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Die Geschichte von IPv6

In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zu einem gewaltigen Boom im Internet und es war abzusehen, dass die vorhandenen Adressen den Bedarf nicht mehr lange decken würden. Also begann man in den frühen 90er Jahren mit der Entwicklung von IPv6.

Die IETF (Internet Engineering Task Force) nahm sich dieses Problems an und analysierte zunächst die Schwierigkeiten des alten Internet Protokolls. Um ein möglichst effizientes Ergebnis zu erlangen, wurden verschiedene Teams beauftragt, gleichzeitig verschiedene Wege zu gehen. Neben der Adressknappheit sollten auch weitere Funktionen in das Protokoll mit aufgenommen werden. Dann im Jahr 1993 wurde eine IPng (IP next generation) – Anlaufstelle eingerichtet, die sich nun näher mit dieser Thematik befassen sollte.
Nach einiger Zeit wurde dann die Empfehlung RFC 1752 – „The Recommendation for the IP Next Generation Protocol“ – verabschiedet. Dieses Schriftstück beinhaltete verschiedene Vorschläge, wie ein derartiges Protokoll auszusehen hätte. Im nächsten Schritt wurde eine spezielle Einsatzgruppe eingerichtet, die feststellen sollte, ob die Adressen des IPv4 noch lange genug ausreichen würden, bis der neue Standard letztendlich bereit ist. Falls die Zeit zu knapp gewesen wäre, hätte man sich hauptsächlich um die wichtigsten Probleme gekümmert und die neuen Funktionalitäten erst einmal beiseite gelassen. Im Jahre 1994 wurde dann entschieden, dass man bis zum Jahre 2005 oder 2011 Zeit für die Umsetzung eines solchen neuen Protokolls hätte und man demnach auch alle anderen Funktionen berücksichtigen könne. Die folgende Entwicklungsphase wurde genutzt um eine ausgereifte Lösung zu entwickeln und im Jahr 1998 konnte IPv6 als Standard verabschiedet werden. Doch die Arbeit in diesem Bereich ging weiter. Man entwickelte weiter, um den Übergang von IPv4 auf IPv6 möglichst effizient über die Bühne bringen zu können. Daneben wurde weitere kleinere Entwicklungen angestoßen, wie zum Beispiel die Einführung einer mobilen IPv6 Komponente. In Zukunft werden in diesem Bereich bestimmt noch einige technische Innovationen hervorgebracht.

Viele Anwender stellen sich die Frage, warum es kein IPv5 gegeben hat. Dies liegt daran, dass IPv5 als Begriff schon vergeben war, für eine Empfehlung, die ein spezielles Streamprotokoll (RFC 1819) beschreibt.

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