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DSL – Der Weg der Daten

Die DSL-Technologie nutzt die höheren Frequenzbereiche durch Aufsplitten der Bandbreite in unterschiedliche Kanäle für Sprach- und Dateninformationen. Die Daten für die DSL-Technologie werden in die bislang ungenutzten Frequenzen bis 1,1 MHz gesandt. Die moderneren Glasfaserkabel, die bei der Modernisierung des Telefonnetzes eingesetzt wurden, können für die DSL-Technologien zurzeit noch nicht eingesetzt werden. Die alten Kupferkabel sind aber immer noch, so das überall der DSL-Zugang möglich wäre. Die Telefongesellschaften, allen voran die Deutsche Telekom, sind derzeit leider nicht daran interessiert.

Bei der DSL-Technologie werden, ebenso wie bei der analogen Übertragung, die Daten, die Rechner X an Rechner Y verschicken soll, auf eine Trägerfrequenz eingespielt. Das ist die Aufgabe des Modems. Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem DSL- und Analog-Modem sind, zum einen die benutzte Frequenz, zum anderen wird das DSL-Signal ausschließlich digital übertragen; es muss die Daten nicht erst in Geräusche umwandeln.

Die im DSL-Modem erzeugte Frequenz gelangt über den Splitter in die Telefonleitung. Dort läuft sie parallel zur Sprachband-Frequenz. Der Splitter arbeitet sozusagen wie eine HiFi-Frequenzweiche, allerdings in beide Richtungslinien. Eingehende Signale sortiert der Splitter in niedrige Sprachband-Frequenzen, die leitet er in das Telefon – hohe Datenfrequenzen, leitet er in das DSL-Modem. Ausgehende Signale, lässt der Splitter unsortiert in das Kupferkabel einfließen, wo sie sich gegenseitig nicht behindern oder stören.


DSL - Der Weg der Daten ©iStockphoto/Stephan John

DSL – Der Weg der Daten ©iStockphoto/Stephan John

Wenn die Daten über die Kupferleitung von Benutzer X in der nächsten Vermittlungsstelle ankommen, werden sie in ein schnelleres Datennetz eingespeist. In diesem Netz verbleiben sie bis zur Vermittlungsstelle, wo der Benutzer Y angeschlossen ist. Die Daten werden mit derselben Frequenz in die Kupferleitung von Benutzer Y übertragen, mit der sie in das Netz eingespeist wurden. Über den Splitter von Benutzer Y, ist sein DSL-Modem in der Lage, die Daten von der Trägerfrequenz zu entschlüsseln. So gelangen die Daten von X zu Y.

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