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VoIP Verbindungsaufbau durch die Provider

Für einen problemlosen Verbindungsaufbau und damit auch für problemloses Telefonieren über das Internet sind in hohem Maße die Voice over IP-Provider verantwortlich. Sobald nämlich der Voice over IP Nutzer eine Rufnummer gewählt hat, kommen sie ins Spiel. Zunächst einmal erhalten Neukunden von Voice over IP von ihrem Provider aber eine eigene Rufnummer, ähnlich wie im Festnetz, damit sie unverwechselbar erreichbar sind. Geht es dann ans Telefonieren, kommt der Provider ebenfalls zu Einsatz.

Zunächst wird nämlich die gewünscht Verbindung über das Internet an den Provider übermittelt, der dann feststellen muss, ob der gewünscht Gesprächspartner ein Festnetzanschluss oder auch ein Voice over IP-Anschluss ist. Je nachdem muss der Provider nämlich anders vorgehen. Bei einem Festnetzanschluss muss der Provider eine Art Brücke zwischen dem Festnetz und dem Internet herstellen, die ein Telefonieren erlaubt. Bei Voice over IP-Telefonpartnern muss zunächst geprüft werden, ob der gewünschte Gesprächspartner online ist und dann kann die Verbindung sehr einfach erstellt und abgewickelt werden.

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VoIP ©iStockphoto/ArtemSam

Umgekehrt hat der Provider natürlich auch bei hereinkommenden Anrufen verschiedene Aufgaben. Wird die Rufnummer des Voice over IP-Nutzers aus dem Festnetz gewählt, wird zunächst der Anruf an den Provider geleitet, der dann prüfen muss, ob sein Kunde online ist und damit eine Verbindung hergestellt werden kann. Ist der Kunde nicht online, muss das Gespräch vom Provider abgewiesen werden. Bei Anrufen von anderen Voice over IP-Nutzern kann der Anruf wieder komplett als Datenübertragung gelöst werden.

Ob es sich bei einem Anruf um einen Anruf ins beziehungsweise aus dem Festnetz handelt oder um einen von einem anderen Voice over IP-Nutzer, hat große Auswirkungen auf die Kosten, die Telefongespräche verursachen. Die Kosten für Gespräche ins Festnetz sind heute meist noch höher als vergleichbare Angebote von Call-by-Call-Unternehmen. Man sollte wissen, dass Provider am kostenpflichtigen Routing ins Festnetz unter Umständen mitverdienen, was die Kosten zusätzlich erhöhen kann. Der Verbindungsaufbau wird zwar vom Provider durchgeführt und der Voice over IP-Nutzer hat darauf keinen Einfluss, man sollte sich aber trotzdem über das Vorgehen der Provider beim Verbindungsaufbau informieren, damit man sicher gehen kann, immer die günstigste Möglichkeit gewählt zu haben.

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