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Wozu IPv6?

IPv6 erweitert den Adressraum im Internet gewaltig. Es stehen mit dieser Technologie nicht nur circa 4,3 Milliarden Adressen bereit, sondern über 340 Sextillionen, das ist eine Zahl mit 39 Stellen. Die Adresse wir nicht mehr mit 32 Bit kodiert, sondern mit insgesamt 128 Bit. Damit stehen uns genug Adressen zur Verfügung, um in Zukunft weitere Rechner in das Internet zu integrieren. Heutige Schätzungen gehen davon aus, dass sich IPv6 bis zum Jahr 2011 vollständig durchgesetzt haben wird.

Schon heute wird aus Mangel an Adressen auf spezielle Notlösungen zurückgegriffen, wie zum Beispiel PAT (Port Address Translation), womit die Adressen übersetzt werden. Ein eng verwandtes Werkzeug ist NAT (Network Address Translation), welches die Adressen in den einzelnen Datenpaketen ersetzt. Eine weitere beliebte Möglichkeit ist es, den einzelnen Rechnern in einem Netzwerk keine feste IP-Adresse zu zuordnen, sondern ihnen diese dynamisch zuzuweisen. Da in den seltensten Fällen alle Rechner gleichzeitig im Netz aktiv sind, können so weitere Adressen eingespart werden. Der Nachteil dieser Technologien ist, dass hierbei ebenfalls Ressourcen benötigt werden und die Anbindung an das Netz dadurch eine schlechtere Qualität aufweist.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir mit einem weiteren Problem in diesem Zusammenhang konfrontiert werden. Neben dem gewaltigen Nutzerwachstum des Internets werden zunehmend auch Geräte daran angebunden, die in ihrer klassischen Form wenig mit diesem Medium zu tun haben. Zum Beispiel kann man Handys ohne Probleme mit dem Internet verbinden. In absehbarer Zeit werden weitere Teilnehmer, wie zum Beispiel Autos und Kühlschränke folgen. Kurz gesagt: Schon bald werden viele Menschen über unzählige Geräte verfügen, die an das weltweite Datennetz angeschlossen werden. Wenn man nun noch mit einberechnet, dass in ferner Zukunft mehrere Milliarden Menschen im Internet aktiv sein sollen, kann man sich vorstellen, dass die vorhandenen 4 Milliarden Adressen bald an ihre Grenzen geraten.

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