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Paysafecard

Bei der von der Commerzbank AG herausgegebenen Paysafecard handelt es sich um die erste Prepaid-Karte für Zahlungen im Internet. Diese Karte kann in diversen Tankstellen und Kiosken erworben oder einfach aus einem der mehr als 2200 verfügbaren Automaten gezogen werden. Zudem kann die Guthabenkarte über das Internet geordert werden.

Die Paysafecard wird mittlerweile von mehr als 2000 Onlineshops als Zahlungsmittel akzeptiert. Der Zahlungsvorgang selbst ist denkbar einfach. Zuerst muss ein kleines Feld auf der Karte freigerubbelt werden, in dem ein 16-stelliger PIN-Code angegeben ist. Diesen Code gibt man anschließend in das Zahlungsformular des Händlers ein, der sowohl PIN als auch Rechnungssumme an Paysafecard weiterleitet. Dort wird die angegebene Nummer verifiziert und, sofern sie gültig ist, der Betrag vom Guthaben des Nutzers abgezogen.

Die Paysafecard kann man mit verschiedenen Gutgaben erwerben, die sich zwischen 10 Euro und 100 Euro bewegen. Der verhältnismäßig geringe Guthabenwert von 100 Euro stellt beim Bezahlen kein Problem dar, denn es ist möglich, verschiedene Karten miteinander zu kombinieren. Auch der Jugendschutz bleibt bei der Nutzung dieser Prepaidkarte gewahrt, obwohl keinerlei persönliche Daten preisgegeben werden müssen. Der Anbieter hat dieses Problem gelöst, in dem zwei Kartenvarianten angeboten werden. Für Jugendliche unter 18 Jahre gibt es eine spezielle Karte, mit der nur jugendfreie Webinhalte erworben werden können, der Zugriff auf alle nicht jugendfreien aber bleibt versperrt.

Für Käufer ist die Nutzung der Paysafecard grundsätzlich kostenlos, das erworbene Guthaben kann im Internet vollständig umgesetzt werden. Nach Ablauf eines Zeitraums von drei Jahren nach der ersten Nutzung, wird allerdings eine administrative Gebühr von zwei Euro pro Monat verrechnet. Für Anbieter, die dieses System nutzen, sind Applikation und Telefonsupport völlig kostenfrei. Kosten fallen erst an, wenn Waren oder Dienstleitungen über die Karte bezahlt wurden. Ist dies der Fall, wird, je nach Art der Transaktion, ein Disagio zwischen 5,5 und 35 Prozent fällig.

Ein großer Vorteil dieses Systems besteht darin, dass der Nutzer keinerlei persönliche Daten über das Internet freigeben muss, um eine Zahlung vornehmen zu können. Der Datenschutz bleibt so in jedem Fall gewahrt. Außerdem gewährleistet das Guthabenprinzip die völlige Kontrolle über die Kosten. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit der Paysafecard problemlos in einer Fremdwährung bezahlt werden kann. Die Umrechnung des Betrags erfolgt dabei automatisch. Welche Währung der Anbieter akzeptiert, sowie Informationen zu den aktuellen Währungskursen, findet man auf der firmeneigenen Webseite. Nachteilig hingegen ist, dass man vor jeder Transaktion erst einmal ein Guthaben erwerben muss. Zwar muss nicht unbedingt erst eine Tankstelle oder ein Automat gesucht werden, weil das Ordern dieser Karten auch online möglich ist, dennoch bedeutet dies eine Zeitverzögerung, die dringende Kaufhandlungen verhindert. Negativ ist auch, dass das Guthaben der jeweiligen Karten nicht frei wählbar ist, so dass häufig ein Restbetrag verbleibt.

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