SIP mit dem RFC 2543 spezifiziert, der allerdings durch den RFC 3261 (Version 2) abgelöst wurde. SIP steht in „Konkurrenz“ zu H.323 von der ITU-T.

SGCP

Simple Gateway Control Protocol.

Silence Supprecion

Sprechpausenunterdrückung. Für die Pausen werden keine Daten gesendet und die „Leitung“ in eine Richtung abgeschaltet.

Simple Traversal of UDP through NAT

Verfahren zum Auffinden offener UDP Ports um Protokolle wie SIP trotz NAT zu ermöglichen (RFC 3489). VoIP-Endgeräte, die STUN unterstützen, können selbstständig herausfinden, wie die verwendete öffentliche IP-Adresse des NAT-Routers lautet und ob sie sich hinter einem NAT-Router oder einer Firewall befinden. Dazu senden Sie eine Anfrage an einen STUN-Server im Internet, der üblicherweise von VoIP Service Providern betrieben wird. Mit seinem zusätzlichen Wissen über die Netzwerkumgebung passt ein STUN-Gerät seine Ausgangsdaten dann so an, dass die Antworten wieder korrekt zu ihm zurück gelangen.

SIP Trunking

SIP Trunking nennt man die Verbindung einer TK-Anlage über VoIP mit dem Festnetz (PSTN). Dabei soll sich der Anschluss hinsichtlich Möglichkeiten und Leistungsmerkmale nach außen wie ein herkömmlicher Telefonanschluss verhalten. Als erster deutscher Anbieter in Deutschland bietet diesen VoIP Dienst die Firma Toplink Planet flächendeckend an.

SIP

siehe Session Initiation Protocol.

SIPPS

Softphone von Nero. Eine 30 Tage Testversion gibt es auf www.sippstar.de kostenlos. Die Vollversion mit Instant Messaging und Anrufbeantworter kostet 19 Euro. Seit Herbst 2005 gibt es auch eine SIPPS Free Version, die kostenlos und unbegrenzt mit ein geschränkten Funktionsumfang benutzt werden kann.

SIPS

siehe Secure Session Initiation Protocol

Skinny Client Control Protocol

Proprietäres VoIP Protocol von CISCO Systems.

Skype Ltd.

Anbieter von Internet Telefonie auf proprietärer Technik. Unterstützt Instant Messaging und wurde in 2005 zunächst für 2,1 Mrd. Euro von ebay übernommen. Den Client kann jeder kostenlos im Internet laden. Gespräche ins Festnetz werden über ein Prepaid-Konto abgerechnet. Skype hat etwa 4,5 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Der zentrale Anmeldeserver stellt allerdings einen „Single-Point-of-Failure“ (SPoF) dar (http://www.skype.com).

snom 360 Softphone

Das snom 360 Softphone (kostenlos für private Nutzer) bietet fast alles, was das Original auch kann. Sie können Gespräche umleiten, beliebige VoIP Provider auf den programmierbaren Tasten hinterlegen, mehrere Gespräche gleichzeitig führen etc. Das grafische Display des snom 360 Softphones enthält alle Menus und Einstellungsmöglichkeiten des echten snom 360 VoIP Telefons. Sie haben dadurch die Möglichkeit, vor dem Kauf eines echten snom 360 VoIP Telefons alle Funktionen auszutesten und sich dann zu entscheiden.

Softphone

Endgeräte-Software für VoIP auf einem PC.

SPIT

Zu Deutsch: „spucken, ausspucken, speien“. Unter diesem Begriff versteht man SPAM unter VoIP Nutzern. SPIT ist quasi eine neue Form des automatisierten Telefonmarketings. So werden bei SPIT Sprachnachrichten an mehrere 1.000 User pro Minute verteilt.

SS7

Auch Zeichengabesystem Nr. 7 genannt. Es handelt sich dabei um die Signalisierung im ISDN zwischen den Vermittlungsstellen

Stream Control Transmission Protocol

Für die Übertragung von SS7-Signalisierungsinformation über das Internet entwickelt.

STUN

siehe Simple Traversal of UDP over NAT.

Supplementary Services

Englische Bezeichnung für die Leistungs-merkmale bei der Sprachkommunikation (z.B. Rufumleitung).

TCP

siehe Transport Control Protocol

Telephone Number Mapping

Das Ziel von ENUM ist, verschiedene Adressen, Nummern und URLs unter einer einzigen Telefonnummer (E.164) verfügbar zu machen. So können unter einer einzigen ENUM-Nummer das private Telefon zu Hause, das Telefon in der Firma, die Faxnummer, Handynummern, geschäftliche und private eMail-Adressen, Videokonferenzadressen, die eigene Website und alle anderen denkbaren Kommunikationsadressen zusammengefasst werden. Je nach gerade aktuell verwendeter Applikation (z.B. Telefon, eMail-Programm usw.) sucht sich diese unter der angegebenen ENUM-Nummer die eigentliche Zieladresse. Das Protokoll zu ENUM ist in RFC 2916 (E.164 Number and DNS) definiert. ENUM benutzt das Domain Name System (DNS) um die Telefonnummern auf die hinterlegten Webadressen bzw. URLs zu verknüpfen und auflösen.

Terminal

Endgerät in einer H.323 Umgebung (teils auch Client genannt). Ein Terminal kann eine Software sein (Softphone) oder auch ein Telefon (Hardphone).

Toll Bypass

Englischer Begriff für eine VoIP Anwendung. Mittels zweier Gateways und dem Internet kann das herkömmliche Festnetz umgangen werden. Diese Anwendung stammt aus frühen Zeiten der VoIP Technik (ca. ab 1997).

Transcoder

Ein Transcoder ermöglicht es, Verbindungen zwischen Schnittstellen herzustellen, deren Sprachdatenströme mit unterschiedlichen Codecs digitalisiert sind.

Transport Control Protocol

Verbindungsorientiertes, gesichertes Transportprotokoll der OSI-Schicht 4 aus der TCP/IP-Familie. TCP wird z.B. von FTP oder Telnet verwendet.

TURN

Traversal Using Relay NAT

UA

Siehe User Agent.

UAC

Siehe User Agent

UAS

Siehe User Agent

UDP

siehe User Datagram Protocol

Uniform Resource Identifier

Kennzeichnung von Internetressourcen bzw. -diensten (mailto: Emailadresse, http: Webseite, sip: SIP-Adresse).

UPnP

Abkürzung für Universal Plug & Play.

URI

siehe Uniform Resource Identifier

User Agent

Endgerät in einer SIP Architektur. Ein User Agent besteht aus einem User Agent Client (UAC) für die Initiierung einer Verbindung und einem User Agent Server (UAS) für die Entgegennahme einer Verbindung.

User Datagram Protocol

Verbindungsloses Transportprotokoll der OSI-Schicht 4 aus der TCP/IP-Familie. UDP hat einen schlanken Header von nur 8 Bytes und wird u.a. von SNMP, TFTP oder bei Voice over IP verwendet.

VAD

Abkürzung für Voice Activity Detection.

Vanity

In Deutschland 0700-Rufnummern bestehend aus Buchstaben.

Virtual Private Network

Begriff für die Emulation eines privaten Netzes innerhalb eines öffentlichen Netzes. Im Falle von IP-VPNs werden Tunnel über das Internet aufgebaut. Dabei müssen sich Benutzer authentifizieren, die übertragenen Daten werden, z.B. mittels IPSec, verschlüsselt.

Voice Mail

Englischer Begriff für einen Anrufbeantworter.

Voice over Internet Protocol

Technische Bezeichnung für die paketorientierte Übertragung von Sprache in IP Paketen. Dabei wird die analoge Sprache zunächst digitalisiert und dann in Form von Paketen in IP Netzwerken jeglicher Art übertragen. Seinen Ursprung fand VoIP im Februar 1995, als die Firma VocalTec mittels PC, Headset und Mikrofon über das Internet telefonierte und damit die Fachwelt begeisterte. Den ersten Standard gab es 1996 von der ITU-T mit H.323.

VoIP

siehe Voice over Internet Protocol.

VPN

Siehe Virtual Private Network

WAN

Wide Area Network. Bezeichnung für ein geografisch weitreichendes Netzwerk (ein Netz, das sich z.B. über Deutschland erstreckt ist ein WAN).

Zugriffskontrolle

Autorisierung eines Verbindungswunsches durch einen Gatekeeper anhand von Kriterien, z.B. verfügbarer Bandbreite. Die Zugriffskontrolle findet in einer H.323 Umgebung durch ein eigenes Protokoll statt, das RAS bezeichnet wird.

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